Teleogramma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Teleogramma
Systematik
Überordnung: Cichlomorphae
Ordnung: Cichliformes
Familie: Buntbarsche (Cichlidae)
Unterfamilie: Pseudocrenilabrinae
Tribus: Chromidotilapiini
Gattung: Teleogramma
Wissenschaftlicher Name
Teleogramma
Boulenger, 1899

Teleogramma ist eine im mittleren und westlichen Kongobecken in Stromschnellen und anderen Regionen mit schnell fließendem Wasser vorkommende Gattung aus der Familie der Buntbarsche (Cichlidae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teleogramma-Arten besitzen einen extrem schlanken, vorne drehrunden und hinten abgeflachten Körper und erreichen Körperlängen von acht bis zwölf Zentimeter. Weibchen bleiben etwas kleiner. Ihr Schwimmblase ist reduziert, die Schuppen sind sehr klein. Im Unterschied zu fast allen anderen Buntbarschen haben sie nur eine vollständige Seitenlinie worauf der Gattungsname verweist (Gr.: „teleios“ = vollständig + „gramma“ = Linie). Alle fünf Teleogramma-Arten sind schwärzlich gefärbt, laichreife Weibchen haben einen dunkelroten Bauch. Der Rückenflossenrand, sowie der dorsale Rand der Schwanzflosse sind weiß gesäumt. Exemplare, die kein Revier besitzen, sowie gestresste Fische werden hell und zeigen dunkle, senkrechte Streifen auf den Körperseiten.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teleogramma-Arten kommen wahrscheinlich ausschließlich in Stromschnellen oder in unmittelbarer Nähe von Wasserfällen vor. Sie sind wahrscheinlich relativ selten und bewohnen dort in geringer Dichte Höhlen und Spalten zwischen den Steinen. Sie ernähren sich von Insektenlarven, kleinen Krebstieren und kleinen Fischen. Sie vermehren sich als paarbildende Höhlenbrüter, wobei das Männchen das Revier verteidigt, während das Weibchen die Brutpflege übernimmt. Die Gelege sind klein (etwa 30 Eier).

Arten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zurzeit (April 2015) werden fünf Arten in die Gattung Teleogramma gestellt. Sie sind sich sehr ähnlich und können nur durch das Abzählen der Flossenstrahlen voneinander unterschieden werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Lamboj: Die Cichliden des westlichen Afrikas. Natur und Tier, 2006, ISBN 3-86659-000-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]