Revier (Tier)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
 

Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen und/oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Biologie zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.

Lies dazu auch die näheren Informationen in den Mindestanforderungen an Biologie-Artikel.

Das Revier eines Tieres wird oft auch Territorium genannt und bezeichnet ein Habitat, das ein Tier oder eine Gruppe von Tieren gegen Artgenossen durch Revierverhalten verteidigen. So werden diese gehindert, einzudringen oder gar auf Dauer ansässig zu werden.[1]

Vom Revier zu unterscheiden sind Streifgebiete, die von mehreren Individuen regelmäßig aufgesucht werden. Im Gegensatz zum Revier werden sie nicht aktiv verteidigt, so dass sich die Streifgebiete rivalisierender Tiergruppen überschneiden können. Zum Beispiel durch Revierkämpfe oder nach dem Tod eines Revierinhabers können sich die Grenzen von Revier und Streifgebiet verändern.

Weiter zu unterscheiden ist der Aktionsraum.

Bedeutung[Bearbeiten]

Ein Revier stellt für das Tier eine Ansammlung von Ressourcen dar. Es bietet ihm Nahrung, Platz (evtl. auch Unterschlupf, Nistgelegenheit) und potenzielle Partner. Dies erklärt auch die oft hartnäckige Verteidigung gegen mögliche Konkurrenten. Arten, bei denen Männchen und Weibchen in getrennten Revieren leben, geben diese Trennung i. d. R. während der Paarungszeit vorübergehend auf (Beispiel: Tiger).

Man unterscheidet zwischen sechs verschiedenen Revierformen:

  • Einzelrevier
  • Gruppenrevier
  • Brutrevier
  • Jagdrevier
  • Fortpflanzungsrevier
  • Schlafrevier

Die Reviergröße hängt vor allem von der Art des Tieres und von seinem Status im Vergleich zu benachbarten Artgenossen ab und wird vom Revierhalter häufig kontrolliert. Im Revier werden die Jungen aufgezogen, häufig dient es auch der Jagd.

Auch Haustiere haben Reviere. Dies sind dann meistens Häuserblocks oder Straßenzüge in der näheren Umgebung der Wohnung. Kater markieren manchmal auch eine Wohnung, indem sie Urin auf der Wohnungseinrichtung verspritzen oder ihre Krallen an Türrahmen wetzen.

Ein Männchen des maulbrütenden Buntbarsches Copadichromis wartet im Zentrum seines kraterähnlichen Sandnestes auf laichbereite Weibchen; nur der unmittelbare Nestbereich wird gegen Konkurrenten verteidigt

Reviermarkierung[Bearbeiten]

Durch das Setzen von Reviermarken – beispielsweise durch Duftstoffe (Pheromone) oder durch Lautäußerungen (Gesang) – können Reviere markiert werden; Hunde und Katzen urinieren beispielsweise auf Pflanzen oder große Steine. Oder, in sichtbarer Form, das Anlegen künstlicher Strukturen – wie Sandhaufen bei Krabben[2] oder nahezu kreisrunde kraterähnliche Gebilde bei einigen Buntbarschen (siehe Bild rechts) – sowie durch Selbstdarstellung bei Fischen[3] und Vögeln.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Klaus Immelmann (Hrsg.): Verhaltensforschung. Ergänzungsband zu Grzimeks Tierleben, Kindler Verlag, Zürich 1974, S. 635
  2. Taucherparadies Malediven – Seite bei Fischreisen.de, mit von männlichen „Reiterkrabben“ errichteten „Sandhaufen als Reviermarken“; Stand: 12. August 2012
  3. Gestreifter Viktoriabarsch – Seite im AquaNet-Lexikon; Stand: um 2009 (Abgerufen am: 12. August 2012)