Television (Band)

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Television
Television 2014 in Portugal
Television 2014 in Portugal
Allgemeine Informationen
Herkunft New York City, Vereinigte Staaten
Genre(s) Protopunk, Art-Punk, Post-Punk
Gründung 1973, 1991, 2001
Auflösung 1978, 1993
Gründungsmitglieder
Tom Verlaine
Gitarre
Richard Lloyd (bis 2007)
Richard Hell (bis 1975)
Billy Ficca
Aktuelle Besetzung
Gesang, Gitarre
Tom Verlaine
Gitarre
Jimmy Ripp (seit 2007)
Bass
Fred Smith (seit 1975)
Schlagzeug
Billy Ficca

Television ist eine US-amerikanische Rockband. Obwohl Television nur drei Studioalben in 14 Jahren veröffentlichten, gelten sie als ausgesprochen einflussreiche und stilprägende Band. Television entstammten, wie die Ramones und Patti Smith, der New Yorker Proto-Punk-Szene. Die Kombination aus großstädtischem Rock mit den Duellen der Gitarristen Tom Verlaine und Richard Lloyd und der an Lou Reed erinnernden Stimme von Tom Verlaine übte einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Post-Punk-Bands aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ursprünge von Television liegen im Jahr 1972. Unter dem Namen „The Neon Boys“ spielten Verlaine, Hell und Ficca in einer Band, die auch einige Singles aufnahm. Nach der Auflösung formierten sie sich schon 1973 unter dem Namen Television neu. Richard Lloyd kam als zweiter Gitarrist hinzu. Da sie sich schnell einen Ruf als vorzügliche Liveband erspielt hatten, hatten sie mehrere Auftritte in New Yorker Veranstaltungsorten. Television war auch die erste CBGB-Band, die im gleichnamigen Musikclub auftrat.

1975 veröffentlichten sie ihre Debütsingle Little Johnny Jewel auf dem Independentlabel Ork Records. Da das Lied für eine herkömmliche Single zu lang war, erschien es über zwei Singleseiten verteilt.

1977 erschien das Debütalbum Marquee Moon auf Elektra Records, das vor allem in Großbritannien auf Resonanz bei Publikum und Kritikern stieß. 2010 wählte der Rolling Stone dieses Album auf Platz 381 der 500 besten Alben aller Zeiten.[1] 1978 erschien der Nachfolger, Adventure. Kurz darauf löste sich die Band aufgrund musikalischer Differenzen und Richard Lloyds vermeintlicher Drogensucht auf. Die Mitglieder verfolgten Solokarrieren, wobei Verlaine und Lloyd Soloalben veröffentlichten. 1992 nahm Television ein neues, Television betiteltes Album auf und ist seither sporadisch aktiv.

Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Punk-Szene war das virtuose, jazzbeeinflusste Zusammenspiel von Lloyd und Verlaine bislang unerhört. Sie haben die Trennung von Lead- und Rhythmusgitarre zugunsten komplexer, ineinandergreifender, kontrapunktischer Strukturen aufgehoben. Die Gitarren ergänzen sich, obwohl sie oft tonal und rhythmisch radikal unterschiedliches Material spielen. Diese Art des Gitarrenarrangements übte einen gewichtigen Einfluss etwa auf The Police, U2, Dream Syndicate, Rain Parade, Russ Tolmans True West oder The Church aus. In neuerer Zeit orientieren sich erneut viele junge Gitarrenbands an dem Vorbild Television, darunter The Strokes.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[2]
Marquee Moon
  UK 28 26.03.1977 (13 Wo.)
Adventure
  UK 7 29.04.1978 (4 Wo.)
Singles[2]
Marquee Moon
  UK 30 16.04.1977 (4 Wo.)
Prove It
  UK 25 30.07.1977 (4 Wo.)
Foxhole
  UK 36 22.04.1978 (2 Wo.)

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982: The Blow-Up (Aufnahme: 1978)
  • 2003: Live at the Old Waldorf: San Francisco, 6/29/78 (Aufnahme: San Francisco, 29. Juni 1978)
  • 2003: Live at the Academy NYC 12.4.1992 (Aufnahme: New York City, 4. Dezember 1992)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: The Best of Television & Tom Verlaine (mit Tom Verlaine)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1975: Little Johnny
  • 1977: Marquee Moon (VÖ: April)
  • 1977: Prove It (VÖ: Juli)
  • 1977: Venus
  • 1978: Foxhole (VÖ: April)
  • 1978: Glory (VÖ: Juni)
  • 1978: Ain’t That Nothin’
  • 1992: Call Mr. Lee
  • 1992: In World
  • 1992: The Revolution

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. RS500 Songs (Liste 2010)
  2. a b Chartdaten UK

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]