The Spinners

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The Spinners (deutsch die Kreisel oder die (Wolle-)Spinner) ist eine US-amerikanische Soul-Vokalgruppe, die 1954 gegründet wurde und ihre größten Erfolge in den 1970er Jahren hatte. Um sie von der gleichnamigen britischen Band zu unterscheiden, wurde die Gruppe im Vereinigten Königreich während ihrer Motown-Zeit „The Motown Spinners“, meist aber – nach ihrem Herkunftsort – „The Detroit Spinners“ genannt.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Highschool-Freunde Billy Henderson, Henry Fambrough, Pervis Jackson, James Edwards und C. P. Spencer traten seit 1954 in ihrer Heimatgegend um Detroit als „The Domingoes“ auf. Für Edwards und Spencer kamen bald Bobbie Smith und George Dixon. Später gab es verschiedene Umbesetzungen.

Ab 1961 nannte sich die Gruppe „The Spinners“. Im selben Jahr hatten sie ihren ersten Hit bei Tri-Phi Records mit That’s What Girls Are Made For, Platz 27 der US-Pop-Charts. 1963 kaufte Motown Records Tri-Phi auf. Bis auf vereinzelte Erfolge blieb jedoch der erhoffte kommerzielle Durchbruch zunächst aus.

Nach fünf Jahren ohne Platzierung in den Billboard Hot 100 erreichten die Spinners 1970 mit It’s a Shame, geschrieben und produziert von Stevie Wonder, Platz 14. Die Gruppe verließ Motown und unterzeichnete bei Atlantic Records. Als neuer Führungssänger kam Philippé Wynne dazu.

Alleine von ihrem ersten Album bei Atlantic, The Spinners (1972), wurden fünf Top-100-Singles ausgekoppelt, von denen zwei die Top 10 erreichten, I’ll Be Around (Platz 3) und Could It Be I’m Falling in Love (Platz 4). Dieses Album wurde in den Sigma Sound Studios von Philadelphia produziert, wo die Spinners bis 1974 blieben. Vom Erfolg bei Atlantic profitierte auch Motown, wo die alten Spinners-Titel neu herausgebracht wurden.

1974 hatte die Gruppe mit Then Came You, einer Zusammenarbeit mit Dionne Warwick, ihre erste Nummer 1. Mit dem Weggang von Wynne 1977 ließ der Erfolg für einige Zeit nach. 1980 fanden sie jedoch den Weg zurück an die Spitze mit den Medleys Working My Way Back to You / Forgive Me, Girl (Nr. 2 in den USA, Nr. 1 in Großbritannien) und Cupid / I’ve Loved You for a Long Time (Nr. 4 in den USA).

Ihren letzten Hit in den Hot 100 hatten die Spinners 1983 mit Funny How Time Slips Away, dem Cover eines Stückes von Willie Nelson. Doch auch heute noch (2008) stehen sie auf der Bühne.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spinners haben einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. 1997 erhielten sie den Pioneer Award der Rhythm and Blues Foundation, 1999 wurden sie in die Vocal Group Hall of Fame aufgenommen.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: The Spinners/Diskografie

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1][2] Anmerkungen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B
1970 2nd Time Around
V. I. P. 405
199
(2 Wo.)
46
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1970
1973 Spinners
Atlantic 7256
14 Gold
(28 Wo.)
1
(25 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1973
Produzent: Thom Bell
1974 Mighty Love
Atlantic 7296
16 Gold
(35 Wo.)
1
(49 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1974
Produzent: Thom Bell
1974 New and Improved
Atlantic 18118
9 Gold
(26 Wo.)
1
(32 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1974
Produzent: Thom Bell
1975 Pick of the Litter
Atlantic 18141
8 Gold
(26 Wo.)
2
(26 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1975
Produzent: Thom Bell
1976 Happiness Is Being with the Spinners
Atlantic 18181
25 Gold
(30 Wo.)
5
(28 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1976
Produzent: Thom Bell
1977 Yesterday Today & Tomorrow
Atlantic 19100
26
(13 Wo.)
11
(14 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1977
Produzent: Thom Bell
1978 Spinners / 8
Atlantic 19146
57
(13 Wo.)
34
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1977
Produzent: Thom Bell
1979 From Here to Eternally
Atlantic 19219
165
(4 Wo.)
61
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: Mai 1979
Produzent: Thom Bell
1979 Dancin’ and Lovin’
Atlantic 19256
32
(20 Wo.)
11
(29 Wo.)
Erstveröffentlichung: November 1979
Produzenten: Michael Zager, Will Hatcher
1980 Love Trippin’
Atlantic 19270
53
(13 Wo.)
16
(31 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1980
Produzent: Michael Zager
1981 Labor of Love
Atlantic 16032
128
(6 Wo.)
40
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: März 1981
Produzent: Michael Zager
1981 Can’t Shake This Feelin’
Atlantic 19318
196
(4 Wo.)
34
(10 Wo.)
Erstveröffentlichung: Dezember 1981
Produzent: Reggie Lucas
1982 Grand Slam
Atlantic 80020
167
(6 Wo.)
43
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: Oktober 1982
Produzent: Freddie Perren
1984 Cross Fire
Atlantic 80150
47
(9 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1984
Produzenten: Leon Sylvers III, William Zimmerman

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Warner, Jay: The Billboard Book of American Singing Groups. A History 1940–1990. New York City / New York: Billboard Books, 1992, S. 454–456

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: Singles UK1 UK2 US1 US2
  2. Gold-/Platin-Datenbanken: UK US

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]