theologie.geschichte

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theologie.geschichte (Abkürzung. t.g) ist eine mehrsprachige peer-reviewed Open-Access-Zeitschrift für Theologie und Kulturwissenschaften.

Zur Zeitschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeitschrift wurde im Herbst 2005 von Lucia Scherzberg und August Leugers-Scherzberg gegründet und erscheint sowohl als Internet- als auch als Printausgabe seit 2006 jährlich. Sitz der Redaktion ist Saarbrücken. Die Redaktion leitet seit 1. April 2008 Katharina Peetz. theologie.geschichte erscheint mit technischer Unterstützung der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek.

Der wissenschaftliche Beirat der Zeitschrift setzt sich zusammen aus Seth D. Armus, New York, Rainer Bucher, Graz, Emmanuel Faye, Paris-Nanterre, Manfred Gailus, Berlin, Michael Hüttenhoff, Saarbrücken, Rainer Kampling, Berlin, Katharina von Kellenbach, St. Mary's City, Maryland, Björn Krondorfer, St. Mary's City, Maryland, Antonia Leugers, München, Martin Leutzsch, Paderborn, Wilfried Loth, Essen, John D'Arcy May, Dublin, Joachim Neander, Krakau, Norbert Reck, München, Jörg Seiler, Frankfurt.

theologie.geschichte veröffentlicht wissenschaftliche Aufsätze, Miszellen (Essays, Diskussionsbeiträge, Quellentexte, Tagungs- und Projektberichte etc.) und Rezensionen. Beiträge können in deutscher, englischer oder französischer Sprache eingereicht und veröffentlicht werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Monographien, Sammelbände, Dissertationen und Habilitationen sowohl im Internet als auch in Buchform in der Beiheft-Reihe zu publizieren.

Bislang sind als gedruckte Ausgaben erschienen:

  • theologie.geschichte 1 (2006) bis 10 (2015)
  • Beiheft Nr. 1: Scherzberg, Lucia (Hg.), Gemeinschaftskonzepte im 20. Jahrhundert zwischen Wissenschaft und Ideologie, 2010
  • Beiheft Nr. 2: Henkelmann, Andreas/ Priesching, Nicole (Hg.), Widerstand? Forschungsperspektiven auf das Verhältnis von Katholizismus und Nationalsozialismus, 2010
  • Beiheft Nr. 3: Scherzberg, Lucia, Karl Adam und der Nationalsozialismus, 2011
  • Arbeitshilfe Nr. 1: Leugers, Antonia, Georg Angermaier (1913–1945). Ein Europäer aus Würzburg im Widerstand gegen die NS-Diktatur, 2010

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Entstehungskontext der Zeitschrift sind die Bestrebungen zur Aufarbeitung der Vergangenheit in der deutschen Geschichtswissenschaft und der deutschen katholischen Theologie seit den 1990er Jahren und die Forderung, das Verhältnis von Wissenschaftlern und wissenschaftlicher Theoriebildung zum Nationalsozialismus nicht als Marginalie der Geschichte, sondern als zentrale Kategorie für die Erforschung der neueren Wissenschaftsgeschichte zu begreifen. theologie.geschichte macht „Vergangenheitsbewältigung“ zum thematischen Schwerpunkt. Die Zeitschrift geht dabei von folgender Prämisse aus: Die Aufarbeitung der Vergangenheit ist kein Prozess, der ein für alle Mal abgeschlossen werden kann, sondern eine je neue Auseinandersetzung mit den Grundlagen menschenverachtender Ideologien. Die Anstrengungen zur Aufarbeitung der Vergangenheit, die in anderen Fächern geleistet werden, darf keine Disziplin ignorieren. Stets ist nachzufragen, inwiefern Ergebnisse anderer Disziplinen Rückwirkungen auf das eigene Fachgebiet haben. Darüber hinaus kann die Aufarbeitung der Vergangenheit nicht auf die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und auf Deutschland begrenzt bleiben, sondern muss auch andere menschenverachtende Ideologien in ihrem Einfluss auf die kulturelle Entwicklung in den jeweils davon betroffenen Ländern erfassen. Als Zeitschrift für Theologie und Kulturgeschichte ist theologie.geschichte ein Forum für die theologische und historische Auseinandersetzung mit allgemeinen kulturellen Entwicklungen der neueren Geschichte. Die Ideologien des 20. Jahrhunderts bezogen ihre Schlagkraft nicht zuletzt aus der Implementierung originär religiösen Gedankenguts in säkulare politische Konzepte. Die parallele Sicht von Theologie und anderen Wissenschaften auf kulturgeschichtliche Phänomene schärft hierfür den Blick.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lucia Scherzberg/August H. Leugers-Scherzberg, Editorial, in: theologie.geschichte 1 (2006), S. 9ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]