Thermosäule

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Integrierte, doppelte Thermosäulen
Prinzipdarstellung einer Thermosäule zur Strahlungsmessung

Eine Thermosäule oder Thermokette[1][2] ist ein elektrisches Bauelement, das thermische Energie in elektrische Energie wandelt. Es besteht aus mehreren Thermoelementen, die thermisch parallel und elektrisch in Reihe geschaltet sind, wodurch die sehr geringen Thermospannungen addiert werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Thermosäule wurde zwei Jahre nach der Beschreibung des Thermoelements durch Thomas Johann Seebeck im Jahre 1823 von Hans Christian Ørsted und Joseph Fourier aus Antimon und Bismut konstruiert. 1826 entwickelten Macedonio Melloni und Leopoldo Nobili ihr elektrisches Thermoscop, eine verbesserte Thermosäule, im Zuge der Erforschung der Wärmestrahlung.

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thermosäulen werden zur Wärmestrom- bzw. breitbandigen Strahlungsmessung angewendet in

oder in Wirkungsumkehr als Wärmepumpe im

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. VDI/VDE-Richtlinie 3511 Blatt 2: Technische Temperaturmessungen – Berührungsthermometer, 1996
  2. Frank Bernhard (Hrsg.): Technische Temperaturmessung Band III: Physikalische und meßtechnische Grundlagen, Springer, 2004, S. 765