Thomas Müller-Bahlke

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Thomas Jakob Müller-Bahlke (* 20. April 1959 in Mexiko-Stadt) ist ein deutscher Historiker. Er ist seit 2003 Direktor der Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale und seit 2015 Honorarprofessor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müller-Bahlke studierte Geschichte, Kommunikationswissenschaften und Ibero-Romanische Literatur an der Georg-August-Universität in Göttingen. Er erhielt ein Forschungsstipendium des Deutschen Historischen Instituts in Washington, D.C. und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands. 1991 wurde er mit der Dissertationsschrift Die Entstehung der Lutherischen Kirche in Nordamerika promoviert und wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Göttingen.

1992 wurde Müller-Bahlke wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Franckeschen Stiftungen in Halle sowie Leiter des Archives der Stiftungen. Sein Großvater war der letzte Waisenhauspfarrer in Halle, sein Vater ist in den Stiftungen aufgewachsen. 2003 wurde er Direktor der Franckeschen Stiftungen als Nachfolger von Helmut Obst. Müller-Bahlke ist Mitglied der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt und Direktoriumsmitglied des Interdisziplinären Zentrums für Pietismusforschung in Halle. Von 2001 bis 2011 war er Vereinsvorsitzender und von 2011 bis 2014 Vorstandsmitglied im Verein für hallische Stadtgeschichte. Seit Anfang 2015 ist er Honorarprofessor an der Halleschen Universität, am 28. Januar 2015 erfolgte die Übergabe der Ernennungsurkunde durch den Rektor der Universität Udo Sträter. Im gleichen Jahr erhielt er den halleschen Bürgerpreis Der Esel der auf Rosen geht. Thomas Müller-Bahlke ist Autor und Herausgeber zahlreicher Fachveröffentlichungen. Er ist derzeit Vorsitzender der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rundgang durch die Franckeschen Stiftungen zu Halle. (mit Edmund Baron), Verlag Franckesche Stiftungen, Halle 2014, ISBN 978-3-939922-44-5.
  • Die Wunderkammer der Franckeschen Stiftungen. Verlag Franckesche Stiftungen, Halle 2012, ISBN 978-3-939922-36-0.
  • Das historische Waisenhaus. Das Hauptgebäude der Franckeschen Stiftungen zu Halle. (mit Paul Raabe), Verlag Franckesche Stiftungen, Halle 2005, ISBN 978-3-447-06322-7.

Herausgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Hallesche Waisenhaus. Die Franckeschen Stiftungen mit ihren Sehenswürdigkeiten. Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2015, ISBN 978-3-447-10257-5.
  • Heinrich Melchior Mühlenberg. Selbstbiographie von 1711 bis 1743. Verlag Franckesche Stiftungen, Halle 2011, ISBN 978-3-939922-32-2.
  • Das Ansehen der Stadt. Halle in historischen Ansichten. Verlag Franckesche Stiftungen, Halle 2009, ISBN 978-3-447-06335-7.
  • Bildung und städtische Gesellschaft. Beiträge zur hallischen Bildungsgeschichte. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2004, ISBN 3-89812-219-0.
  • Gott zur Ehr und zu des Landes Besten. Die Franckeschen Stiftungen und Preußen, Aspekte einer alten Allianz. Verlag Franckesche Stiftungen, Halle 2001, ISBN 978-3-447-06327-2.
  • Salzburg−Halle−Nordamerika. Ein zweisprachiges Find- und Lesebuch zum Georgia-Archiv der Franckeschen Stiftungen. Verlag Franckesche Stiftungen, Halle 1999, ISBN 978-3-447-06367-8.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Investitions- und Marketinggesellschaft Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Lutherland Sachsen−Anhalt. Mitteldeutscher Verlag, Halle 2015, ISBN 978-3-95462-475-1. (Kurzbiografie, S. 380–381)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]