Thomas Schwark

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Direktor Thomas Schwark nach der Zertifizierung des Historischen Museums Hannover mit der Plakette „Registriertes Museum 2014“

Thomas Schwark (* 29. Februar 1956[1] in Lübeck[2]) ist ein deutscher Historiker und Direktor der Museen für Kulturgeschichte Hannover.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik und Pädagogik in Hamburg promovierte Schwark 1989 mit einer Studie zur Sozialgeschichte der Hansestadt Lübeck.

Von 1986 bis 1990 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Amt für Denkmalpflege der Hansestadt Lübeck. Von 1990 bis 1994 arbeitete er im Weserrenaissance-Museum Brake/Lemgo. Von 1994 bis 1998 war Schwark Leiter des Kulturhistorischen Museums Rostock, ab 1998 Direktor des Historischen Museums am Hohen Ufer in Hannover.

Seit 2014 leitet Thomas Schwark den hannoverschen Museumsverbund, bestehend aus Museum August Kestner, Historischem Museum am Hohen Ufer und Museum Schloss Herrenhausen.

Schwark ist Honorarprofessor der Leibniz Universität Hannover, Mitglied der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen, stellvertretender Vorsitzender des Historischen Vereins für Niedersachsen und seit 2017 Einzelmitglied der Kulturpolitischen Gesellschaft Bonn e. V.

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lübecks Stadtmilitär im 17. und 18. Jahrhundert – Untersuchungen zur Sozialgeschichte einer reichsstädtischen Berufsgruppe. Lübeck 1990, ISBN 3-7950-0456-X.
  • Gustav Adolf – eine protestantisch-deutsche Legende. Zur Rezeption einer historischen Figur im Kaiserreich. In: Renaissance der Renaissance. München 1992, ISBN 3-422-06087-1, S. 21–34.
  • „Allerhand unradt dorch mannigfaldt der Krüge.“ Erfassung und Reglementierung der Schankstuben im frühneuzeitlichen Lübeck. In: Zeitschrift des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde. 73, 1993, S. 163–183.
  • Streit und Irrsahlen in Bawsachen... Quellen zur Baurechtsprechung im frühneuzeitlichen Lemgo. In: Historisches Bauwesen. Material und Technik. Marburg 1994, S. 33–46.
  • 500 Jahre Garantie. Auf den Spuren alter Bautechniken. Marburg 1994.
  • Weserrenaissance – was ist das? In: Thomas Schwark (Hrsg.): Schloss Brake – das Weserrenaissance-Museum. Bremen 1995, S. 18–33.
  • Rostock – Zeugnisse aus 800 Jahren Stadtgeschichte. Begleitbuch zur Ausstellung „Von den Wenden bis zur Wende“ im Kulturhistorischen Museum Rostock, Kröpeliner Tor, Rostock 1995.
  • „De Köm möt sick verhieraten...“ – Ausschankbetriebe im frühneuzeitlichen Lübeck. In: Gerhard Gerkens, Antjekathrin Graßmann (Hrsg.): Lust und Last des Trinkens in Lübeck. Beiträge zu dem Phänomen vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert. Lübeck 1996, S. 79–86 sowie Stadtplankarte im Anhang.
  • Zwischen Nutzen und Kult. Das Fahrrad seit 1945. In: Hannover fährt Rad – Geschichte, Sport, Alltag. Braunschweig 1999, S. 108–123.
  • Provinz und Metropole – Ein Thema, eine Ausstellung. In: Provinz + Metropole. Hannover 1900 bis 1999. Hannover 2000, ISBN 3-910073-19-0, S. 4–14.
  • Ehrgeiz, Luxus und Fortune – Hannovers Weg zu Englands Krone. Eine Ausstellung im Historischen Museums am Hohen Ufer. In: Ehrgeiz, Luxus und Fortune – Hannovers Weg zu Englands Krone. Hannover 2001, ISBN 3-910073-21-2, S. 8–21.
  • Fortschritt oder Unrecht? Der Streit der Söhne um das Erbe im Fürstentum Hannover. In: Ehrgeiz, Luxus und Fortune – Hannovers Weg zu Englands Krone. Hannover 2001, ISBN 3-910073-21-2, S. 50–67.
  • „...doch seine Weine trinkt er gern“. Hannovers Gesellschaft in der Franzosenzeit. In: Goethes Lotte. Ein Frauenleben um 1800. Hannover 2003, ISBN 3-422-06443-5, S. 84–99.
  • Göttinger Sieben und Co. – Niedersachsens Geschichte wird erfahrbar. In: Freunde des Historischen Museums e.V. (Hrsg.): Mit Geschichte in die Zukunft, Festschrift zum 25jährigen Bestehen. Hannover 2005, S. 13–24.
  • Johann Duve (1611-1679) – Aufstieg des ersten hannoverschen Großunternehmers. In: Landesgeschichte im Landtag. hrsg. vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtages. Hannover 2007, S. 646–650.
  • „Aufbaugemeinschaft Hannover“, „Bahlsen-Museum“, „Blumenkorso“, „Deutscher Evangelischer Kirchentag“, „Flohmarkt Hannover“, „Handels- und Industriemuseum“. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.): Stadtlexikon Hannover. Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 37, 45, 70, 129, 182, 251 f., passim.
  • Mythos Hindenburg. Bildinszenierungen eines Reichspräsidenten. In: Meinungs-Bilder. Politische Plakate 1900-2000. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Historischen Museum, Hannover 2010, ISBN 978-3-910073-38-8, S. 28–35.
  • Besondere Bilder. Fotos als Quellen und Akteure der Geschichtskultur. In: Deutungen, Bedeutungen. Beiträge zu Hannovers Stadt- und Landesgeschichte. Hannover 2010, ISBN 978-3-910073-39-5, S. 312–337.
  • „ ... daß die Engländer uns im Stich lassen“ – F. K. Hardenberg und der erste „Weltkrieg“ der Geschichte. In: Wilcken von Bothmer, Marcus Köhler (Hrsg.): Im Auftrag der Krone. Friedrich Karl von Hardenberg und das Leben in Hannover um 1750. Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01377-1, S. 42–49.
  • Man sieht nur, was man weiß. Strategien der Vermittlung von Grenzbildern in Geschichtsmuseen. In: Thomas Schwark, Detlef Schmiechen-Ackermann, Carl-Hans Hauptmeyer (Hrsg.): Grenzziehungen, Grenzerfahrungen, Grenzüberschreitungen. Niedersachsen und die innerdeutsche Grenze 1945-1990. Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-24414-0, S. 23–35.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Thomas Schwark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gunnar Menkens: Leben mit Schaltjahren: Kurz vor der Rente feiert Schwark 15. Geburtstag, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 29. Februar 2016
  2. Peter Löhr: Historisches Museum: Thomas Schwark jetzt Professor, in: Heimatland Heft 4, Dezember 2012, S. 142 f.; PDF online