Tidemann Lemberg

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Tidemann Lemberg (* um 1310 in Dortmund; † 1386 in Köln) war ein Kaufmann und Patrizier, der der Freien Reichsstadt und Hansestadt Dortmund entstammte. Er wurde geboren in Lücklemberg, einem südlichen Stadtteil von Dortmund im Stadtbezirk Hombruch. Der Ortsname leitet sich von den beiden Bauerschaften Lück und Lemberg ab.

Lembergs Vater Dietrich war am Wollhandel mit England beteiligt. Tidemann Lemberg handelte in London im Rahmen der Niederlassung der Hanse in London mit Wolle und Zinn. Er wurde Verwalter des königlichen Zollsiegels und kontrollierte zeitweise den gesamten, zu der Zeit sehr bedeutenden, englischen Zinnhandel und Zinnexport. Seine Schwester war verheiratet mit Dietrich Overberg, Bürgermeister in Dortmund. Als Geldgeber des englischen Königs Eduard III. wurde ihm an der Spitze eines Gläubigerkonsortiums, zwischen 1345 und 1349 die englische Krone als Pfand übereignet. Tidemann Lemberg agierte europaweit: Er vergab Kredite an den Papst in Avignon, er belieferte die englische Festung Bordeaux mit Lebensmitteln. Lemberg galt einerseits als skrupellos und gewinnsüchtig, machte aber andererseits, so wie die Kölner Patrizierfamilien Scherffgin, Lyskirchen und Overstolz, den Kartäusern große Schenkungen. Deren Kirche in Köln war der heiligen St.Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, geweiht. Tidemann Lemberg starb 1387 kinderlos in Köln. Beigesetzt wurde er in einem zinnernen Sarkophag.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]