Tons

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Dieser Artikel behandelt den Fluss Tons im indischen Bundesstaat Uttarakhand. Für die zwei anderen auch als Tons bezeichneten Flüsse siehe Tamsa.
Tons
Tons nahe Paonta Sahib in Himachal Pradesh

Tons nahe Paonta Sahib in Himachal Pradesh

Daten
Lage Himachal Pradesh, Uttarakhand (Indien)
Flusssystem Ganges
Abfluss über Yamuna → Ganges → Indischer Ozean
Zusammenfluss von Rupin und Supin
31° 4′ 4″ N, 78° 6′ 0″ O
Quellhöhe ca. 1300 m
Mündung bei Dakpathar in die YamunaKoordinaten: 30° 30′ 45″ N, 77° 49′ 5″ O
30° 30′ 45″ N, 77° 49′ 5″ O
Mündungshöhe ca. 500 m
Höhenunterschied ca. 800 m
Länge ca. 150 km
Rechte Nebenflüsse Pabbar
Durchflossene Stauseen Ichari-Talsperre

Der Tons (Hindi: टोंस, ṭoṅs) ist ein rechter Nebenfluss der Yamuna in Nordindien.

Der Großteil des in Ost-West-Richtung gelegenen Flusslaufs liegt im Bundesstaat Uttarakhand, sein Entwässerungsgebiet ist der Grenzbereich der Bundesstaaten Uttarakhand und Himachal Pradesh. Die unteren 50 Flusskilometer bilden die Grenze der beiden Bundesstaaten. Bei Dakpathar mündet der Tons in die Yamuna.

Die Quellflüsse des Tons sind Rupin und Supin, die auf etwa 1300 m Höhe bei der Kleinstadt Netwar, dem bekanntesten Ort im Tonstal, zusammenfließen. Nächstgrößere Stadt ist Dehradun. Das im oberen Flussverlauf tief eingeschnittene Tonstal ist der Lebensraum einer Vielzahl verschiedener Pflanzen, zu deren größten Arten die Himalaya-Zedern gehören. Der obere Einzugsbereich des Flusses liegt im Govind-Naturschutzgebiet, in dem unter anderem Schneeleoparden, Asiatischer Schwarzbären und Moschusochsen leben. Der Abschnitt des Tons bei Haripur ist einer von nur vier Abschnitten der 39 Flüsse im Yamunabecken, denen vom indischen Umwelt- und Waldministerium eine völlig saubere Wasserqualität attestiert wurde.[1]

Aufgrund seiner Stromschnellen werden einige Abschnitte des Flusses zum Rafting bzw. für Wildwasser-Kanufahrten benutzt.

Etwa 26 km flussaufwärts der Mündung befindet sich die Ichari-Talsperre. Unterhalb dieser fließt nur noch eine geringe Wassermenge im Flussbett, da an der Talsperre das Wasser zum Chibro- und anschließend zum Khodri-Wasserkraftwerk am Ufer der Yamuna abgeleitet wird. 25 km flussaufwärts der Ichari-Talsperre ist der Bau einer weiteren Talsperre, der Kishau-Talsperre, geplant.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Government of India: Ministry of Environment & Forests: Bio-Mapping of River Basin - a Case Study on river Yamuna (engl.) (abgerufen am 5. Dezember 2006)