Trennsystem

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Beim Trennsystem (Trennverfahren) in der Entwässerungstechnik werden getrennte Leitungs- und Kanalsysteme für die Ableitung von Schmutzwasser und für Regen- und Fremdwasser angelegt. Bei Neubauten wird das Regenwasser von den Dachflächen getrennt von dem übrigen häuslichen Schmutzwasser gesammelt und oft in ein nahe gelegenes Gewässer geleitet. Sofern kein Gewässer in der Nähe des jeweiligen Grundstücks liegt, ist eine Niederschlagswasser-Sammelanlage (Regenwasserbecken) erforderlich. Eine weitere Nutzung nach der Trennung besteht darin, das Regenwasser über einen offenen Regenrückhaltegraben mit leichtem Gefälle verzögert abfließen zu lassen. Auf dem Weg zum Abflußeinlaß versickert und verdunstet bereits ein Großteil des Regenwassers, speist damit das Grundwasser und gibt nur geringe Restmengen in das Schmutzwassersystem ab. Dieses Verfahren wird heute häufig in Neubaugebieten eingesetzt, z. T. ist das System Bedingung zur Genehmigung eines Bebauungsplans.

Das Trennsystem hat den Vorteil, Kläranlagen von großen Regenwassermengen zu entlasten, womit sie kostengünstiger nur für die Aufbereitung des vergleichsweise geringer und konstanter anfallenden Schmutzwassers ausgelegt werden können. Bei der Erschließung von Neubaugebieten sind geringere Investitionen für die Erweiterung oder den Neubau von Kläranlagen notwendig.

Alle Leitungen müssen jedoch doppelt ausgeführt werden, und getrennt abgeführtes Regenwasser kann auch verschmutzt anfallen, beispielsweise nach langen Trockenperioden, wenn Straßen, Dächer und Plätze verunreinigt sind. Dieses belastete Regenwasser gelangt beim Trennsystem oft unaufbereitet in den Vorfluter.

Anderseits neigen die Leitungen für das Schmutzwasser zu stärkeren Ablagerungen, da sie nur von geringen Wassermengen durchspült werden. Dies verursacht bei sinkendem Wasserverbrauch und bei Trockenwetterlagen zusätzliche Unterhaltungskosten, wenn z.B. die Abwasserkanäle durchgespült werden müssen.

Situation in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während früher die geringeren Betriebs- und Installationskosten von Mischsystemen häufig ausschlaggebend für die Entscheidung gegen ein Trennsystem waren, geht der Trend heute, vor allem aufgrund der relativ hohen Gewässerbelastung durch ungeklärtes Schmutzwasser in Mischsystemen, in Richtung Trennsystem. 1991 lag der Anteil der Trennsysteme an der gesamten kommunalen Kanalisation in Deutschland bei 25 % und stieg bis 1998 auf auf 30 % der Gesamtlänge aller Entwässerungskanäle.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://ecologic.eu/sites/files/publication/2015/1973_band4_0.pdf