Tropus (Gregorianik)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel erläutert die Begriff Tropus der mittelalterlichen Musik. Für den auf Josef Matthias Hauer zurückgehenden Begriff der Trope siehe die Artikel Tropenlehre und Tropentechnik.

Im Zusammenhang mit dem Gregorianischen Choral sind Tropen Zusätze und Erweiterungen zu den festgelegten sakralen Gesängen der Gregorianik. Diese ergänzen die Vorlage sowohl textlicher als auch melodischer Art, ohne sie aber in ihrer eigenen Beschaffenheit zu verändern. Tropen können auftreten als rein melodische Zusätze (Melismen), als Textdichtungen auf bestehende Melismen oder als Zusatztexte mit eigenen Melodien, die dem zugrunde liegenden Gesang vorangestellt, eingeschoben oder angehängt werden. Die ersten Tropen entstanden in der karolingischen Zeit.

Ein Spezialfall des Tropus ist die (klassische) Sequenz.

Siehe auch: Quem-quaeritis-Tropus

Literatur[Bearbeiten]