Trust (Band)

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Europe et Haines
  FR 12 26.10.1996 (4 Wo.)
Ni Dieu ni maître
  FR 47 22.04.2000 (2 Wo.)
Soulagez-vous dans les urnes!
  FR 40 25.11.2006 (13 Wo.)
13 à table
  FR 13 13.09.2008 (13 Wo.)
  CH 94 28.09.2008 (1 Wo.)
À l’Olympia
  FR 129 21.11.2009 (2 Wo.)
Trust
  CH 88 07.05.2017 (1 Wo.)
Live Hellfest 2017
  FR 78 11.11.2017 (1 Wo.)
Dans le même sang
  FR 12 07.04.2018 (14 Wo.)
Fils de lutte
  FR 15 04.10.2019 (13 Wo.)
Re ci div
  FR 137 12.12.2020 (1 Wo.)
Singles[1]
Antisocial
  FR 34 16.01.1993 (7 Wo.)

Trust (/tɹʌst/) ist eine französische Rock-Band, die 1977 gegründet wurde und nicht zuletzt wegen ihrer politischen und sozialkritischen Texte in den frühen 1980er Jahren international bekannt wurde.

Gründungsmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bernard Bernie Bonvoisin (Gesang)
  • Norbert „Nono“ Krief (Gitarre)
  • Raymond „Ray“ Manna (Bass)
  • Jean-Émile „Jeannot“ Hanela (Schlagzeug)

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge (1977 bis 1979)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Single wurde 1978 veröffentlicht und enthielt die Lieder Prends pas ton flingue und Paris By Night.

Das erste Album, das lediglich Trust hieß, später aber auch oft als „Trust I“ bzw. „L'Elite“ bezeichnet wurde, wurde in der oben genannten Originalbesetzung eingespielt und 1979 veröffentlicht. Musikalisch war das Album eine Mischung aus Hardrock mit leichten Punk-Einschlag. „Bernies“ sozialkritische Texte waren von Anfang an Anlass zu Kontroversen in den Medien. Dennoch oder vielleicht gerade deshalb war das Album in Frankreich sehr erfolgreich, das große internationale Interesse an der Band wurde jedoch erst mit dem Nachfolgealbum „Repression“ erweckt.

Die „goldenen Jahre“ (1980 bis 1985)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Album Repression wurde im Jahr 1980 aufgenommen und veröffentlicht. Um auch den internationalen Markt zu bedienen wurde neben der französischen Version noch eine englischsprachige Fassung des Albums im selben Jahr veröffentlicht. Neben einer erfolgreichen Frankreich-Tour als Headliner („Répression dans l’Hexagone“-Tour, Aufnahmen wurden erst 1992 auch als Livealbum veröffentlicht) trat Trust nun auch als Vorband u. a. für die befreundete Band AC/DC bei deren Europatournee auf.

Im Jahr 1981 übernahm der Brite Nicko McBrain das Schlagzeug von „Jeannot“ Hanela und man verstärkte sich um einen zusätzlichen Gitarristen. Der Sound entwickelt sich durch den zweiten Gitarristen ein wenig vom Hardrock weg in Richtung von Heavy Metal. Man spielte so das Album Marche Ou Crève ein und begab sich anschließend auf eine sehr erfolgreiche Headliner-Tour durch Frankreich. Erst im Jahr 1982 erschien die englischsprachige Version des Albums unter dem Titel Savage. In Rest-Europa spielte man im Anschluss an diese Veröffentlichung u. a. auch als Vorband für die befreundeten Iron Maiden.

Im Anschluss wurde es etwas ruhiger um die Gruppe. Nicko McBrain wechselte zu Iron Maiden, im Austausch dafür begab sich der bis dato bei Iron Maiden spielende Schlagzeuger Clive Burr zu Trust, allerdings nur als Gastmusiker für die Aufnahmen des nächsten Albums.

Dieses erschien 1983 und hatte, wie das erste Album, keinen Titel. Es wird zur Unterscheidung von „Trust I/ L'Elite“ aber oft „Trust IV“ bzw. „Ideal“ genannt, da es sich um das vierte Studioalbum der Band handelte. Im nächsten Jahr erschien die englischsprachige Version des Albums unter dem Titel Mans Trap. Das Album war deutlich kommerzieller als die Vorgänger und verkaufte sich nur mittelmäßig.

Trust nahmen 1984 noch das Album Rock’n’Roll auf, von dem jedoch nie eine englischsprachige Version aufgenommen wurde, denn die Band zerstritt sich im Anschluss an die Aufnahmen und löste sich auf.

Wiedervereinigungen (1988 bis heute)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als im Jahr 1988 die amerikanische Metal-Band Anthrax das Trust-Lied Antisocial coverte und damit sehr erfolgreich war, gab es die erste Wiedervereinigung von Trust. Unter anderem spielte man zwei Konzerte als Special Guest von Iron Maiden beim „Monsters of Rock“-Festival im ausverkauften Pariser Palais Omnisports de Paris-Bercy. Von diesen Auftritten existiert auch ein 1989 veröffentlichtes Livealbum.

In den folgenden Jahren erfolgten alle paar Jahre immer wieder Wiedervereinigungen der Band in verschiedenen Besetzungen rund um „Bernie“ und „Nono“. Es gab Konzerte, Veröffentlichungen von alten und neuen Stücken und anschließende Trennungen. Zur alten Stärke und Kreativität, die Trust zur führenden französischen Hardrock-Größe der frühen 1980er Jahre gemacht hatte, fand die Band nicht wieder zurück.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1979: Trust I (L’elite)
  • 1980: Répression
  • 1980: Repression (englische Version)
  • 1981: Marche ou crève (FR: Doppelgold×2Doppelgold [2])
  • 1982: Savage (englische Version von Marche ou crève)
  • 1983: Trust IV (Ideal)
  • 1984: Man’s Trap (englische Version von Trust IV)
  • 1984: Rock’n’Roll
  • 1992: Prends pas ton flingue
  • 1993: The Backsides (enthält ältere B-Seiten)
  • 1996: Europe et Haines
  • 2000: Ni Dieu ni maître
  • 2008: 13 à table
  • 2009: À l’Olympia
  • 2016: Trust
  • 2018: Dans le même sang
  • 2019: Fils de lutte
  • 2020: Re ci div (4-fach-CD)

Livealben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989 Live: Paris By Night (aufgenommen 1988 in Paris Bercy bei den Monsters of Rock-Festival)
  • 1992 Répression dans l’Hexagone|Live (aufgenommen 1980 während der „Répression dans l’Hexagone“ Tour)
  • 1997 A Live (aufgenommen während der „A Live Tour“)
  • 2000 Still A-live (um sechs Tracks erweiterte Fassung von „A Live“)
  • 2006 Soulagez-vous dans les urnes! (aufgenommen während des „Festival Des Terres Neuvas“ in Bobital am 8. Juli 2006 – enthält Studioversionen)
  • 2009 A l’Olympia Geburtstagskonzert für das 30-jährige Bestehen der Band
  • 2017 Hellfest 2017 (Au nom de la Rage Tour zum 40-jährigen Bestehen)

Zeitleiste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: FR CH
  2. Auszeichnungen für Musikverkäufe: FR

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]