Ts’ilʔos Provincial Park

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Ts’ilʔos Provincial Park

IUCN-Kategorie Ib – Wilderness Area

Das südöstliche Ende des Chilko Lake

Das südöstliche Ende des Chilko Lake

Lage British Columbia (Kanada)
Fläche 2.332,4 km²
WDPA-ID 99756
Geographische Lage 51° 10′ N, 123° 58′ WKoordinaten: 51° 10′ 0″ N, 123° 58′ 0″ W
Ts’ilʔos Provincial Park (British Columbia)
Ts’ilʔos Provincial Park
Einrichtungsdatum 12. Januar 1994
Verwaltung BC Parks gemeinsam mit den ansässigen First Nations

Der Ts’ilʔos Provincial Park ist ein 233.240 Hektar großer Provincial Park in der kanadischen Provinz British Columbia. Der Park liegt in den Coast Mountains, 250 km nördlich von Vancouver und gehört zum Cariboo Regional District.

Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park liegt westlich des Interior Plateaus sowie östlich der, zu den Coast Mountains gehörenden, Chilcotin Ranges und wird durch zwei Zugangsstraßen im nördlichen Parkbereich erschlossen. Die beiden Zugangsstraßen zweigen vom Highway 20 ab.

Der Park wird beherrscht durch den zentral gelegenen Chilko Lake mit seinem Hauptablauf, dem Chilko River sowie den umgebenden Bergen wie dem Mount Tatlow, dem Monmouth Mountain oder dem Good Hope Mountain, mit 3242 m der höchste Punkt im Park.[1]

Bei dem Park handelt es sich um ein Schutzgebiet der Kategorie Ib[2] (Wildnisgebiet).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park wurde im Jahr 1994 eingerichtet und erhielt seinen Namen nach dem Mount Tatlow. In der Sprache der Xeni Gwet'in heißt der Berg Ts’ilʔos, nach einem Mann der bei der Entstehung der Welt versteinerte und nun ihr Volk beschützt.

Wie jedoch bei fast allen Provinzparks in British Columbia gilt auch für diesen, dass er lange bevor die Gegend von Einwanderern besiedelt oder sie Teil eines Parks wurde, sie Siedlungs- und Jagd-/Fischereigebiet verschiedener Stämme der First Nations, hier hauptsächlich vom Volk der Tsilhqot'in, war.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ökosystem von British Columbia wird mit dem Biogeoclimatic Ecological Classification (BEC) Zoning System in verschiedene biogeoklimatischen Zonen eingeteilt. Biogeoklimatische Zonen zeichnen sich durch ein grundsätzlich identisches oder sehr ähnliches Klima sowie gleiche oder sehr ähnliche biologische und geologische Voraussetzungen aus. Daraus resultiert in den jeweiligen Zonen dann auch ein sehr ähnlicher Bestand an Pflanzen und Tieren.[3] Innerhalb dieser Systematik wird das Parkgebiet verschiedenen Zonen zugeordnet. Während der Park im nördlichen und östlichen Bereich eher trocken ist, ist der zentrale Bereich eher feucht. Der südliche Parkbereich mit seinen Gletschern ist alpin. Im Park finden sich die Interior Douglas Fir Zone, die Western Hemlock Zone, die Montane Spruce Zone, die Engelmann Spruce-Subalpine Fir Zone sowie die Alpine Tundra Zone.[4][5]

Benachbarte Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nähe dieses Park befinden sich noch weitere Provincial Parks. Im Südwesten grenzt der Bishop River Provincial Park unmittelbar an. Nordöstlich liegt der Nunsti Provincial Park sowie westlich der Big Creek Provincial Park.

Aktivitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Park verfügt über keine ausgeprägte touristische Infrastruktur. Am Ende der nördlichen Zufahrtsstraße liegt der Gwa Da Ts’ih Campground und am Ende der nordöstlichen Zufahrtstraße der Nu Chugh Beniz Campground.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Good Hope Mountain in der Internetversion der englischen Canadian Mountain Encyclopedia
  2. World Database on Protected Areas – Ts'Il?Os Park (englisch)
  3. Biogeoclimatic Zones of British Columbia. British Columbia Ministry of Forests, Lands and Natural Resource Operations, abgerufen am 19. Mai 2016 (englisch).
  4. Ts’ilʔos Provincial Park Master Plan. (PDF; 1,15 MB) British Columbia Ministry of Environment, Lands and Parks, April 1997, abgerufen am 9. März 2016 (englisch).
  5. Ecosystems of British Columbia. (PDF; 10,31 MB) British Columbia Ministry of Forests, Lands and Natural Resource Operations, Februar 1991, abgerufen am 9. März 2016 (englisch).