Tymbark

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Tymbark
Wappen von Tymbark
Tymbark (Polen)
Tymbark
Tymbark
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Limanowa
Geographische Lage: 49° 45′ N, 20° 19′ OKoordinaten: 49° 45′ 0″ N, 20° 19′ 0″ O
Höhe: 427 m n.p.m.
Einwohner: 2700
Postleitzahl: 34-650
Telefonvorwahl: (+48) 18
Kfz-Kennzeichen: KLI
Wirtschaft und Verkehr
Straße: LimanowaMszana Dolna
Nächster int. Flughafen: Krakau-Balice
Gmina
Gminatyp: Landgemeinde
Fläche: 32,64 km²
Einwohner: 6499
(30. Jun. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 199 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1207122
Verwaltung (Stand: 2012)
Gemeindevorsteher: Lech Nowak
Adresse: Rynek 49
34-650 Tymbark
Webpräsenz: www.tymbark.pl



Tymbark (deutsch Tannenberg) ist ein Dorf in Polen in der Wojewodschaft Kleinpolen.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fluss Łososina und der Bach Słopniczanka fließen durch die Gemeinde. Weiterhin liegt der Ort am Staatsweg Nr. 28 zwischen Limanowa und Mszana Dolna.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Tymbark verdankt seine Existenz Kasimir dem Großen, der 1349 hier eine Pfarrei und eine dazugehörige Kirche gründete. Der Ort wurde Jodłowa Góra (Tannenberg) genannt. Schon drei Jahre später verlieh er dem Ort Stadtrecht. Vermutlich waren die Einwohner zu dieser Zeit hauptsächlich Deutsche (siehe Walddeutsche). Während der zunehmenden Polonisierung kam es zu einer Anpassung des deutschen Namens Tannenberg an die polnische Sprache und so wurde im 16. Jahrhundert das erste Mal der heutige Name Tymbark erwähnt. Zu Beginn des Jahrhunderts wurde die Stadt auch unter direkte Verwaltung des Königs gestellt. Trotz des Stadtstatus war die Stadt sehr von der Landwirtschaft abhängig und auch ihre Struktur war größtenteils dörflich. Ende des 16. Jahrhunderts wurde eine kirchliche Schule und ein Spital errichtet. 1830 kam Tymbark in Privatbesitz und blieb es bis zum Ersten Weltkrieg. In den 1830er Jahren erfuhr die Stadt einen Aufschwung; so vergrößerte sich die Anzahl der Handwerker und auch der Handel belebte sich. 1837 wurde eine Darlehenskasse in Tymbark eröffnet. Es folgten eine Post und der Anschluss an das Schienennetz ChabówkaNowy Sącz. Während des Ersten Weltkrieges zogen russische und österreichische Truppen durch die Stadt. 1934 verlor Tymbark auf Grund einer zu geringen Bevölkerung sein Stadtrecht. Erst von 1947 bis 1957 wurde die Stadt elektrifiziert. Ebenfalls wurde ein Sägewerk errichtet.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche von 1824
  • Die Bergkapelle aus dem 19. Jahrhundert
  • Die Myszkowski-Kapelle von 1875
  • Der Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landgemeinde (gmina wiejska) hat eine Fläche von 32,64 km² auf welcher 6.300 Menschen leben. Zur Gemeinde gehören die Orte Tymbark, Podłopień, Piekiełko, Zamieście und Zawadka.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das größte und bedeutendste Unternehmen des Ortes ist der Obst- und Gemüseverarbeiter Tymbark S.A. Er wurde 1936 als eine Genossenschaft gegründet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Unternehmen 1950 verstaatlicht. Heute zählt es zu den bedeutendsten Lebensmittelproduzenten Polens. Unter anderem werden Obst- und Gemüsesäfte sowie Marmelade produziert und weltweit exportiert. Seit 1999 gehört Tymbark zur Grupa Maspex Wadowice.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Tymbark – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Population. Size and Structure by Territorial Division. As of June 30, 2015. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (ZIP-Ordner mit XLS-Dateien; 7,82 MiB), abgerufen am 28. Mai 2016.