Uferstudios

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Gebäude der Uferstudios

Die Uferstudios in den Uferhallen sind ein Kultur- und Veranstaltungsort für zeitgenössischen Tanz in Berlin. Sie befinden sich am Ufer der Panke im Ortsteil Gesundbrunnen und werden auf dem ehemaligen Gelände der Berliner Straßenbahn-AG von der Tanzfabrik Berlin betrieben.

Die Eröffnung der Uferstudios erfolgte 2010 durch die eigens dafür gegründete Trägergesellschaft „Uferstudios GmbH“ in einem feierlichen Festakt unter Beteiligung des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit. Beteiligt an dem Projekt waren dabei auch die Kulturstiftung des Bundes sowie die Lottostiftung, die 4,3 Millionen Euro für den Umbau bereitstellte.[1]

In den Räumen der Uferstudios stehen 14 Studios und Künstlerateliers internationalen Choreografen, Tänzern und anderen darstellenden Künstlern sowohl für Produktion und Ausbildung als auch für öffentliche Aufführungen zur Verfügung. Neben der Tanzfabrik in zwei Studios, der Informationsbasis des Tanzbüro Berlin, dem ada-Studio und dem neuen Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) mit fünf Studios befinden sich in den Räumen auch eine Mediathek sowie Seminar- und Büroräume. Darüber hinaus finden in den Uferstudios verschiedene Programmreihen sowie die seit 2000 von der Tanzfabrik Berlin veranstaltete Biennale Tanznacht Berlin mit wechselnden Kuratoren statt.[2] In dem Gebäudekomplex befindet sich auch der Piano Salon Christophori.

Das denkmalgeschützte Klinkersteingebäude wurde 1928 im Stil der Neuen Sachlichkeit mit expressiven Motiven nach Plänen des Architekten Jean Krämer errichtet. Zwischen 1873 und 2007 wurde das Gelände durch die Berliner Verkehrsbetriebe und ihre Vorgängerunternehmen als Betriebshof für die Pferdeeisenbahn und die Straßenbahn genutzt.[3]

2017 wurde das Gelände an einen Privatinvestor verkauft.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Uferstudios – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eine Werkstatt hebt ab. Tagesspiegel, 16. Oktober 2010, abgerufen am 5. Dezember 2015.
  2. Uferstudios. Visit Berlin, abgerufen am 5. Dezember 2015.
  3. Eintrag in der Berliner Landesdenkmalliste
  4. Ralf Schönball: Millionendeal in Berlin-Gesundbrunnen: Privatinvestoren kaufen Uferhallen. In: tagesspiegel.de. 23. August 2017, abgerufen am 9. Dezember 2019.

Koordinaten: 52° 33′ 8″ N, 13° 22′ 30″ O