Unbubble

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Unbubble
www.unbubble.eu
Beschreibung Deutsche Suchmaschine
Sprachen 8 Sprachen in 11 Regionen
Erschienen 2014

Unbubble ist eine Metasuchmaschine, die nach eigenen Angaben auf neutrale Suchergebnisse spezialisiert ist. Als weitere Ziele werden auf der Website Transparenz und Datenschutz genannt. Unbubble bezieht die Suchergebnisse anderer Suchdienste und bereitet diese entsprechend auf. Der Name ist eine Anspielung auf die Filterblase (engl. Filterbubble) anderer Suchmaschinen.

Unbubble erschien im April 2014 und weckte im darauf folgenden Juli erstmals das Interesse überregionaler Medien und der Fachpresse.[1][2][3] Seit September 2015 existieren neben der Websuche auch eigene Bereiche für Bilder- und Wissenschaftssuche, ein Jugendschutzfilter, Autocomplete-Suchvorschläge und diverse Konfigurationsmöglichkeiten.[4]

Suchmaschine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ergebnisseite von Unbubble baut sich von oben nach unten aus Blöcken von je drei Suchtreffern auf. Jeder Block stammt aus einer Quelle, die deutlich ausgewiesen wird. Als Quellen dienen sowohl herkömmliche Internet-Suchmaschinen, als auch Info-, News-, Shopping- und Bilderdienste. Neben den Suchergebnissen ermittelt Unbubble die als "Variationen" bezeichneten Suchvorschläge und eine Stichwortwolke. Einige Suchtreffer beinhalten Vorschaubilder und Zusatzinformationen.

Die Suchmaschine bietet neben der normalen Stichwortsuche auch einfache Suchoperatoren (+, - und ""), mit denen die Suche bei Bedarf verfeinert werden kann. Daneben existieren sogenannte Bubble-Tags, mit denen sich Suchanfragen aus der Suchmaske von Unbbuble direkt an externe Dienste wie die Wikipedia oder andere Suchmaschinen richten lassen.[5]

Finanzierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unbubble finanziert sich in der Regel über Spenden[6] und Umsatzprovisionen aus Shopping-Quellen. Die Suchergebnisse der Shopping-Quellen werden Betreiberangaben zufolge nicht bevorzugt oder künstlich geschaltet.[7] Sie unterliegen demnach den Neutralitätskriterien. Die damit einhergehende schwache Trennung vom restlichen Inhalt wurde vereinzelt kritisiert.[1] In der aktuellen Version werden Shoppingergebnisse nurmehr optional angezeigt und sind in der Voreinstellung vollständig von den Websuchergebnissen getrennt.

Suchneutralität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unbubble wirbt mit neutralen Suchergebnissen. Die Suchmaschine verfügt hierzu über Technologie, die das Themenumfeld jeder Suchanfrage individuell ermittelt. Während dieses Verfahrens werden die Quellen nach Neutralität gewichtet und entsprechend sortiert. Das soll dafür sorgen, dass jedes Suchergebnis einen möglichst neutralen Eindruck des Themas vermittelt, also möglichst frei von subjektiven Wertvorstellungen ist.[8]

Datenschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Bezug auf die Enthüllungen von Edward Snowden wirbt die Suchmaschine mit starkem Datenschutz. So werden die Verbindungen zu Unbubble.eu mit SSL gesichert, nach Anbieterangaben keine Nutzungsprofile erstellt und keine Drittdienste wie Social-Media-Widgets oder Werbebanner in die Website eingebunden. Serverstandort ist Deutschland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b ZDF Heute: Unbubble - ein deutsches Anti-Google? (Memento vom 14. Juli 2014 im Internet Archive), vom 13. Juli 2014
  2. Heise online (iX): Unbubble: Suchmaschine sucht außerhalb der Filterblase, vom 2. Juli 2014
  3. Macwelt: Unbubble.eu: Alternative Internetsuche ohne Google, vom 16. Juli 2014
  4. ITespresso: Deutsche Suchmaschine Unbubble erhält umfassendes Update, vom 16. September 2015
  5. Unbubble: Suchtipps
  6. Unbubble: Spendenseite
  7. Unbubble: Wissenswertes über Unbubble
  8. Unbubble: So funktioniert Suchneutralität