Völkerverständigung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter Völkerverständigung versteht man eine tief greifende Kommunikation zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, Kulturkreisen oder anderen vergleichbaren großen Gruppen auf allen Ebenen. Dabei gilt als Ziel, dass durch die Verständigung, Begegnung und interkulturelles Lernen Vorurteile und Grenzen zwischen den verschiedenen Gruppen abgebaut und ein kultureller (und auch wissenschaftlicher) Austausch ermöglicht wird. Dieses Ziel wird von Privatpersonen, Vereinen (UEA) oder auch staatlichen und internationalen Institutionen (UNESCO) verfolgt.

Die Völkerverständigung wird auch als Lösungsansatz für lang andauernde Konflikte verschiedener Ethnien oder religiöser Gruppen gesehen, so zum Beispiel im Bosnien-Herzegowina-Konflikt oder in verschiedenen afrikanischen Konflikten. In solchen Regionen erhofft man sich durch den Abbau des Konfliktpotentials eine stabilisierende Wirkung, die auf Dauer ein friedliches Zusammenleben der unterschiedlichen Gruppen ermöglicht. Dabei werden der Völkerverständigung dienende Projekte meist aus dem Ausland gefördert und unterstützt.

In Deutschland ist die Förderung des Gedankens der Völkerverständigung ein anerkannter gemeinnütziger Zweck (§ 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 13 AO), was auch steuerliche Bedeutung hat.

Als gegen die Völkerverständigung gerichtet fasst man demnach Organisationen und Institutionen auf, die ein friedliches Zusammenleben mit meist gewalttätigen Mitteln zu verhindern versuchen. Dazu zählen vor allem als terroristisch eingestufte Organisationen.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Völkerverständigung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen