Völkerwanderungszeit

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Als Völkerwanderungszeit bezeichnet die ur- und frühgeschichtliche Archäologie eine archäologische Periode der Frühgeschichte Mitteleuropas.[1] Der Völkerwanderungszeit geht die archäologische Periode Römische Kaiserzeit (Barbaricum) voraus, die archäologische Periode Merowingerzeit folgt ihr nach.

In der traditionellen Geschichtsforschung wird als Völkerwanderungszeit die Zeit zwischen dem „Hunnensturm“ nördlich des Schwarzen Meeres im Jahr 375 und der Eroberung Norditaliens durch die Langobarden im Jahr 568 aufgefasst.[2]

Der frühgeschichtliche Begriff Völkerwanderungszeit wird vor allem für Gebiete nordöstlich des römischen Limes verwendet, mit dem Begriff bezeichnet die frühgeschichtliche Archäologie archäologische Funde näher, die in die Zeit der Völkerwanderung im nördlichen Mitteleuropa datieren.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Robert Koch: Bodenfunde der Völkerwanderungszeit aus dem Main-Tauber-Gebiet. De Gruyter, 1967.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Walter Pohl: Die Völkerwanderung. Eroberung und Integration. 2. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart u. a. 2005, ISBN 3-17-018940-9.
  2. Vgl. Magdalena Mączyńska: Die Völkerwanderung. Geschichte einer ruhelosen Epoche im 4. und 5. Jahrhundert. Mannheim 1993, ISBN 3-49-196127-0.