Veoh

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Veoh
Veoh-Logo.svg
www.veoh.com
Beschreibung Videoportal
Sprachen Verschiedene Sprachversionen (u.a. Deutsch)
Eigentümer Dmitry Shapiro, Founder and Chief Innovation Officer
Urheber Ted Dunning
Erschienen Februar 2007

Veoh Networks, Inc., ist eine in San Diego, Kalifornien ansässige Tochterfirma des israelischen Internetunternehmen Qlipso, die einen Internet-TV-Service anbietet. Nutzer können Material der großen Filmproduktionsgesellschaften ansehen sowie unabhängige und eigene Produktionen.

Laut einer Studie von Quantcast.com lag die Besucherzahl von veoh.com 2008 bei etwa 17 Millionen Besuchern monatlich. [1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veoh wurde 2003 von Dmitry Shapiro gegründet. Das Unternehmen brachte im September 2005 eine erste Version auf den Markt und startete im März 2006 seine Beta-Version. Offiziell ging Veoh (nach der Beta-Version) im Februar 2007 an den Start. Veoh hat etwa 40 Millionen Dollar an Investitionen erhalten. Wichtige Investoren sind Time Warner, Michael Eisner’s Tornante Company, Spark Capital, Shelter Capital Partners, Tom Freston's Firefly3 LLC und Jonathan Dolgen. [2]

2008 gewann das Unternehmen einen Rechtsstreit gegen die Io Group, in dem es um das unerlaubte zur Verfügung stellen von urheberrechtlich geschütztem Videomaterial ging. Den Richtern zufolge habe Veoh genügend Maßnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen ergriffen, um Ausnahmebestimmungen des Digital Millennium Copyright Act in Anspruch nehmen zu dürfen. Diese Rechtsprechung wird als wegweisend für die Entscheidung im Rechtsstreit zwischen Viacom und Google angesehen, in dem die gleiche Frage beantwortet werden soll. [3][4] Ähnliche Rechtsstreitigkeiten gegen die Universal Music Group wurden im Januar und September 2009 ebenfalls zugunsten Veohs entschieden.[5]

Die zwei Jahre lang anhaltenden Prozesse führten unter anderem dazu, dass Veoh im Februar 2010 die Insolvenz nach Chapter 7 anmelden musste.[6] Im selben Jahr wurde Veoh dann für einen unveröffentlichten Betrag von dem israelischen Internetunternehmen Qlipso erworben.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • veoh.com – internationale Website von Veoh

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Veoh attracts approximately 19M visitors online monthly
  2. Veoh relaunches powerful video sharing service, 12. Februar 2007.
  3. The Wall Street Journal vom 29. August 2008.
  4. ZDNet vom 28. August 2008.
  5. Golem.de: Universal Music unterliegt Veoh erneut vor Gericht. 16. September 2009.
  6. Golem.de: Veoh ist Pleite. 12. Februar 2010.
  7. Don Reisinger, Florian Kalenda: Qlipso übernimmt Veoh und baut Social-Video-Site auf ZDNet.de am 8. April 2010