Verein für Konsumenteninformation

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Logo des VKI

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI)[1] ist eine österreichische gemeinnützige Verbraucherschutzorganisation, deren Ziele die unabhängige und objektive Konsumenteninformation sowie die Förderung von Verbraucherinteressen sind. Er wurde 1961 gegründet, hat seinen Sitz im 6. Wiener Gemeindebezirk Mariahilf und beschäftigt 91 Mitarbeiter (Stand Dezember 2005).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein wurde Anfang 1961 von den österreichischen Sozialpartnern gegründet. Vorerst führte der Verein nur ein Beratungszentrum in der Mariahilfer Straße in Wien. Noch im selben Jahr wurde auf Initiative des Mitarbeiters (und späteren Geschäftsführers) Fritz Koppe erstmals das Testmagazin Konsument herausgegeben, obwohl anfänglich der Vorstand skeptisch war, da er die Herausgabe eines Monatsmagazins für finanziell riskant hielt. Seit 1975 gehört auch die Republik Österreich als außerordentliches Mitglied dem Verein an.

Der Verein betreibt im Auftrag der Europäischen Kommission das Europäische Verbraucherzentrum Österreich am selben Standort.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der VKI setzt sich aus einem ordentlichen Mitglied und der Republik Österreich als außerordentlichem Mitglied wie folgt zusammen:[2]

Der Eigenfinanzierungsanteil des Vereins liegt bei rund 72 %, Haupteinnahmequelle ist der Verkauf von Publikationen. Die restlichen 28 % steuern die Vereinsmitglieder bei.[3]

Im Dezember 2016 löste der ÖGB seine Vereinsmitgliedschaft auf.[4] Zuvor sind Wirtschaftskammer und Landwirtschaftskammer nach über 52 Jahren Mitgliedschaft aus dem Verein ausgetreten.[5]

Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abgesehen von den in der Zeitschrift „Konsument“ (und den Spezial-Publikationen) veröffentlichten Tests und Informationen bietet der VKI Vorträge und persönliche bzw. telefonische Beratung an.

Aufgrund vieler vom VKI geführter Musterprozesse und der Einbringung von Verbandsklagen ist der Verein letztlich auch an der Weiterentwicklung der österreichische Rechtsprechung beteiligt.

Der Verein erstellt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz den jährlichen „Bericht zur Lage der VerbraucherInnen“, der auch dem österreichischen Parlament vorgelegt wird.

Internationale Kooperationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitgliedschaften bei internationalen Organisationen und Dachverbänden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Association de Normalisation Européenne pour les Consommateurs (Verbraucherinstitution im Normungswesen)
  • Europäischer Verbraucherverband (Konsumenten-Interessensvertretung der EU)
  • Consumers International (Weltweite Interessensvertretung von Verbrauchern)
  • TransAtlantic Consumer Dialogue (Diskussionsforum europäischer und amerikanischer Konsumenten-Organisationen)

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom VKI wird die Zeitschrift Konsument herausgegeben, die teilweise (für Abonnenten vollständig) als Onlineausgabe verfügbar ist.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Registriert im Zentralen Vereinsregister (ZVR) unter Zahl: 389759993
  2. Impressum - Akteure, Verantwortung, Rechte, konsument.at, abgerufen am 16. Juli 2014
  3. www.konsument.at: Finanzielle Lage
  4. derStandard.at - ÖGB ist nicht mehr Mitglied des VKI. Artikel vom 2. November 2016, abgerufen am 2. November 2016.
  5. NÖN: Sozialpartner verlassen den VKI. Artikel vom 23. März 2014, abgerufen am 2. November 2016.