Verkehrstheorie

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Die Verkehrstheorie ist ein Teilgebiet der Nachrichtentechnik. Sie untersucht das Verhalten von Nachrichtenquellen und die Wechselwirkung dieses Verhaltens mit den nachrichtentechnischen Anlagen. Am anschaulichsten lassen sich die Begriffe der Verkehrstheorie am Beispiel des Fernsprechens erläutern, die Gesetzmäßigkeiten gelten aber auch für den Datenverkehr.

Fernsprechteilnehmer versuchen zu unterschiedlichen Zeiten Verbindungen zueinander aufzunehmen. Aus Sicht eines Beobachters sind diese Versuche meist zufällig, sie erzeugen eine gewisse Verkehrsmenge Y. Wird diese Verkehrsmenge auf eine bestimmte Zeitdauer bezogen, nennt man sie auch Angebot A. Aus wirtschaftlichen Gründen können die nachrichtentechnischen Anlagen nicht so dimensioniert werden, dass jedes denkbare Angebot auch sofort verarbeitet wird. Die Verkehrstheorie definiert nun verschiedene Begriffe, mit deren Hilfe die Anlagen so dimensioniert werden können, dass die Blockierungen ein vertretbares Maß nicht überschreiten. Die Festsetzung dieses Maßes ist willkürlich. Folgende Größen spielen für die Berechnungen eine Rolle: Verkehrswert, Bündel (Nachrichtentechnik), Hauptverkehrsstunde, Leistung, Verlust, Verkehrsmodell. Die Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollzähligkeit. Ein Teil dieser Prozesse kann auch durch die Warteschlangentheorie abgebildet werden.