Verklausung

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Wien, Schwarzenberg­brücke mit Hochwasser-Verklausung (1897)

Unter Verklausung wird der teilweise oder vollständige Verschluss eines Fließgewässerquerschnittes infolge angeschwemmten Treibgutes oder Totholzes verstanden. Dadurch wird das Wasser aufgestaut, was zu schnell und stark steigenden Wasserständen oberhalb des Abflusshindernisses führt. Das Wasser versucht nun, das Abflusshindernis zu über- oder umströmen. Die Folgen können Ausuferungen und/oder Überschwemmungen sein. Verklausungen bilden sich vorwiegend an Gewässerengstellen, wie verrohrten Bachstrecken, Durchlässen oder zwischen Brückenpfeilern.[1] Besonders gefürchtet sind Verklausungen in Hochwasserentlastungsanlagen von Talsperren oder in deren Grundablässen.

Der Wortstamm verweist auf die Klause, einen besonders engen und steilen Abschnitt in einem Flusstal.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor Strobl, Franz Zunic: Wasserbau: Aktuelle Grundlagen – Neue Entwicklungen, Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 978-3-540-22300-9

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Strobl Zunic, Seite 589