Virtual Hosting

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Virtual Hosting ist, ähnlich wie Hosting, der Betrieb von Internetanwendungen auf einem aus dem Internet erreichbaren Server. Beim virtuellen Hosting stellt ein physischer Server allerdings mehrere logisch voneinander getrennte Hostingmöglichkeiten bereit.

Dieses Verfahren wird oft von Internetanbietern verwendet, um auf einem physikalischen Server mehrere getrennte Kundenumgebungen anbieten zu können. Jeder virtuellen Hostingumgebung stehen dafür festgelegte Ressourcen (wie Festplattenplatz, Arbeitsspeicher oder Rechenleistung) des physikalischen Servers zur Verfügung. Wie viel Ressourcen dem Nutzer in einer virtuellen Hostingsumgebung zur Verfügung stehen, legt der entsprechende Anbieter fest. Üblicherweise können entsprechende Pakete gebucht werden und bieten mehr oder weniger Ressourcen zu unterschiedlichen Preisen an.

Im Unterschied zu virtuellen Maschinen hat der Kunde beim virtuellen Hosting meistens keinen Zugriff auf das Betriebssystem des Servers.

Damit Kunden auf ihrer gebuchten virtuellen Hostingumgebung ihre Internetanwendungen einrichten und betreiben können, stellen die meisten Anbieter webbasierte Kundenportale zur Verfügung. Klassische Möglichkeiten sind das Verwalten von Dateien auf ihrem Webspace und die Einrichtung von Datenbanken.

IP oder namensbasiertes Virtual Hosting[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Üblicherweise greifen Anwender per sprechendem DNS-Namen auf Internetanwendungen zu, anstatt die IP-Adresse eines einzelnen Webservers anzugeben. Bei virtuellem Hosting sind jedoch mehrere logische Hostingumgebungen unter eine IP-Adresse erreichbar. In diesem Fall ist der Aufruf per IP-Adresse nicht eindeutig, sodass der Server die Anfrage nicht zuordnen kann. Daher erfolgt der Zugriff auf eine virtuelle Hostingumgebung per DNS-Name. Dieser wird zuerst auch auf die, nicht eindeutige, IP-Adresse per DNS aufgelöst. Jedoch beinhaltet die Anfrage an den Server auch den sprechenden Hostnamen im HTTP-Header. Aufgrund der Eindeutigkeit zwischen IP-Adresse und DNS-Name kann der Server die Anfrage zur Bearbeitung an die richtige virtuelle Hostingumgebung weiterleiten.

Sollte der Anwendungszweck eine eigene und exklusive IP-Adresse erfordern, so bildet ein virtueller Server eine mögliche Alternative.