Vision (Thomas Mann)

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Vision ist eine Prosaskizze von Thomas Mann – im Jahr 1893 für die Lübecker Schülerzeitschrift „Der Frühlingssturm“ geschrieben.

Inhalt[Bearbeiten]

In diesem Text geschieht nicht viel. Der Blick des Erzählers ist es, der auf die mit einem Ring geschmückte Hand der jungen Dame gerichtet ist. Der Erzähler kühlt sein heißes Blut ab, indem er von Damast fabuliert und von einem Kristallkelch – Requisiten, die von Fotos wilhelminischer Wohnzimmer her bekannt sind. Was aber zeitlos ist, löst eine Gefühlsregung des Erzählers aus. Das ist ein Pulsieren und Pochen nahe bei der Ader auf dem nackten Unterarm inklusive zarter Hand in jenem Zimmer. Ja, verlorene Mädchenliebe ist gewisslich welterschütternd. Immerhin kann der Erzähler am Ende über die verlorene Liebe zu einem Mädchen weinen, den Tränen freien Lauf lassen.

Anmerkung[Bearbeiten]

Hermann Kurzke weist auf den Einfluss der Wiener Symbolisten hin. Die Wiener haben die „minuziöse Empfindungsanalyse“ nach Hans R. Vaget von den Franzosen.

Verwendete Ausgabe[Bearbeiten]

  • „Thomas Mann: Vision. Prosa-Skizze.“ S. 7–8 in Sämtliche Erzählungen. Band 1. S. Fischer Verlag, Frankfurt 2002 (8. Aufl.), ISBN 3-10-348115-2

Literatur[Bearbeiten]