Witali Wsewolodowitsch Manski

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Vitaliy Manskiy 2010 Moscow.jpg
Witali Wsewolodowitsch Manski
Вита́лий Все́володович Ма́нский
Transl.: Vitalij Vsevolodovič Manskij
Transkr.: Witali Wsewolodowitsch Manski
Witali Wsewolodowitsch Manski
Віталій Всеволодович Манський
Transl.: Vìtalìj Vsevolodovič Mansʹkij
Transkr.: Witalij Wsewolodowytsch Manskij

Witali Wsewolodowitsch Manski (auch Vitali Manski, englisch Vitaly Mansky, lettisch Vitālijs Manskis; * 2. Dezember 1963 in Lwiw, Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik) ist ein russischer Dokumentarfilmregisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manski ist in Lwiw geboren und aufgewachsen. Von 1982 bis 1990 studierte er am Moskauer Gerassimow-Institut für Kinematographie, Abteilung Kamera. Unter dem Eindruck der Ereignisse um die Annexion der Krim siedelte er 2014 von Russland nach Riga um, wo er seitdem lebt.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Manskis besonderes Interesse gilt der Dokumentation des Lebens in Regimen. Mehrere seiner Filme, zuletzt Im Strahl der Sonne, thematisieren Freiheit und ihre Beschränkungen. Als Regisseur hat Manski mehr als 30 Filme realisiert. Außerdem wirkte er als Produzent, u. a. bei Filmen der Regisseure Alexander Rastorgujew und Sergei Loznitsa.

Seit 1996 sammelt Manski im Rahmen eines groß angelegten Archivprojekts Amateuraufnahmen aus der ehemaligen Sowjetunion. Zweck des Archivs ist es, das audiovisuelle Gedächtnis des privaten Lebens in der UdSSR zu bewahren.

Filmografie (als Regisseur, Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vitali Manski erhielt für seine Filme mehr als 100 internationale Auszeichnungen und Preise, unter anderem:

  • Für Jungfräulichkeit (2008)
    • Hauptpreis beim IFF Huesca/Spanien
  • Für Broadway. Schwarzes Meer (2002)
    • Preis der SRG SSR Idée Suisse beim Festival „Visions du Réel“, Nyon/Schweiz
    • Giampaolo-Paoli-Preis beim Festival dei Popoli, Florenz/Italien
  • Für Private Chroniken. Monolog (1999)
    • Don Quichotte Preis der Internationalen Gesellschaft der Filmklubs (Int. Federation of Film Societies – FICC), vergeben während Dok Leipzig
  • Für Bliss (1995)
    • Preis in der Kategorie Kurzfilm, Visions du Réel, Nyon/Schweiz
    • Golden Spire, San Francisco IFF
    • Jurypreis und Preis der Ökumenischen Jury, Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
  • Für Schnitte eines weiteren Krieges (1993)
    • Silberne Taube, Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
    • Europäischer Preis für den neuen Kinodokumentarfilm
  • Für Lenins Körper
    • Beste Regie, Locarno/Schweiz

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Witali Manski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Webseite Black Nights Festival, abgerufen am 9. März 2016.
  2. Webseite Dok-Festival Jihlava, abgerufen am 9. März 2016.
  3. Filmpreis-Infoseite Awardsandwinners.com, abgerufen am 10. März 2016.
  4. a b Kinotavr-Festival-Webseite, abgerufen am 10. März 2016.
  5. Webseite des IFF Karlovy Vary, abgerufen am 10. März 2016.
  6. englischsprachiger Blog für osteuropäische Kultur, abgerufen am 10. März 2016.
  7. Webseite des LET'S CEE Festival, abgerufen am 10. März 2016.
  8. Dok Leipzig Festival-Webseite, abgerufen am 10. März 2016.
  9. ARD/MDR-Pressemitteilung, abgerufen am 10. März 2016.
  10. ZagrebDox Festival-Webseite, abgerufen am 10. März 2016.
  11. Webseite des Pelicam Festival (Memento vom 9. März 2016 im Internet Archive), abgerufen am 10. März 2016.
  12. Barbarians from Romania win the 53rd Karlovy Vary IFF. Abgerufen am 10. Juli 2018.