Volksbühne

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Eine Volksbühne ist in Deutschland ein Verein, der seinen Mitgliedern gegen einen Mitgliedsbeitrag Theaterbesuche zu ermäßigten Preisen ermöglicht. So wollte man früher größeren Volkskreisen den Zugang zu guten Theaterstücken möglich machen.

Der Ursprung der Volksbühnen-Bewegung liegt in Berlin im ausgehenden 19. Jahrhundert. 1890 wurde dort die Freie Volksbühne mit dem Ziel gegründet, überwiegend Arbeitern Theaterbesuche zu ermöglichen und so das bis dahin vom Bürgertum gehaltene Bildungsmonopol zu durchbrechen. Ein Vorläufer dieser Bewegung war die Freie Bühne, die 1889 von Theaterkritikern und Schriftstellern in Berlin gegründet wurde.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die existierenden Volksbühnen wie auch viele Arbeitervereine gleichgeschaltet. In der Nachkriegszeit gründeten sich vielerorts die Volksbühnen neu. Der Verband der deutschen Volksbühnenvereine bestand 1920–1933. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist er für die Bundesrepublik Deutschland 1948 wiedergegründet worden. 1919 entstand der Bühnenvolksbund auf christlicher Grundlage. 1939 wurde er aufgelöst und 1948 in Bonn als Bund der Theatergemeinden wiedergegründet. Die Jugendgruppen der Volksbühnen, darunter die Jugendkulturringe sind bestrebt, die Jugend an das Theater heranzuführen.

Neben den Volksbühnen existieren auch Theatergemeinden in mehreren Städten, die sich zum Grundgedanken der Volksbühnenbewegung bekennen und ihren Mitgliedern Karten zu sozialverträglichen Preisen anbieten. In Österreich werden als Volksbühnen auf volkstümliche Stücke spezialisierte Theater bezeichnet, die sich vor allem im 18. und 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten.

Ensembles und Betriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volksbühne nennen oder nannten sich:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ensemble - NN Theater Neue Volksbühne Köln. Abgerufen am 15. Februar 2017 (deutsch).