Volksbank Kraichgau

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Logo der Genossenschaftsbanken  Volksbank Kraichgau eG
Filiale Wiesloch
Hauptstelle Wiesloch

Hauptstelle Sinsheim
Hauptstelle Sinsheim

Staat DeutschlandDeutschland Deutschland
Sitz Wiesloch und Sinsheim
Rechtsform Eingetragene Genossenschaft
Bankleitzahl 672 922 00[1]
BIC GENO DE61 WIE[1]
Verband Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V.
Website www.vbkraichgau.de
Geschäftsdaten 2019[2]
Bilanzsumme 4,730 Mrd. Euro
Einlagen 4,019 Mrd. Euro
Kundenkredite 3,087 Mrd. Euro
Mitarbeiter 586
Geschäftsstellen 2 Hauptstellen, 41 Filialen
Mitglieder 60.814
Leitung
Vorstand Matthias Zander (Sprecher)
Thomas Geier (stv. Sprecher)
Klaus Bieler
Aufsichtsrat Otto Steinmann (Vors.)
Liste der Genossenschaftsbanken in Deutschland

Die Volksbank Kraichgau eG ist eine deutsche Genossenschaftsbank in Baden-Württemberg. Sie gehört dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) und dessen Sicherheitseinrichtung an. Ihre beiden Hauptsitze sind in Wiesloch und Sinsheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung der Bank liegt im Jahr 1867 in den Gründungen des Vorschuss-Vereins Wiesloch sowie der Volksbank Eppingen. Die aktuelle Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim ist jedoch das Ergebnis aus mehreren Fusionen, die seit 1947 stattgefunden haben.

Die Volksbank Bad Rappenau verschmolz damals mit der Spar- und Darlehenskasse Babstadt und 1952 mit der Spar- und Darlehenskasse Obergimpern. 1971 und 1979 kamen mit den Raiffeisenbanken Siegelsbach und Fürfeld weitere Banken hinzu.

Parallel dazu fusionierte 1972 die Volksbank Sinsheim mit den Raiffeisenbanken aus Adersbach/Ehrstädt, Waldangelloch, Steinsfurt/Rohrbach, Dühren und Hoffenheim. 1976 und 1980 folgten die Raiffeisenbanken Angelbachtal und Eschelbach.

Die erste große Fusion konnte dann im Jahr 1997 zwischen der Volksbank Sinsheim und der Volksbank Bad Rappenau stattfinden. Daraus entstand die Volksbank Sinsheim-Bad Rappenau.

Die zweite große Fusion, die zur Volksbank Kraichgau führte, erfolgte im Jahr 2001 zwischen der Volksbank Sinsheim-Bad Rappenau und der Volksbank Eppingen (Entstanden durch die Zusammenschlüsse im Jahr 1972 zwischen den Raiffeisenkassen aus Mühlbach, Kleingartach, Elsenz und Adelshofen).

Die dritte große Fusion fand im Jahr 2008 statt. Hier integrierte die Volksbank Wiesloch die Volksbank für das Angelbachtal:

Diese entwickelte sich vor allem durch die Fusionen der Volksbank für das Angelbachtal/Mühlhausen und der Volksbank Rauenberg in 1987, sowie der späteren Verschmelzung mit der Volksbank Rettigheim-Malschenberg im Jahr 2000.

Die Volksbank Wiesloch bildete sich in ihren letzten Jahren durch zwei Zusammenführungen. 1990 fusionierte die Spar- und Kreditbank Wiesloch mit der Volksbank Wiesloch und im Jahre 2000 die Volksbank Wiesloch mit der Volksbank Leimen-Sandhausen.

Im Jahr 2010 kam es zur vierten großen Fusion der Volksbank Wiesloch mit der Volksbank Kraichgau zur Volksbank Kraichgau Wiesloch-Sinsheim. Im Jahr 2017 änderte die Bank ihre Firma in Volksbank Kraichgau eG.

Am 27. Juli 2018 wurde in einer Presseerklärung die Fusionsabsicht zwischen der Volksbank Kraichgau und der Raiffeisenbank Kraichgau bekanntgegeben. Der Grundstein war zuvor in einer von den Vorstandsmitgliedern erarbeiteten Absichtserklärung gelegt worden, nachdem die Aufsichtsratsgremien beider Häuser die Vorstandsmitglieder zur Aufnahme von Verschmelzungsgesprächen autorisiert hatten.[3]

Die Volksbank Kraichgau eG und die Raiffeisenbank Kraichgau eG wurden am 8. Juli 2019 in das Genossenschaftsregister als Volksbank Kraichgau eG eingetragen.

Am 29. Mai 2020 wurde in einer Presseerklärung die Fusionsabsicht zwischen der Volksbank Kraichgau und der Volksbank Bruhrain-Kraich-Hardt bekanntgegeben.[4] Der Grundstein war zuvor in einer von den Vorstandsmitgliedern erarbeiteten Absichtserklärung gelegt worden, nachdem die Aufsichtsratsgremien beider Häuser die Vorstandsmitglieder zur Aufnahme von Verschmelzungsgesprächen autorisiert hatten.

Volksbank Kraichgau Stiftung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank Kraichgau Stiftung wurde mit einem Gründungskapital von 500.000 Euro im Februar 2012 gegründet. Mit den 500.000 Euro will die Stiftung größere gemeinnützige Projekte unterstützen. Durch die Möglichkeit, mit dieser Stiftung auch andere Stiftungen treuhänderisch verwalten zu können, kann jeder Interessent mit Hilfe der Volksbank Kraichgau seine eigene Stiftung gründen. Im Jahr 2015 wurde das Stiftungskapital um weitere 400.000 EUR auf 1.150.000 EUR erhöht.

Vorsitzender ist Thomas Geier.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volksbank Kraichgau bildet junge Menschen in den Berufsbildern Bankkaufmann (w/m), Finanzassistent (w/m) und Bachelor of Arts (DHBW) Fachrichtung Banken oder Finanzdienstleistungen aus. Eine enge Zusammenarbeit zwischen der Bank und den Schulen – ergänzt durch vielfältige Angebote im Rahmen des innerbetrieblichen Unterrichts – ermöglicht eine fundierte Ausbildung der Jugendlichen in Bezug auf fachliche wie soziale Kompetenzen.

Tochterunternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kraichgau Immobilien GmbH
    Die Kraichgau Immobilien GmbH ist eine Tochter der Volksbank Kraichgau eG. Sie befasst sich im Wesentlichen mit dem Verkauf und der Vermittlung von Immobilien.
  • Kraichgau Reisen GmbH
    Auch die Kraichgau Reisen GmbH ist ein Tochterunternehmen, das zur Volksbank Kraichgau eG gehört. Das Hauptgeschäft liegt in der Beratung von weltweiten Reisen. Das Tochterunternehmen ist mit drei Standorten in Sinsheim, Eppingen und Bad Rappenau vertreten.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Jahresbericht 2019
  3. Absichtserklärung zur Fusion
  4. Im Kraichgau steht eine Volksbanken-Fusion an, auf rnz.de, abgerufen am 6. Januar 2020

Koordinaten: 49° 17′ 29,8″ N, 8° 41′ 52,8″ O