Vollzeitäquivalent

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Das Vollzeitäquivalent (Abkürzung: VZÄ) oder Vollbeschäftigtenäquivalent gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personalbelegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben. Der entsprechende Anglizismus FTE (englisch full time equivalent) wird auch im deutschen Sprachraum häufig verwendet.

Berechnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beispiel:

1 Vollzeitkraft mit 39 Stunden 1 Teilzeitkraft mit 29 Stunden 1 Teilzeitkraft mit 10 Stunden

Vollzeitäquivalent = (39 + 29 + 10) / 39

Vollzeitäquivalent = 78 / 39 = 2,0

Die Anzahl der Erwerbstätigen sagt allein noch nichts über den tatsächlichen Arbeitsumfang aus. Durch die Zunahme von Teilzeitbeschäftigung bleibt die Entwicklung der Vollzeitäquivalente hinter der Anzahl der Beschäftigten zurück.[1]

Vollzeitäquivalent (Deutschland)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Vollzeitäquivalente in Deutschland[2]

Das Vollzeitäquivalent ist eine Kennzahl, die unter anderem im Personalmanagement zur Anwendung kommt. Es gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personalbelegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben. Es handelt sich um eine hypothetische Größe, die besagt, wie hoch die Zahl der Erwerbstätigen wäre, wenn es nur Vollzeitarbeitsplätze gäbe.[3]

Als weitere Begriffe sind Vollbeschäftigteneinheit (VBE oder VbE), Vollzeit-Arbeitskraft, Vollzeitmitarbeiter, Vollkraft, Mitarbeiteräquivalent (MÄ) oder auch Mitarbeiterkapazität (MAK) in Gebrauch. Bei der Personalschlüsselberechnung in Kindertageseinrichtungen werden das Vollzeitbeschäftigungsäquivalent und das Vollzeitbetreuungsäquivalent verwendet.[4]

Der Ausdruck VZÄ oder FTE bildet somit eine etablierte und standardisierte Vergleichsgröße (Indikator für zum Beispiel Benchmarking).

Vollbeschäftigtenäquivalent (Österreich)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Vollbeschäftigtenäquivalent (Abkürzung: VBÄ) ist in Österreich eine Maßzahl zur Definition der höchstzulässigen quantitativen und qualitativen Personalkapazität des Bundes (Personalstand).

In Österreich ist es im § 44 Bundeshaushaltsgesetz (Personalplan) definiert.[5] Eine Planstelle ermächtigt zur Beschäftigung von Personal im Ausmaß von bis zu einem Vollbeschäftigtenäquivalent. Somit können durch Teilzeitdienstverträge auch mehr Personen als Planstellen im Personalstand sein.

Das Vollbeschäftigtenäquivalent kann als Beschäftigungsausmaß bzw. die Summe der Beschäftigungsausmaße eines Planstellenbereiches in Prozent geteilt durch 100 berechnet werden.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt: ebd. Abschnitt 3, Schaubild 3
  2. Datenquelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Durchschnittliche Arbeitszeit und ihre Komponenten (Stand: 8. März 2016)
  3. Statistisches Bundesamt: "Statistische Messung des Arbeitseinsatzes", Abschnitt 4, Seite 1062
  4. Der Personalschlüssel in Kindertageseinrichtungen. Statistisches Bundesamt, 2012, S. 5 (Methodik der neuen Personalschlüsselberechnung), abgerufen am 10. März 2016.
  5. Bundesgesetz über die Führung des Bundeshaushaltes 2013
  6. Verordnung betreffend Informationen über den Personalaufwand und das Controlling im Bereich der Landeslehrer