Volumenprozent

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Physikalische Einheit
Einheitenname Volumenprozent
Einheitenzeichen \mathrm{\% \; vol., Vol.}\text{-}\mathrm{\%}
Physikalische Größe(n) Volumenanteil
Formelzeichen \mathrm{p v}
Dimension \mathsf{\frac{m^3}{m^3} = \frac{L}{L} = 1}
In SI-Einheiten \mathrm{}
Siehe auch: Prozent

Volumenprozent oder Volumprozent (Abk. % vol., Vol.-%[1] oder % v/v) bezeichnet das Maß für den Anteil eines Stoffes an einem Gemisch bezogen auf das Volumen. Weicht die Dichte des Stoffes von derjenigen des Gemisches ab, unterscheidet sich dieser Volumenanteil damit auch stets vom massebezogenen Massenanteil.[2]

Rechtsgrundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Volumenprozent geht auf die Ausgabe der DIN 1310 Gehalt von Lösungen vom April 1926 zurück und ist heute veraltet, da es nicht mehr den einschlägigen Normen wie der DIN 5477 Prozent, Promille vom Februar 1983, der DIN 1310 Zusammensetzung von Mischphasen vom Februar 1984 und der ISO 31-0 Quantities and units – Part 0: General principles aus dem Jahr 1992 entspricht. Statt 35,2 Vol.-% soll daher heutzutage formuliert werden: Der Volumenanteil beträgt 35,2 %, es sei denn, dass dabei die Volumenkonzentration gemeint ist.

Der vorige Absatz bedarf einer Überarbeitung: Veraltet“ macht ratlos angesichts dessen, dass aktuelle Verordnungen wie die im Dezember 2014 in Kraft getretene Lebensmittel-Informationsverordnung und § 130 des Branntweinmonopolgesetzes die Angabe des Alkoholgehalts in Volumenprozent vorschreiben bzw. ausschließlich darauf Bezug nehmen. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Anwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der folgende Satz ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Welche Rolle spielen Volumenprozent bei Gehaltsangaben, wenn es nicht um den Alkoholgehalt von Getränken geht?

Anwendung findet die Angabe vor allem bei Flüssigkeitsgemischen. Das prominenteste Beispiel dürfte der Alkoholgehalt von Getränken sein, der immer in Volumenprozent angegeben wird. Die EU-Verordnung 1169/2011 schreibt vor, dass bei Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent im Allgemeinen der vorhandene Alkoholgehalt in Volumenprozent anzugeben ist.[3] Die vorgeschriebene Angabe lautet „% vol.“. Dieser Angabe darf das Wort „Alkohol“ oder die Abkürzung „Alk.“ vorangestellt werden.[4]

Die voranstehenden Angaben über Alkohol/Ethanol sind nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.
Laut Artikel Volumenkonzentration geben Etiketten alkoholischer Getränke mit Volumenprozent anders als hier für den allgemeinen Fall angegeben nicht den Volumenanteil, sondern die Volumenkonzentration an, s. a. Alkoholgehalt#Gesetzliche Kennzeichnungspflicht und Diskussionsseite. Die angeführte EU-Lebensmittelverordnung erwähnt „Volumenkonzentration“ in Abs. 12 der Präambel, „Volumenanteil“ in Anhang III, sonst nur „Alkoholgehalt“ und „Volumenprozent“ ohne Erläuterung (bis auf „Bestimmung bei 20°C“; Art. 9 und 28 sowie Anhang XII), sie belegt also gerade nicht, dass Alkohol ein Beispiel des allgemeinen Falls wäre, möglicherweise ist Alkohol/Ethanol eher eine Ausnahme von der angegebenen Regel.

Da der Alkohol selbst eine relativ geringe Dichte von nur ca. 0,79 kg/l aufweist, die restlichen Zutaten dagegen meist eine von 1,0 kg/l oder mehr, ist der Unterschied zum Massenanteil ggf. beträchtlich.

Ebenfalls Anwendung findet die Angabe immer noch im Bereich von Gasgemischen bzw. Gaskonzentrationen. Beispielsweise werden der Methananteil im Erdgas oder auch die Explosionsgrenzen, d. h., der minimal oder maximal erforderliche Anteil eines explosionsfähigen Gases in Luft, in „Vol.-%“ angegeben.

Alkoholische Getränke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einigen Ländern wurde früher das Volumenprozent bei der Angabe des Alkoholgehaltes auch als Grad Tralles, benannt nach dem deutschen Physiker Johann Georg Tralles oder als Grad Gay-Lussac, benannt nach dem französischen Physikochemiker Joseph Louis Gay-Lussac, bezeichnet.

Der Rest des Abschnitts bedarf einer Überarbeitung: Die folgende Tabelle und Literaturangabe dürfte hier fehl am Platze sein (in einen anderen Artikel zu verlegen), denn die Autoren geben an, man erhalte die Massenkonzentration g/l durch Multiplikation der Vol.-%-Angabe mit der Dichte von Ethanol. Dies trifft nur bei der Auffassung von „Volumenprozent“ als Volumenkonzentration im Gegensatz zu Volumenanteil am Anfang des Artikels zu. Mit dem Näherungswert von 0,8 für 0,7893 ergäben sich im Falle 40-%iger Spirituosen 330 g/l statt der angegebenen 320 g/l. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Volumenprozent einiger alkoholischer Getränke[5]
Getränk Alkoholgehalt
in Volumenprozent
Alkoholfreies Bier 0,3–0,5
Leichtbier 2,3–2,8
Untergäriges Bier (Pils) und obergäriges Bier (Kölsch, Altbier) 4,5–5,4
Exportbier 4,8–5,5
Bockbier 5,5–11,7
deutsche Tafelweine 7–10
Spätlesen 9–12
Burgunder, Bordeaux 10–13,5
Champagner, Sekt 8,9–12,8
Wermut 14
Sherry, Portwein, Samos 15–19
Weinbrand 38–42
Likör 30–45
Rum 38–80
Klosterfrau Melissengeist 79

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volumenprozent. In: Duden. Bibliographisches Institut, abgerufen am 18. September 2015.
  2. Zusammensetzungsgrößen In: Fachlexikon ABC Chemie. 3. überarb. Auflage. Verlag Harri Deutsch, Thun / Frankfurt/Main 1987
  3. Art. 9 Abs. 1 Buchst. k, i.V.m. Art. 28 Abs. 1 Lebensmittelinformationsverordnung. (PDF) eur-lex.europa.eu
  4. Anhang XII Lebensmittelinformationsverordnung. (PDF) eur-lex.europa.eu
  5. Manfred Singer, Stephan Teyssen: Alkohol und Alkoholfolgekrankheiten: Grundlagen – Diagnostik – Therapie. 2005, S. 552