Voortrekker

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Das Voortrekkerdenkmal in Pretoria

Als Voortrekker (Afrikaans/Niederländisch „Vorausziehende“) bezeichnet man die burischen Bewohner der Kapregion, die nach der britischen Annexion der Kapkolonie ab 1835 im Großen Treck in Richtung Nordosten auswanderten und dort die Burenrepubliken (Transvaal, Oranje-Freistaat, Natalia und einige weitere kleinere Staaten) gründeten.

Die Jerusalemgangers[Bearbeiten]

Bei einer von Johan Adam Enslin geführten Gruppe von Voortrekkern verknüpfte sich der Widerstand gegen die britischen Bedrücker mit der calvinistisch begründeten Überzeugung, einem von Gott erwählten Volk anzugehören, zu der Entscheidung, quer durch Afrika nach Jerusalem zu ziehen. Doch mehr als die Hälfte der „Jerusalemgangers“ („Jerusalemgeher“), darunter auch Enslin selbst, erlagen 1852 der Malaria.[1] Danach zerstreuten sich die Jerusalemgangers. Ihre Geschichte ist der Hintergrund des Romans Jerusalemgangers von Antjie Krog.

Nachleben[Bearbeiten]

Nach diesen historischen Pionieren wurde die südafrikanische Jugendorganisation Voortrekkers benannt.

Bis etwa 1880 verwendete man statt Voortrekker das Wort Trekker.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Voortrekker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hendrik Bosman: The „Jerusalemgangers“ as an Illustration of Resistance against the British Empire and Nineteenth Century Biblical Interpretation in Southern Africa. In: Carly Crouch, Jonathan Stökl (Hg.): In the Name of God. The Bible in the Colonial Discourse of Empire (= Biblical Interpretation Series, Bd. 126). Brill, Leiden 2013, ISBN 978-900-425-8334, S. 151–168.
  2. The Battle of Blood River bei liberationheritage.co.za (Memento vom 2. Februar 2014 im Internet Archive) (englisch), abgerufen am 3. Dezember 2015