Vorgangsverb

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Als Vorgangsverb wird ein Verb bezeichnet, das eine Veränderung eines Zustands zum Ausdruck bringt. Das Vorgangsverb bezieht sich auf das grammatische Subjekt (Satzgegenstand) oder beschreibt einen Vorgang, den das Subjekt an sich erfährt. Die Zu- bzw. Einordnung der Verben ergibt sich als semantische Kategorie. Im Gegensatz zu einer Einteilung unter syntaktischen Gesichtspunkten, etwa das Verb im Verhältnis zum Prädikat, Subjekt, zu den Objekten oder nach seiner Valenz.

Ein Vorgangsverben bezeichnen einen Prozess, eben einen Vorgang, der sich an einem Subjekt vollzieht. Daher sind diese Verben auf kein Ziel hin ausgerichtet und so haben sie folglich auch keine Objekte bei sich. Das Vorgangsverb ist, wie auch Zustandsverb und Tätigkeitsverb, eine semantisch bestimmte Subklasse der Wortart Verb.

So betont zum Beispiel der Satz.

* Ich bin heute spät aufgewacht den Übergang vom Schlaf zum Wachsein, 

der Satz

* Es wird Sommer den Übergang vom Frühling zum Sommer.

Man beachte aber, dass die Klassifizierung in der deutschen Sprache nur bedingt durchgängig ist.

* Das Boot schwimmt auf dem See.  Vorgangsverb
* Karl schwimmt im See.  Tätigkeitsverb

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • abkühlen (Der Pudding kühlte langsam ab)
  • erwachen
  • einschlafen
  • fallen
  • entdecken
  • verspüren
  • wachsen

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]