Wolf

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Wölfe ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zu weiteren Bedeutungen siehe Wolf (Begriffsklärung) und Wölfe (Begriffsklärung).
Wolf
Wolf (Canis lupus)

Wolf (Canis lupus)

Systematik
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Tribus: Echte Hunde (Canini)
Gattung: Wolfs- und Schakalartige (Canis)
Art: Wolf
Wissenschaftlicher Name
Canis lupus
Linnaeus, 1758

Der Wolf (Canis lupus) ist das größte Raubtier aus der Familie der Hunde (Canidae). Wölfe leben in der Regel in Familienverbänden, umgangssprachlich Rudel genannt. Hauptbeute sind in den meisten Regionen mittelgroße bis große Huftiere. Die Art war seit dem späten Pleistozän in mehreren Unterarten in ganz Europa, weiten Teilen Asiens, einschließlich der Arabischen Halbinsel sowie Japans, und in Nordamerika verbreitet.

Wölfe wurden in Mitteleuropa bereits im 15. Jahrhundert systematisch verfolgt,[1] im 19. Jahrhundert waren sie in nahezu allen Regionen ihres weltweiten Verbreitungsgebiets vor allem durch menschliche Bejagung stark dezimiert und in West- und Mitteleuropa fast sowie in Japan vollständig ausgerottet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts steht der Wolf in vielen Ländern unter Schutz, die Bestände erholen sich dort trotz häufiger illegaler Verfolgung. In etlichen anderen Ländern, unter anderem im Nahen Osten, aber auch in Teilen Europas, besteht für den Wolf kein gesetzlicher Schutz.[2] In Deutschland wurde im Jahr 2000 erstmals wieder die Geburt von Welpen nachgewiesen, seitdem steigt die Anzahl der Wölfe und Wolfsrudel auch in Deutschland sowie in anderen Teilen Mittel- und Nordeuropas wieder an.[3] Im August 2016 gab es wieder 69 nachgewiesene Wolfsrudel in Deutschland.[4]

Wölfe zählen zu den bekanntesten Raubtieren; sie haben frühzeitig Eingang in die Mythen und Märchen vieler Völker gefunden. Sie sind zudem die Stammform aller Haushunde und des sekundär wilden Dingos.

Nahaufnahmen eines Wolfes

Inhaltsverzeichnis

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeine Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fell im Bereich der Schnauze ist bei Wölfen häufig weißlich, über den Augen tragen sie oft helle Flecke; die aufrechten Ohren sind kurz und dicht behaart

Grundsätzlich ähnelt der Wolf einem großen Haushund, wobei der Rumpf im Vergleich zu ähnlich gebauten Haushunden länger und der Brustkorb höher, aber schmaler ist. Wölfe sind vergleichsweise schlank mit langen Beinen. Der Kopf ist relativ groß mit breiter Stirn, langer Schnauze und kurzen, aufrecht getragenen, innen dicht behaarten Ohren, die nach vorn weisen. Die Augen setzen schräg an und sind ebenfalls nach vorn orientiert. Der buschige Schwanz hat etwa ein Drittel der Kopf-Rumpf-Länge.[5]

Der Umriss von Rumpf und Beinen eines Wolfes bildet näherungsweise ein Quadrat. Rücken und Schwanzoberseite sind häufig dunkel gefärbt

Körpergrößen und Gewichte von Wölfen sind aufgrund des ausgedehnten Verbreitungsgebietes sehr unterschiedlich und folgen teilweise der Bergmannschen Regel. Wölfe erreichen in der Regel eine Kopf-Rumpf-Länge von 1,0 bis 1,6 Metern, die Schwanzlänge beträgt 33 bis 55 Zentimeter, das Gewicht 28 bis 40 Kilogramm. Die Hinterfußlänge erreicht 20 bis 25 Zentimeter, die Ohrlänge 9 bis 12 Zentimeter.[6] Die größten Wölfe leben in den Waldzonen Lettlands, Weißrusslands, Alaskas und Kanadas; ihre Schulterhöhe beträgt etwa 80 Zentimeter. Diese Wölfe können bis zu 80 Kilogramm wiegen. Die kleinsten Wölfe leben im Vorderen Orient und auf der Arabischen Halbinsel; ihre Kopf-Rumpf-Länge beträgt etwa 80 Zentimeter bei einem Gewicht von rund 20 Kilogramm und einer Schwanzlänge von etwa 29 Zentimetern. Die weiblichen Tiere (Fähen) sind um 2 bis 12 Prozent kleiner als die männlichen (Rüden) und 20 bis 25 Prozent leichter. Mitteleuropäische Wölfe liegen zwischen diesen Extremen. Männliche polnische Wölfe aus dem Białowieża-Urwald hatten eine mittlere Kopf-Rumpf-Länge von 119 Zentimetern und eine Schulterhöhe von 70 bis 90 Zentimetern, weibliche aus demselben Gebiet eine mittlere Kopf-Rumpf-Länge von 111 Zentimetern (Extremwerte: 97 und 124 Zentimeter) und eine Schulterhöhe von 60 bis 80 Zentimetern. Rüden aus dem Südosten Polens wogen 35 bis 67 Kilogramm, Fähen 27 bis 50 Kilogramm.[7]

Die Färbung ist sehr variabel, es gibt weiße, cremefarbene, gelbliche, rötliche, braune, graue und schwarze Wölfe. In den gemäßigten Zonen Europas und Asiens überwiegen graugelbe oder braungraue Wölfe, die nördlichen Populationen zeigen größere Anteile schwarzer und weißer Tiere. Meist überwiegen dunkle Haare auf dem Rücken und dem Schwanz. Bauch, Beine und Schnauze sind meist deutlich heller gefärbt. Nach genetischen Untersuchungen beruht die schwarze Fellfarbe bei Wölfen auf einer Mutation, die zuerst unter Haushunden auftrat und später in die Wolfspopulation eindrang.[8]

Schädel- und Skelettmerkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

3 · 1 · 4 · 2  = 42
3 · 1 · 4 · 3
Zahnformel des Wolfs
Wolfsschädel. Der Jochbogen unterhalb der Augenhöhle ist weit ausladend, der Scheitelkamm auf der Schädeloberseite ist deutlich ausgebildet

Der Schädel des Wolfes ist langgezogen, er hat eine Gesamtlänge von etwa 21 bis 25 Zentimetern und ist damit länger als der Schädel jeder anderen Art der Hunde.[6] Das Nasenbein ist über die gesamte Länge leicht eingedellt. Der Wolf besitzt wie alle Hunde pro Oberkieferhälfte drei Schneidezähne (Incisivi), einen Eckzahn (Caninus), vier Vorbackenzähne (Praemolares) und zwei Backenzähne (Molares) sowie pro Unterkieferhälfte drei Schneidezähne, einen Eckzahn, vier Vorbackenzähne, aber drei Backenzähne. Insgesamt haben Wölfe somit 42 Zähne. Der Prämolar P4 im Oberkiefer hat eine Länge (nicht zu verwechseln mit der Höhe) von mehr als 20 Millimetern, er wird Reißzahn genannt und bildet im Zusammenspiel mit dem (ebenfalls als Reißzahn bezeichneten) Backenzahn M1 des Unterkiefers eine Brechschere. Der Molar M2 im Oberkiefer hat eine Kaufläche von mehr als 100 Quadratmillimetern, die von keiner anderen Hundeart erreicht wird.[6] Wie alle Hunde besitzt auch der Wolf einen Penisknochen (Baculum). Dieser ist spitz zulaufend und hat eine durchgehende Kerbe.[6]

Unterschiede zum Haushund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schnauze eines Wolfes ist lang, seine Nackenmuskulatur ist kräftig. Der Kopf wird häufig auf Höhe des Rückens gehalten
Tschechoslowakische Wolfhunde sehen Wölfen sehr ähnlich, sie haben aber ein schlankeres Abdomen
Trittsiegel eines Wolfes auf oberflächlich abgetrocknetem, durchnässtem Boden

Haushunde sind domestizierte Formen des Wolfes und gehören daher ebenso wie der Dingo der gleichen Art (Canis lupus) an. Die Unterscheidung von Wölfen und Haushunden ist zumeist anhand einiger charakteristischer Merkmale möglich, wobei das Ausmaß der Unterschiede je nach Hunderasse stark variiert. Die Schnauze ist bei Haushunden in der Regel kürzer als beim Wolf. Wölfe haben häufig einen hellen Fleck über den Augen, helle Wangen und eine weißliche Halsvorderseite; oft tragen sie auf dem Rücken einen dunklen Sattelfleck. Die Augen sind gelb bis gelbgrün und stehen schräg. Die stets aufrechten Ohren sind in der Regel kleiner als die von Haushunden. Bedingt durch die im Vergleich zum Haushund längeren Beine entspricht der Körperumriss im Profil (ohne Kopf, Hals und Schwanz) näherungsweise einem Quadrat; der Körperumriss von Haushunden entspricht dagegen einem Rechteck, das länger ist als hoch. Wölfe lassen ihren Schwanz in der Ruhe meist nach unten hängen, Haushunde tragen ihn häufig nach oben oder eingerollt.[9] In einigen Fällen ist allerdings nur mit einer DNA-Analyse zweifelsfrei festzustellen, ob ein Individuum ein Wolf ist, ein Haushund, oder eine Mischform mit Vorfahren von beiden Seiten.

Morphologische und anatomische Unterschiede[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wölfe haben eine Violdrüse an der Schwanzoberseite, die bei vielen Haushunden fehlt oder verkümmert auftritt, bei anderen aber ein weites Drüsenfeld bildet.[10] Insbesondere am Schädel lassen sich zahlreiche Unterschiede zwischen Wolf und Haushund feststellen. Wolfsschädel haben im Vergleich zu Haushundschädeln einen höheren Scheitelkamm, der als Ansatzstelle für die Kaumuskulatur dient. Das Profil eines Wolfsschädels ist im Stirnbereich etwas flacher als das eines Haushunds. Die unteren Schneidezähne stehen beim Wolf zumeist dichter beieinander als beim Haushund. Die Länge des Reißzahns im Oberkiefer (des Prämolars P4) beträgt beim Haushund weniger als 20 Millimeter. Die ausladenden Jochbögen des Wolfes lassen eine vom Jochbogen bis zum Schädeldach angenommene Gerade in einem kleineren Winkel ansteigen als beim Haushund, dessen Jochbögen enger anliegen. Zwischen dieser Geraden und der Ebene des Schädeldachs besteht beim Wolf ein Winkel (Augenhöhlenwinkel genannt) von 40 bis 45 Grad, beim Haushund von 50 bis 60 Grad.[11]

Weitere Unterschiede[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weibliche Wölfe werden nur einmal im Jahr fruchtbar, sie sind monoöstrisch, Haushunde bis zu zweimal, sie sind diöstrisch. Männliche Wölfe produzieren nur zur Paarungszeit im Winter und zeitigen Frühjahr fortpflanzungsfähige Spermien. Haushundrüden sind dagegen im Prinzip jederzeit fortpflanzungsfähig. Da die Pfotenabdrücke mit den fünfteiligen Ballen ähnlich und anhand der Größe nicht zweifelsfrei unterscheidbar sind, werden Fährten oft anhand ihres Verlaufs zugeordnet. Wölfe setzen im Schnee ihre Hinterpfoten in die Abdrücke der Vorderpfoten – sie schnüren –, im Rudel laufen sie oft hintereinander und setzen ihre Pfoten in die Abdrücke des Vorderwolfes. Dann entsteht der Eindruck, dass man der Spur eines einzelnen Wolfes folgt, bis sich die Fährte plötzlich in mehrere Individualfährten aufteilt. Der Verlauf einer Wolfsfährte ist zudem oftmals über hunderte Meter geradlinig und zielorientiert, während für Hunde das Umherlaufen und Abweichen typisch ist.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitungsgebiet des Wolfs
  • gegenwärtig
  • historisch

Der Wolf war bis zur Entwicklung von Land- und Weidewirtschaft das am weitesten verbreitete Landsäugetier der Erde.[12] Er war in ganz Europa und Asien sowie in Nordamerika beheimatet. In weiten Teilen dieses einst riesigen Verbreitungsgebietes, besonders im westlichen Europa und in Nordamerika, wurde die Art durch menschliche Verfolgung ausgerottet. In Osteuropa, auf dem Balkan, in Kanada, Sibirien, der Mongolei und zu einem geringeren Grade dem Iran gibt es noch größere zusammenhängende Populationen. Ansonsten ist der Wolf heute nur in isolierten Beständen (manche umfassen weniger als 100 Tiere) anzutreffen.

Wölfe bewohnen eine Vielzahl von Habitaten. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit lässt sie in der arktischen Tundra ebenso leben wie in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens. Die meisten Wölfe bewohnen Grasland und Wälder; besiedelt werden auch Feuchtgebiete, Buschland, Kulturland, Felsregionen und Gebirge bis in 2400 Meter Höhe.[13] Wölfe wurden vor allem als Waldtiere bekannt, weil der Mensch sie in großen Teilen des Verbreitungsgebietes frühzeitig aus offeneren Landschaften vertrieben hat.

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soziale Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Wolfspaar

Wölfe zeigen ein ausgeprägtes Sozial- und Territorialverhalten.[14] Die normale Sozialordnung von Wölfen ist das Rudel; einzelne Wölfe, die man in der Wildnis antrifft, haben zumeist mit dem Beginn ihrer Geschlechtsreife das elterliche Rudel verlassen, um ein eigenes Rudel zu gründen. Ein Wolfsrudel besteht im Regelfall aus dem Elternpaar und dessen Nachkommen, es handelt sich also um eine Familie. Verschiedene Varianten dieser Rudelstruktur sind möglich, unter anderem können statt eines Elternpaares auch ein Männchen und zwei Weibchen den fortpflanzungsaktiven Kern eines Rudels bilden.[15] Manchmal werden rudelfremde Wölfe geduldet, meist maximal dreijährige Männchen, die sich einem Rudel vorübergehend, für wenige Tage bis zu über einem Jahr, anschließen; möglicherweise gründen diese Zugewanderten später mit einem jungen Weibchen des Rudels ein eigenes Revier. Jungwölfe verlassen ihre Eltern zumeist im Alter von 10 bis 54 Monaten,[15] in einem Rudel können also Jungwölfe aus vier Jahren leben. Die meisten Jungwölfe haben ihr Rudel allerdings mit drei Jahren bereits verlassen.[16]

„Das Gibbon-Wolfsrudel legt in verschneiter Landschaft eine Rast ein“ (Wolfsforscher Douglas Smith über sein im Yellowstone-Nationalpark entstandenes Foto)

Die vorjährigen Jungwölfe unterstützen das Elternpaar bei der Aufzucht der neuen Welpen. Unter normalen Bedingungen besteht ein Rudel im Herbst also aus dem Elternpaar, dem Nachwuchs aus dem Vorjahr oder den Vorjahren und dem Nachwuchs aus demselben Jahr. Mit Erreichen der Geschlechtsreife wandern die Jungwölfe in der Regel aus dem elterlichen Territorium ab und bilden ein eigenes Revier, wo sie beispielsweise mit einem auf der Wanderung getroffenen und ebenso ausgewanderten Jungwolf als Partner eine eigene Familie gründen.[17] Solange Jungwölfe im elterlichen Rudel leben, paaren sie sich normalerweise nicht. Bei Nahrungsknappheit verlassen manchmal bereits fünf Monate alte Wölfe das Territorium, wenn sie von den Eltern nicht mehr versorgt werden; Jungwölfe sind ab diesem Alter in der Lage, Beute zu machen.[15] Manche abgewanderten Wölfe bleiben in der Nähe des elterlichen Rudels, andere wurden in Entfernungen bis zu 886 Kilometern angetroffen; oft behalten Wölfe bei Fernwanderungen dieselbe Wanderrichtung bei und umgehen dabei Städte und Seen. Abgewanderte Wölfe können aber auch in einem Nachbarterritorium die Position eines umgekommenen beziehungsweise getöteten Elternwolfs übernehmen oder am Rand des elterlichen oder eines benachbarten Territoriums ein eigenes Territorium abspalten. Manche abgewanderten Jungwölfe kehren, auch mehrmals, vorübergehend ins elterliche Rudel zurück.[15]

Rudel umfassen in der Regel bis zu 36 Tiere; normalerweise liegt die Rudelgröße bei fünf bis zwölf Tieren.[18] Wölfe, die sich vorrangig von kleinen Tieren oder Abfällen ernähren, bilden häufig kleinere Rudel als diejenigen, die vor allem große Huftiere wie Elche und Bisons erbeuten. Im ersteren Fall verlassen die Jungwölfe bald ihr Rudel, im letzteren Fall bleiben die Jungen aus mehreren Würfen bei den Eltern.[15]

Gesträubtes Fell, gekräuselte Schnauze, entblößte Eckzähne und hochgereckter Schwanz zeugen von aggressiver Stimmung (Wölfe im Parc Omega, Quebec, Kanada)

Die Elterntiere sind grundsätzlich dominant gegenüber ihrem Nachwuchs, Kämpfe um eine lineare Rangordnung gibt es nicht, wohl aber Konflikte, die vor allem zwischen Wölfen verschiedener Altersstufen ausgetragen werden. Unter älteren Jungen entstehen diese Konflikte meist innerhalb desselben Geschlechts, in aller Regel setzen sich dabei Ältere gegenüber Jüngeren durch. Die Folge ist eine mehr oder weniger nach Geschlecht und Alter abgestufte (wegen der beiden Geschlechter: zweireihige) Hierarchie. Allerdings kommt es auch zu Konflikten zwischen Männchen und Weibchen; innerhalb derselben Altersklasse dominieren zumeist die Männchen.[16]

Soziale Interaktionen werden durch eine Fülle optischer und akustischer Signale vermittelt, wichtige Rollen spielen Mimik, Lautäußerungen und die Schwanzhaltung.[19] Beispielsweise tragen Wölfe ebenso wie Haushunde den Schwanz bei dominantem Ausdrucksverhalten erhoben; ein eingezogener Schwanz dagegen ist eine Demutsgebärde, die einen Kampf verhindern soll.[20][21][22] Demutsgebärden wirken auf andere Wölfe nur dann beschwichtigend, wenn diese demselben Rudel angehören: Bei Kämpfen zwischen rudelfremden Tieren sind sie unwirksam.[19]

In der Literatur findet sich häufig die Darstellung einer streng linearen hierarchischen Rangordnung mit einem dominanten Alpha-Paar, das in der Regel die Nachkommen des Rudels zeugt, einer Gruppe nachgeordneter Tiere und einem schwachen Tier am Ende der Rangordnung in der Rolle des „Prügelknaben“ oder Omega-Wolfs. Diese Darstellungen sind das Ergebnis der Forschung an Wölfen in Gefangenschaft und nicht auf natürliche Verhältnisse übertragbar. In Gefangenschaft wurden meist Wölfe unterschiedlicher Herkunft oder Familiengruppen zusammengesperrt und gezüchtet. Hier ist weder eine Abwanderung mit Erreichen der Geschlechtsreife noch die (mit der Abwanderung verbundene) Vermeidung von Verpaarungen verwandter Tiere möglich. In diesen in Gefangenschaft gehaltenen Rudeln sind daher Auseinandersetzungen häufig.[23][24][25]

Raumorganisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Wolfsrüde markiert sein Territorium (Kolmårdens Tierpark, Schweden)

Wolfsrudel leben im Normalfall in Revieren, die sowohl gegen andere Rudel als auch gegen einzelne Artgenossen abgegrenzt und falls nötig auch vehement verteidigt werden; die Reviere benachbarter Rudel überschneiden sich daher meist nur minimal. Die Größe der Reviere wird im Wesentlichen durch die Größe der Beutetierarten und die Zahl der Beutetiere bestimmt. Die durchschnittliche Größe der Reviere variiert daher von Region zu Region stark und reicht in der Regel von 75 bis zu 2500 Quadratkilometern,[26] in Alaska wurden Reviergrößen bis zu 6272 Quadratkilometern ermittelt.[15] In Polen wurden Reviergrößen zwischen 150 und 350 Quadratkilometern festgestellt,[27] im Białowieża-Wald waren die Reviere von vier Rudeln im Mittel 238 Quadratkilometer groß.[28] In höheren Breitenlagen sind Wolfsreviere durchschnittlich größer, weil die Beutedichte dort meist geringer ist.[15] Die Reviere werden regelmäßig von den Rudelmitgliedern durchwandert.

Heulender Wolf
Wolfsgeheul

Zur Abgrenzung der Reviere dienen vor allem Harn- und Kotmarkierungen. Bei ihren Wanderungen durch das Revier setzen Wölfe durchschnittlich etwa alle 240 Meter Harnmarken ab.[15] Dafür werden markante, vor allem vertikale Objekte wie einzelne Bäume, Sträucher, Steine oder Pfosten ausgesucht. Wolfsrüden platzieren Harnmarken meist in der von Haushunden bekannten Körperhaltung mit erhobenem Hinterbein, Wölfinnen meist mit einem nach vorn gebeugten und angehobenen Hinterbein.[19] Im Bereich der Reviergrenzen wird besonders intensiv markiert. Als weiteres Mittel zur Reviermarkierung dient das gemeinschaftliche Heulen der Rudelmitglieder. Dieses wird oft von benachbarten Rudeln beantwortet. Freilandexperimenten zufolge neigen Rudel, die nicht antworten, eher dazu, sich von einem heulenden Rudel zurückzuziehen, während Rudel, die antworten, bereit sind, ihren Standort zu behaupten.[19] In bewaldeten Regionen können Wölfe das Heulen von Artgenossen offenbar auf Distanzen bis zu elf Kilometer wahrnehmen, in der Tundra bis zu 16 Kilometer.[15] Dringen Wölfe eines anderen Rudels trotz olfaktorischer (geruchlicher) und akustischer Reviermarkierungen in das Revier ein, werden sie zumeist angegriffen. Diese Kämpfe enden oft tödlich; innerartliche Kämpfe gehören zu den häufigsten natürlichen (nicht durch den Menschen verursachten) Todesursachen bei Wölfen.[19]

Ein Wolfsrudel folgt im Yellowstone-Nationalpark einem Trampelpfad

Zur Nahrungssuche können sich Wölfe bis zu 48 Kilometer von ihrem Bau oder ihren Jungen entfernen und innerhalb von 24 Stunden bis zu 72 Kilometer zurücklegen.[15] Im Białowieża-Wald lag die durchschnittliche tägliche Laufstrecke der Wölfe von vier Rudeln bei 22,1 Kilometern für Weibchen und 27,6 Kilometern für Männchen. Pro Tag wurden dabei etwa neun Prozent des Reviers genutzt, die an aufeinander folgenden Tagen genutzten Revierteile überschnitten sich jeweils nur minimal. Dies dient mit hoher Wahrscheinlichkeit einerseits der Notwendigkeit, möglichst kontinuierlich im gesamten Revier präsent zu sein, um dieses gegen Artgenossen abzugrenzen, zum anderen aber vermutlich auch zur Erhöhung des Jagderfolges, da die Beutetiere auf die längere Anwesenheit der Wölfe mit erhöhter Vorsicht und Ausweichbewegungen reagieren.[28] Wölfe folgen auf ihren Streifzügen gern Pfaden, Wegen, Ufern, Schotterbänken, gefrorenen Wasserläufen, Bergrücken und anderen Geländeformationen, die ihnen eine leichte Orientierung ermöglichen; vermutlich können sie sich so besser auf ihre Umgebung konzentrieren, ohne permanent den unmittelbar vor ihnen liegenden Weg einschätzen zu müssen.[15] In manchen Regionen sind Wölfe über einen großen Teil des Jahres gezwungen, den Wanderzügen ihrer Beutetiere zu folgen, etwa den saisonalen Wanderungen von Karibus; sie halten andere Rudel während dieser nomadischen Lebensweise vermutlich durch Heulen auf Distanz.[19]

Ernährung und Jagdweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Wolfsrudel umzingelt einen Amerikanischen Bison

Der Wolf ist ein Nahrungsgeneralist, der vor allem Tiere von etwa Feldhasen- bis zu Elch- und Bisongröße erbeutet, aber auch Früchte, Aas und Haushaltsabfälle frisst. Grundnahrung des Wolfes bilden im größten Teil seines Verbreitungsgebietes mittelgroße bis große pflanzenfressende Säugetiere. Im Norden jagen Wölfe überwiegend im Rudel vor allem Elche, Rentiere und andere Hirscharten, aber auch Moschusochsen. In eurasischen Wäldern der gemäßigten Klimazone sind auch Wildschweine und in Gebirgen Wildschafe, Gämsen und Steinböcke eine häufige Beute. Kleinere Säuger wie Feldhasen, Wildkaninchen, Lemminge und andere Wühlmäuse werden ebenfalls erbeutet. In Nordamerika spielen neben großen Huftieren auch Biber eine wichtige Rolle als Beute. Die riesigen Bisonherden Nordamerikas vor der Ankunft der Europäer gingen wahrscheinlich mit der weltweit größten Wolfsdichte einher: In den Grasländern der nordamerikanischen Ebenen lebten schätzungsweise 200.000 Wölfe, die sich vorrangig von Bisons ernährten.[29]

Im Umfeld menschlicher Siedlungen schlagen Wölfe auch Hausschafe und junge Hausrinder, aber auch Haushunde und Hauskatzen, die selbst Beutegreifer sind. Wisente, die zusammen mit Wölfen im Białowieża-Nationalpark vorkommen, werden dagegen nur selten zur Beute von Wölfen.[30] Am Ende einer Nahrungspyramide stehend ist der Wolf ein Spitzenprädator.[31] Regelmäßig fressen Wölfe auch Aas, etwa Robbenkadaver, die an Strände gespült wurden.[29] Essensreste beziehungsweise Haushaltsabfälle sind beispielsweise für Wölfe in Israel, Indien und China von großer Bedeutung; auch ein in Minnesota beobachtetes Wolfrudel unternahm regelmäßige nächtliche Ausflüge zu einer Müllkippe. Vor allem in südlichen Regionen Eurasiens fressen Wölfe Früchte wie Beeren, Kirschen, Äpfel, Birnen und Weintrauben. Wie Haushunde verschlucken Wölfe auch Gras, möglicherweise um den Verdauungstrakt von Haaren oder Parasiten zu reinigen; Gras könnte aber auch als Vitaminquelle dienen.[29]

Zwei Wölfe an den Überresten einer gerissenen Hirschkuh

Untersuchungen eines Zoologenteams der University of Victoria ergaben, dass sich Wölfe in der kanadischen Küstenprovinz British Columbia im Herbst bevorzugt von Lachsen ernähren, wenn diese zum Laichen in Fließgewässer aufsteigen. Im Frühjahr und Sommer wurden hier je nach untersuchter Wolfsgruppe in 90 bis 95 Prozent der analysierten Kotbrocken Überreste von Maultierhirschen gefunden und nur ausnahmsweise Überreste von Lachsen. Im Herbst sank der Hirschanteil bei den meisten Wolfsgruppen auf unter 80 Prozent, während der Anteil der Exkremente, in denen Lachse nachgewiesen wurden, durchschnittlich 40 Prozent (maximal knapp 70 Prozent) ausmachte. Der Lachsfang ist für Wölfe einfach und gefahrlos; das fettreiche Fleisch von Lachsen hat zudem einen höheren Nährwert als das von Maultierhirschen.[32]

In Mitteleuropa dominieren Wildschweine und Hirsche im Nahrungsspektrum. So wurden in der Slowakei Wildschweine in 45,5 Prozent aller Wolfsexkremente gefunden, zweitwichtigste Beute war dort der Rothirsch (23,3 Prozent), danach folgten Rotfuchs (10,4 Prozent), Haushund (7,9 Prozent) und Reh (5,5 Prozent). Im polnischen Bialowieza wurden Hirsche (Rothirsche und Rehe) im Sommer in 93,1 Prozent, im Winter in 97,0 Prozent aller Exkremente nachgewiesen; dort war das Wildschwein im Sommer in 47,7 Prozent aller Exkremente und im Winter in 29,0 Prozent der Exkremente nachweisbar und damit das zweitwichtigste Beutetier.[33]

Nahrungszusammensetzung der in der Lausitz lebenden Wölfe. Die Prozentwerte bezeichnen auf der Basis von Kotanalysen errechnete Biomasseanteile

Die Hauptnahrung der Lausitzer Wölfe besteht aus wildlebenden Huftieren (95 Prozent). Das Reh bildet den wichtigsten Nahrungsbestandteil (53 Prozent), gefolgt von Rothirsch (21 Prozent) und Wildschwein (18 Prozent). Hasenartige (Feldhase und Wildkaninchen) machen einen Anteil von vier Prozent aus. Der Anteil von Haustieren (vor allem Schafe) und mittelgroßen Säugern, wie Nutria, Rotfuchs und Marderhund liegt unter einem Prozent. Kleinsäuger (vor allem Wühlmäuse) wurden als Gelegenheitsbeute nur selten festgestellt. Auch Vögel, Fische und Früchte, meist Äpfel, wurden nachgewiesen. Wildschweine werden vor allem im Frühling erbeutet, wenn Frischlinge eine leichte Beute darstellen. Rothirschkälber werden im Sommer bevorzugt. Das Reh wird das ganze Jahr über gleich stark genutzt. Eine Nahrungsauswahl nach dem Alter findet bei Rehen nicht statt: Der Anteil der Kitze in der Wolfsnahrung entspricht etwa dem Anteil der Rehkitze am Gesamtbestand der Rehe.[34] Das seit 1970 eingebürgerte Mufflon ist in den Wolfsgebieten weitgehend verschwunden.[35]

Wölfe, Rabenvögel und ein Grizzly konkurrieren im Yellowstone-Nationalpark um einen Kadaver

Die Menge an Biomasse, die Wölfe erbeuten und fressen, ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem Alter, der Körpergröße und vor allem der Größe der Rudel. Dabei wurde in verschiedenen Studien festgestellt, dass größere Rudel zwar mehr Beutetiere töten als kleinere, die Menge an aufgenommenem Fleisch pro Wolf jedoch bei kleineren Rudeln größer ist. Im Yukon-Territorium in Nordkanada wurde bei kleinen Wolfsrudeln von zwei bis drei Wölfen Wapiti-Biomasse von 12,7 bzw. 17,2 Kilogramm, bei mittelgroßen Rudeln von vier bis sieben Wölfen 7,2 bzw. 7,6 Kilogramm und bei großen Rudeln mit mehr als sieben Wölfen 4,6 Kilogramm vom Beutetier pro Tag und Wolf verbraucht.[36] Die Gründe für diese Unterschiede liegen zum einen in der interspezifischen Nahrungskonkurrenz mit anderen Raubtieren, besonders Aasfressern wie dem Kolkraben um die Reste der Beute, zum anderen in der intraspezifischen Nahrungskonkurrenz innerhalb des Wolfsrudels. Für kleinere Rudel sind die Verluste durch andere Nahrungskonkurrenten mit bis zu 75 Prozent der Beutemasse ungleich größer als für größere Rudel, die kaum Verluste erleiden,[36] der Verbrauch setzt sich also aus der tatsächlichen Biomasseaufnahme der Wölfe und dem Verlust durch Aasfresser zusammen. Auf der Basis der Metabolismusrate, die den Energieumsatz pro Zeiteinheit angibt, wurde für einen frei lebenden, 35 Kilogramm schweren Wolf ein täglicher Nahrungsbedarf von 2,8 Kilogramm errechnet.[37] Nach anderen Untersuchungen erbeuten freilebende Wölfe täglich eine Beutemenge, die der Masse von 10 bis 21 Prozent ihres Körpergewichtes entspricht; bei einem mittleren Gewicht von etwa 40 Kilogramm also 4,0–8,4 Kilogramm pro Tag.[38]

Die weißliche Farbe im Kopfbereich erleichtert einem bei Dunkelheit jagenden Rudel vermutlich, die Position von Artgenossen auszumachen (Wildpark Neuhaus, Naturpark Solling-Vogler, Niedersachsen)

Zumindest im Winter verbringen Wölfe durchschnittlich 28 bis 50 Prozent ihrer Zeit mit der Nahrungssuche.[29] Wölfe finden Beutetiere meist direkt durch deren Geruch beziehungsweise durch die Verfolgung frischer Spuren; im offenen Gelände spielt auch der Gesichtssinn eine wichtige Rolle. Rudelmitglieder bewegen sich meist hintereinander in gerader Linie durch ihr Revier, können jedoch in unübersichtlichem Gelände ausschwärmen, um leichter Beute aufzuspüren. Bei nächtlicher Beutejagd erleichtert die weißliche Färbung, die viele Wölfe im Schnauzenbereich aufweisen, möglicherweise die Lokalisation von Rudelmitgliedern.[19] Wölfe versuchen sich den Beutetieren unbemerkt bis auf geringe Distanz zu nähern. Große Huftiere werden erst dann attackiert, wenn sie die Flucht ergreifen. Gelingt es den Wölfen nicht, ein gestelltes Tier zur Flucht zu bewegen, geben sie den Angriff manchmal bereits nach Minuten, manchmal aber erst nach Stunden auf. Ein fliehendes Tier dagegen wird selbst dann verfolgt, wenn die Wölfe soeben Beute gemacht haben und ein Huftier in der Nähe plötzlich die Flucht ergreift. Aus Herden großer Huftiere wählen Wölfe meist junge, schwache oder sehr alte Tiere aus, indem sie einige Zeit mit der Herde mitlaufen.[29] Vor allem Haustiere, denen Schutzmechanismen gegen Raubtiere fehlen, können „im Überschuss“ erbeutet werden, ohne dass die Wölfe alle getöteten Tiere zu verwerten vermögen; bei frei lebender Beute tritt exzessives Beutemachen selten auf.[29]

Fliehende Tiere werden meist nur wenige Dutzend Meter mit hoher Geschwindigkeit verfolgt; gelingt es den Wölfen bis dahin nicht, das Beutetier zu erreichen, wird die Jagd abgebrochen. Längere Hetzjagden über mehrere Kilometer sind seltene Ausnahmen. Manchmal versuchen Wölfe, für sie günstige Geländegegebenheiten zu nutzen, indem ein Teil des Rudels die Beute in Richtung anderer Rudelmitglieder jagt, die sich an einer geeigneten Stelle in Deckung aufhalten. Hinweise auf eine derartige Kooperation bei der Beutejagd, wie sie etwa bei Löwen die Regel ist, sind jedoch selten.[29] Im Winter versuchen Wölfe, Huftiere auf zugefrorene Seen oder Flüsse zu treiben, wo diese mit ihren glatten Hufen leicht ausrutschen.[39] Auch bei hoher Schneedecke sind Wölfe gegenüber Huftieren oft im Vorteil, weil diese zumeist schwerer sind als die Wölfe und mit ihren Hufen leichter im Schnee einsinken, während Wölfe mit ihren breiten Pfoten über eine verharschte Schneeoberfläche laufen können.[29]

Huftiere bis zur Größe eines weiblichen Rothirsches versuchen, durch Flucht zu entkommen. Große und wehrhafte Beutetiere wie Elche, Bisons, Moschusochsen oder auch Wildschweine stellen sich den Wölfen oft und verteidigen sich häufig erfolgreich. Andererseits sind auch einzelne Wölfe in der Lage, einen Elch oder Moschusochsen zu überwältigen.[29] Elche flüchten bei Angriffen häufig ins Wasser; sie werden dann meist nicht weiter attackiert, weil sie aufgrund ihrer längeren Beine noch dort zu stehen vermögen, wo Wölfe bereits schwimmen müssen. Im bewaldeten Land kann ein Elch einen Wolf, der sich an seinem Hinterbein festgebissen hat, gegen einen Baumstamm schleudern und dabei erheblich verletzen.[29]

Kleinere Huftiere werden meist durch einen einzigen, sehr kraftvollen Biss in die Kehle (Drosselbiss) oder in den Nacken getötet. Große Tiere, wie Elche, werden durch Bisse in Hinterteil, Flanken, Rücken und Nase aufgehalten und zu Fall gebracht und dann ebenfalls durch Bisse in die Kehle getötet. Die Wölfe öffnen danach in der Regel die Bauchhöhle des Beutetieres und entfernen und fressen zuerst die inneren Organe wie Lunge, Leber, Herz, Darm und Nieren; danach fressen sie das Muskelfleisch, vor allem die große Muskulatur der Beine. Am Riss kommt es häufig zu Auseinandersetzungen unter Rudelmitgliedern; in der Rangordnung unten stehende (jüngere) Wölfe müssen sich meist beim Fressen zunächst zurückhalten. Während der ersten Fressphase können große Wölfe bis zu zehn Kilogramm Fleisch fressen; danach lassen sie in der Regel von der Beute ab und kommen über die nächsten Stunden immer mal wieder heran, um weitere Gewebeteile wie Haut und auch Knochenmark zu fressen. Das Opfer wird im Normalfall möglichst vollständig gefressen. Große Huftiere werden über mehrere Tage genutzt und bis auf große Knochen, die Wölfe nicht brechen können, das Fell und Teile des Darmtraktes und den Magen verwertet.[40][41] In Gebieten mit größeren Wolfsrudeln und zahlreichen Aasfressern wie etwa dem Yellowstone National Park bleiben die Kadaver der Beutetiere in der Regel weniger als 48 Stunden liegen, bis sie vollständig genutzt sind.[41] Insbesondere Rabenvögeln gelingt es oft, einen Wolfsriss innerhalb von Minuten aufzuspüren, weil sie sich bevorzugt in der Nähe von Wölfen aufhalten.[29]

Übrig gebliebene Beuteanteile, auch ganze Tiere, werden häufig versteckt. Beispielsweise wird ein gerissenes Karibukalb mit Schnee bedeckt, oder es werden bereits verschlungene Fleischstücke hervorgewürgt und in einer selbst gescharrten Mulde deponiert, die dann mit der Schnauze zugeschoben wird. Einzelne Wölfe können nach der Erbeutung eines großen Tieres mehrere Depots anlegen. Das Anlegen von Depots ist vor allem für einzeln jagende Wölfe und kleine Wolfsgruppen von Bedeutung. Wolfsdepots werden häufig von anderen Aasfressern wie Füchsen oder Bären geplündert.[29]

Wölfe, die in Gefangenschaft aufgezogen wurden, ohne den Beuteerwerb trainieren zu können, und freigelassen wurden, konnten selbständig Beute machen und überlebten im Freiland.[29] Wölfe sind zumeist nur zur Thermoregulation, vor allem also in warmen Gebieten, darauf angewiesen, Wasser zu trinken; dennoch trinken sie, wenn sie die Möglichkeit dazu haben, weil sie so Beuteteile mit geringem Wassergehalt wie Haut und Knochen leichter verdauen können. Im Winter kommen Wölfe ohne Wasser aus, fressen aber gelegentlich Schnee, wenn sie nach einer Beutejagd überhitzt sind. Säugende Wölfinnen müssen allerdings wahrscheinlich regelmäßig trinken; Wurfhöhlen dürfen deshalb vermutlich nicht weit von einer Trinkquelle entfernt sein.[29]

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Wolf ruht vor seinem Bau

Wölfe werden in der Wildnis zumeist mit zwei Jahren geschlechtsreif, gefangen gehaltene Wölfe manchmal bereits mit neun bis zehn Monaten,[42] Haushunde mit sieben bis elf Monaten. Manche freilebenden Wölfe sind allerdings erst mit vier oder fünf Jahren fortpflanzungsfähig. In Mitteleuropa fällt die Paarungszeit in den Spätwinter und das zeitige Frühjahr von Ende Januar bis Anfang März. Wölfinnen sind dann allerdings zumeist nur eine knappe Woche empfängnisbereit.[16] Wie bei vielen Arten aus der Familie der Hunde wird die Paarung durch das sogenannte „Hängen“ abgeschlossen, wobei der angeschwollene Penis noch bis zu einer halben Stunde in der Vagina festgehalten wird. Inzucht ist bei freilebenden Wölfen selten[15] und kommt vor allem dort vor, wo alle Wölfe nahe miteinander verwandt sind, beispielsweise auf der 535 Quadratkilometer großen Isle Royale im Oberen See.[16]

Die Tragzeit beträgt neun Wochen. Vor der Geburt der Jungen wird zumeist eine Erdhöhle gegraben oder von anderen Säugern wie Füchsen übernommen und vergrößert; sowohl das Elternpaar als auch die vorjährigen Jungwölfe beteiligen sich an den Grabarbeiten. Die Höhlen haben einen oder mehrere Eingänge. Als Wurfbaue dienen auch hohle Baumstämme, Felshöhlen und in den Boden gescharrte Gruben. In der Regel befinden sich die Baue in Wassernähe und in deutlichem Abstand von den Reviergrenzen.[16][43] Etwa einen Monat vor der Geburt verlassen manche tragenden Weibchen die Höhlenumgebung meist nicht mehr und werden dann von Rudelmitgliedern versorgt.[44][16]

Altersstadien von Wölfen: neugeboren; drei Wochen alt; zwei Monate alt; ausgewachsen mit einem Jahr

Die Jungen werden im Bau geboren. Ein Wurf besteht aus ein bis elf, in der Regel vier bis sechs Welpen. Die neugeborenen, noch blinden und tauben Welpen wiegen 300 bis 500 Gramm und haben ein feines, dunkles Fell. Die Augen öffnen sich nach 11 bis 15 Tagen, die Welpen können nun auch laufen, knurren sowie kauen. Auch die ersten Zähne sind erkennbar. Etwa um den 20. Tag beginnen die Jungen, Laute wahrzunehmen, verlassen erstmals die Höhle und spielen mit Geschwistern und älteren Familienmitgliedern. Ab etwa diesem Alter können die Welpen auch feste Nahrung zu sich nehmen, sie werden jedoch noch bis zum Alter von sechs bis acht Wochen gesäugt. Die mit Nahrung zurückkehrenden Rudelmitglieder werden von den Welpen am Maul beschnuppert und deren Schnauze wird mit der eigenen Schnauze umklammert, woraufhin sie Nahrung auswürgen. In ihren ersten acht Lebenswochen trägt die Wölfin die Welpen manchmal in einen anderen Bau. In der 16. bis 20. Lebenswoche wachsen die festen Zähne, nach etwa einem Jahr ist das Skelettwachstum abgeschlossen.[45][16]

Alter und Sterblichkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frei lebende Wölfe können Höchstlebensalter von 10 bis 13 Jahren erreichen, dies ergaben langjährige Untersuchungen in Minnesota.[46] In Gefangenschaft können Wölfe 16 bis 17 Jahre alt werden.[47][48] Die Mortalität ist hoch, vor allem in den ersten zwei Lebensjahren. Die wichtigsten natürlichen Sterblichkeitsfaktoren sind Verletzungen durch Kämpfe mit rudelfremden Wölfen und Verhungern.[49] Daneben spielen Krankheiten wie Tollwut, Hundestaupe, Parvovirose, Räude und Borreliose eine Rolle. Populationen, die mit Menschen Kontakt haben, sind vor allem durch diese bedroht, hier sind die wichtigsten Sterblichkeitsfaktoren Jagd, Vergiftung und Verkehrsunfälle.[50]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Externe Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Phylogenetische Systematik der Gattung Canis nach Koepfli et al. 2015[51]
CanisLycaon  und Cuon 


 Lycaon pictus (Afrikanischer Wildhund)


     

 Cuon alpinus (Rothund)


     

 Canis aureus (Goldschakal)


     

 Canis simensis (Äthiopischer Wolf)


     

 Canis anthus (Afrikanischer Goldwolf)


     

 Canis latrans (Kojote)


     

 Canis lupus (Wolf + Haushund)








     

 Canis mesomelas (Schabrackenschakal)


     

 Canis adustus (Streifenschakal)




Anlässlich ihrer Vorstellung der Genomsequenz des Haushundes veröffentlichten Lindblad-Toh et al. 2005 auf der Basis molekularbiologischer Daten eine phylogenetische Analyse der Hunde (Canidae). Sie stellten dem Wolf (einschließlich Haushund) den Kojoten als Schwesterart gegenüber. Diesem aus Wolf und Kojote bestehenden Taxon ordneten sie den Goldschakal (C. aureus) als Schwesterart zu. In dieser Forschungsarbeit wurde die Monophylie der Wolfs- und Schakalartigen (Gattung Canis) angezweifelt, da der Streifenschakal (Canis adustus) und der Schabrackenschakal (Canis mesomelas) als Schwesterarten gelten und allen anderen Vertretern der Gattung sowie zusätzlich dem Rothund (Cuon alpinus) und dem Afrikanischen Wildhund (Lycaon pictus) gegenübergestellt werden.[52] Rothund und Afrikanischer Wildhund müssten in die Gattung Canis aufgenommen werden, damit sie als monophyletische Gattung Bestand hat, also eine geschlossene Abstammungsgemeinschaft repräsentiert. Der Rotwolf wurde nicht in dieser Arbeit einbezogen.

Weitere DNA-Analysen ergaben nun 2011, dass sich die ehemals als ägyptische Unterart des Goldschakals (Canis aureus lupaster bzw. jetzt Canis anthus lupaster) eingestuften Tiere genetisch stark von anderen Goldschakalen unterscheiden. Diese ägyptischen Caniden, deren Ähnlichkeit zu Indischen Wölfen (Canis lupus pallipes) bereits im 19. Jahrhundert von Zoologen bemerkt wurde, fallen genetisch in die engere Verwandtschaft der Wölfe. Sie sind auch deutlich größer und langbeiniger als eurasische Goldschakale. Neben den ägyptischen Tieren wurden Vertreter dieser Form auch im Hochland von Äthiopien 2500 Kilometer südöstlich nachgewiesen.[53] Im Jahr 2015 wurden schließlich alle zuvor als afrikanische Goldschakale eingeordneten Caniden als Afrikanischer Goldwolf (Canis anthus) und damit als neue Art beschrieben und in die direkte Verwandtschaft des Wolfes und des Kojoten gestellt. Demzufolge gehören nur die eurasischen Vertreter der ehemals als Goldschakale eingeordneten Tiere der Spezies Goldschakal an.[51]

Interne Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gliederung der Spezies Wolf in Unterarten ist umstritten; auch bei Einbeziehung genetischer Merkmale (mithilfe der Mitochondrial DNA Method) sind die Ergebnisse nicht eindeutig. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass Wölfe regelmäßig weite Wanderungen unternehmen, die eine Durchmischung der Genpools zur Folge haben.[54] Dennoch hat man sich weitgehend auf eine Einteilung in elf lebende und zwei ausgestorbene Unterarten geeinigt. Der Haushund (Canis lupus familiaris) sowie der australische Dingo (Canis lupus dingo) und der diesen zugeschlagene Neuguinea-Dingo sind durch Domestizierung entstandene Unterarten des Wolfs.

Folgende Unterarten werden nach aktuellem Stand anerkannt:[55]

Polarwolf (Canis lupus arctos)
Timberwolf (Canis lupus lycaon)
  • Buffalo-Wolf (Canis l. nubilus); südliche Rocky Mountains, Mittlerer Westen, Ost- und Nordostkanada, südwestlichstes Kanada und Südost-Alaska; mittelgroß, meist grau, schwarz, gelbbraun oder rötlich; in Teilen Kanadas legal bejagt, stabil
  • Dingo (C. l. dingo); Australien, entwickelt aus verwilderten Haushunden
  • Eurasischer Wolf (C. l. lupus); Europa, Russland, China, Mongolei, Himalaya; durchschnittlich groß, gewöhnlich kurzes, graubraunes Fell; die am weitesten verbreitete Unterart Europas und Asiens, geschätzte Zahl 100.000; in einigen Gebieten legal bejagt, in anderen geschützt, stabil
  • Indischer Wolf (C. l. pallipes); Iran, Afghanistan, Pakistan, Indien; sehr kleine Unterart; typischerweise gelbbraun, sandfarben oder rötlich mit sehr kurzem, dichten Fell; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig. Stellt möglicherweise eine eigenständige Art dar.[56]
  • Kaspischer Wolf (C. l. cubanensis); zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer; relativ klein; als Schädling verfolgt, stark gefährdet, rückläufig
  • Mackenzie-Wolf (C. l. occidentalis); Alaska, nördliche Rocky Mountains, West- und Zentralkanada; sehr groß; meist schwarz oder ein gemischtes Grau oder Braun, allerdings ist das gesamte Farbspektrum vertreten; diese Unterart wurde 1995 im Yellowstone-Nationalpark und in Idaho wiedereingeführt; legal in Alaska, Idaho, Wyoming und Montana sowie Teilen Kanadas bejagt, sonst geschützt, stabil
  • Mexikanischer Wolf (C. l. baileyi); Zentral-Mexiko, West-Texas, südliches Neu-Mexiko und Arizona; kleinere Unterart, meist gelbbraun oder rostfarben; seit 1998 in Arizona wieder eingeführt, die Zahl der wildlebenden Tiere beträgt 35–50; vom Aussterben bedroht und geschützt
  • Polarwolf (C. lupus arctos); kanadische Arktis, Grönland; mittelgroß, weiß oder cremeweiß mit langem Fell; legal bejagt, stabil
  • Russischer Wolf (C. l. communis); Zentral-Russland; sehr groß; legal bejagt; stabil oder rückläufig
  • Timberwolf (C. l. lycaon); Südostkanada, östliche USA; größere Unterart, sehr variable Fellfarbe von weiß bis schwarz, meist jedoch braun; in Teilen Kanadas legal bejagt, gefährdet
  • Tundrawolf (C. l. albus); nördliches Russland, Sibirien; relativ groß, typischerweise cremeweiß oder grau; legal bejagt, stabil

Zwei weitere Unterarten, die in Japan heimisch waren, sind ausgestorben: der Hokkaidō-Wolf (C. l. hattai) von der Insel Hokkaido, eine kleinere Unterart, die 1889 aufgrund von Nachstellungen mit Gift ausgestorben ist sowie der Honshū-Wolf (C. l. hodophilax) von den japanischen Inseln Honshu, Shikoku und Kyushu. Dabei handelte es sich um die kleinste bekannte Unterart; sie ist 1905 durch Tollwut und menschliche Nachstellung ausgestorben.

Arabischer Wolf (ehemals Canis lupus arabs)

Neben diesen Unterarten wurden in der Vergangenheit zahlreiche weitere Unterarten beschrieben und teilweise anerkannt. Dies betrifft in Asien etwa den Tibetischen Wolf (ehemals C. l. chanco) aus dem Gebiet zwischen Transkaspien und dem Fernen Osten[57] sowie den Arabischen Wolf (ehemals C. l. arabs) in Saudi-Arabien, Jemen und Oman. In Europa wurden der Iberische Wolf (ehemals C. l. signatus) in Spanien und Nordportugal und der Italienische Wolf (ehemals C. l. italicus) auf der Italienischen Halbinsel als eigene Unterarten betrachtet. Möglicherweise stellt auch der Kaspische Wolf keine separate Unterart dar, da er nach genetischen Untersuchungen mehrere Haplotypen mit den Wölfen Westasiens und Osteuropas teilt und so einem beständigen Genfluss ausgesetzt ist.[58]

Bestand und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal für die Erlegung des letzten freien Wolfs in Westfalen bei Ascheberg

Der Wolf ist als Art aufgrund des großen Verbreitungsgebietes nicht gefährdet (IUCN least concern.[59]) Allerdings galt er seit dem 19. Jahrhundert in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas sowie in Großbritannien als ausgestorben, ebenso in einigen Staaten der USA, teilweise in Mexiko und in Japan, und in den übrigen Regionen als stark dezimiert. Hauptursache ist laut IUCN die Verfolgung durch den Menschen, weil Wölfe Weidevieh und frei lebende Huftiere erbeuten sowie aufgrund „übertriebener Bedenken der Öffentlichkeit“ („exaggerated concern by the public“) bezüglich der Gefährlichkeit von Wölfen. Zudem spielt die Fragmentierung der Lebensräume für den Rückgang der Wolfsbestände eine wichtige Rolle.[60] Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts kamen in Nordamerika größere Bestände nur in Alaska und Kanada und im US-Staat Minnesota vor und einige isolierte Populationen in verschiedenen anderen Regionen der Vereinigten Staaten. Europäische Wolfspopulationen gab es noch in Galizien, Kroatien, der Krain, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Albanien, in Polen, der Slowakei und Russland. Kleinere Vorkommen fanden sich zudem in den Bergregionen von Italien, Spanien und Portugal sowie Schweden, Norwegen und Finnland. Verbreitet blieb der Wolf in Asien, so in Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, Turkmenistan, Afghanistan, in der Mongolei, in China, Indien, Korea, Irak, Iran, Türkei, Armenien, Georgien, Aserbaidschan, Saudi-Arabien, Syrien und Israel. Daten und Zahlen hierzu gelten allerdings als fragmentarisch und unzureichend.[61]

Obwohl Wölfe seit den 1970er Jahren international unter zunehmend hohem Schutz stehen und eine direkte Jagd in den meisten Ländern verboten ist, werden sie weiterhin aktiv verfolgt. In manchen Staaten bestehen nach wie vor offizielle Jagdquoten, ein Problem stellen außerdem Wilderei und illegale Abschüsse dar. Nach Informationen des WWF Deutschland wurden in Deutschland in den letzten Jahren mindestens 18 Wölfe illegal getötet.[62] Institutionen des internationalen und regionalen Naturschutzes und Maßnahmen des Wildtiermanagements wirken dem Bild des „bösen Wolfs“ entgegen und bemühen sich um Veränderungen in der gesellschaftlichen Wahrnehmung.

Bestand in Europa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bestände des Wolfs sind seit Anfang des 21. Jahrhunderts in vielen europäischen Ländern stabil oder nehmen zu; speziell in Albanien, Finnland, Mazedonien, Portugal und in der spanischen Sierra Morena kam es jedoch zu rückläufigen Bestandsentwicklungen.[63] Nach Erhebungen in den Jahren zwischen 2009 und 2013 geht man von etwa 12.000 bis 18.000 Wölfen in Europa ohne die Bestände in Russland und der Ukraine aus.[64][65]

Mitteleuropäische Flachlandpopulation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neuere Forschungen belegen, dass die Bestände der bislang so genannten mitteleuropäischen Flachlandpopulation in Westpolen und Deutschland entgegen bisherigen Annahmen weder eine eigenständige Population bilden noch weitgehend isoliert sind, sondern lediglich den westlichen Rand einer deutlich größeren, nordosteuropäisch-baltischen Population darstellen. Zuwanderungen von Tieren aus Nordostpolen nach Westpolen und Deutschland sind kein Einzelfall, sondern häufig. Der festgestellte Inzuchtkoeffizient beispielsweise des Bestandes in Brandenburg beträgt 0,01 und ist damit vergleichsweise niedrig.[66][67][68]

Während 2005 für Deutschland sechs und für Westpolen 13 erwachsene Wölfe angegeben waren, wurden 2012 in Deutschland bereits 14 Rudel und drei reviertreue Paare, in Polen 22 Rudel und zwei Paare gezählt. Die Anzahl aller adulten Wölfe wurde danach auf etwa 150 geschätzt.[63] Konkrete Zahlen aus Deutschland im Jahr 2013 zeigen einen weiteren Zuwachs. So wurden insgesamt 24 Wolfsrudel oder -paare und vier Einzelwölfe nachgewiesen.[69]

Auch in Polen kamen 2014 weitere Rudel hinzu. Dort etablierte sich ein Bestand von 31 Wolfspaaren. Im Monitoringzeitraum davor waren es 26 Rudel;[70] 2016 gab es in Deutschland 69 nachgewiesene Wolfsrudel.[71]

Alpine und italienische Population[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wolf wurde im Alpenraum komplett und in Italien weitgehend ausgerottet. Ein Restbestand von rund 100 Wölfen überlebte in den Abruzzen. Nachdem Italien die Art Mitte der 1970er Jahre unter Schutz gestellt hatte, erholte sich der Bestand und breitete sich im gesamten Apennin wieder aus. Heute leben dort wieder rund 800 bis 1000 Wölfe mit leicht steigender Tendenz.[72] Der WWF schätzt, dass in Italien jedes Jahr 20 Prozent des Bestandes illegal geschossen werden.[73]

1985 wurde erstmals ein Wolf aus dem Apennin in den italienischen Alpen nachgewiesen, 1987 einer in den französischen Alpen. Die erste Rudelbildung erfolgte hier 1992. Die Ausbreitung schreitet seither weiter voran. In die Schweizer Alpen gelangten die ersten Wölfe 1995. Die Erhebungen im Winter 2010/2011 zeigten, dass im südwestlichen Alpenraum insgesamt 37 Wolfsrudel lebten, davon 16 in Frankreich, 14 in Italien und sieben grenzüberschreitende.[74] Der minimale Bestand in den Rudelterritorien beträgt 118–153 Tiere, insgesamt geht man von 250 bis 300 Wölfen in den Alpen aus.[75] Weitere Rudelbildungen erfolgten seither in der Schweiz (2012) und in den östlichen italienischen Alpen (2013).

Der WWF schätzte, dass sich 2010 in den östlichen Bundesländern Österreichs drei bis fünf Tiere aufhielten.[76][77] Seit 2009 wurden zudem in Tirol mindestens drei Wölfe nachgewiesen. Die EU-Kommission gab 2013 für Österreich insgesamt zwei bis acht Tiere an.[63]

Skandinavische Population[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die sehr kleine Population in Skandinavien gilt vor allem wegen ihrer geringen genetischen Vielfalt als gefährdet.[78] Der Bestand an freilebenden Wölfen in Skandinavien geht auf nur drei Gründertiere zurück, die aus der finnisch-russischen Population stammen; zwei davon wanderten 1983 ein, ein drittes kam 1991 dazu.[79] In jüngster Vergangenheit wanderten aber mehrere Wölfe aus der finnisch-russischen Population zu, so dass sich die genetische Problematik entschärfte. Im Winter 2012/2013 wurden in Schweden 30 Rudel und 20 reviertreue Paare gezählt, in Norwegen drei Rudel und vier Paare. Fünf weitere Rudel und zwei Paare hatten grenzüberschreitende Reviere. Der Bestand wurde auf 380 (±30) Wölfe geschätzt.[80]

Karelisch-Baltische Population[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Estland, Lettland und Litauen wurden 2010 und 2011 zwischen 800 und 1000 Wölfe angenommen, hinzu kommen die Bestände aus dem östlichen Polen von bis zu 359 Tieren. Die finnische Population ist mit 150 bis 165 Tieren angegeben. Es fehlen bei dieser Zählung die Zahlen aus Karelien und aus Murmansk.[63] An anderer Stelle ist die Karelisch-Baltische Population mit insgesamt etwa 4300 Wölfen angegeben.[64]

Karpatische Population[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der karpatische Wolfsbestand gilt mit 3000 Tieren als stabil; exakte Zahlenangaben sind hier jedoch kaum möglich. Für die Slowakei geht man von 200 bis 400 Wölfen aus (laut offizieller Statistik waren es 2010 allerdings 1823 Tiere). In Rumänien leben 2300 bis 2700 Wölfe und in Ostpolen etwa 250 Wölfe. Die Tschechische Republik gibt einen Wolf an und auch in Ungarn geht man von einzelnen Individuen aus.[63]

Dinariden-Balkan Population[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch im Gebiet der Dinariden und des Balkan gelten die Zahlen wegen der schwierigen Erfassung als ungenau. Für Slowenien werden 32 bis 43 Tiere angegeben; für Kroatien 50 Rudel bzw. 168 bis 219 Tiere; für Bosnien und Herzegowina 650 Tiere; für Bulgarien etwa 1000 (gegenüber der offiziellen Angabe von 2200 bis 2500 Wölfen); für Mazedonien 267; für Serbien um die 800; für Griechenland mindestens 700; für Albanien 200 bis 250 (gegenüber der offiziellen Zahl von 2370 Wölfen).

Iberische Population[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gesamtzahl der iberischen Population wird mit etwa 2400 Tieren angegeben; davon leben circa 2000 in Spanien und 400 in Portugal.[64]

Die größten spanischen Vorkommen befinden sich in der autonomen Region Kastilien und León (Provinzen León, Zamora, Palencia, Burgos, Valladolid, Avila, Soria) sowie in Galicien, Asturien, Kantabrien, La Rioja, in der Provinz Álava (País Vasco), im Norden der Autonomen Gemeinschaft Madrid und im Norden der Provinz Guadalajara; die Lage in der Provinz Salamanca ist unklar.[81] Einen isolierten und rückläufigen Bestand von Wölfen zeigt die Sierra Morena. Während man 2005 noch von 63 bis 77 Tieren ausging, konnte 2012 nur noch ein Rudel festgestellt werden. Es gab einige kleine Populationen in der Provinz Cáceres (Sierra de Gata und Sierra de San Pedro), die inzwischen ausgestorben sind beziehungsweise ausgerottet wurden.

In Portugal findet man Vorkommen fast ausschließlich nördlich des Douro: in Serras de Alvao, Arga, Peneda, Larouco, Geres, Soajo, Marao, Montesinho und Mogadouro. Südlich des Flusses leben Wölfe in folgenden Gebirgen: Serra de Leomil, Montemuro, Gralheira, Arada und möglicherweise Serra de Malcata.[82]

Aus den französischen Seealpen sind Wölfe nach Spanien in den Naturpark Cadí-Moixeró vorgedrungen (katalanische Pyrenäen); dieses neue katalanische Vorkommen ist relativ klein.

Der Wolf in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausrottung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 17. Jahrhundert erholten sich während des Dreißigjährigen Kriegs in Deutschland, insbesondere in seinen Ostprovinzen, teilweise die Bestände des bereits weitgehend ausgerotteten Wolfs. Der Wolf war bis 1770 im Sauerland und in der Eifel bis 1872 heimisch, danach wird er als Zuwanderer aus den Ardennen eingestuft. Die Tiere sollen über den zugefrorenen Rhein auf die östliche Rheinseite gekommen und dann weiter bis nach Wittgenstein gewandert sein. Zuwanderer verzeichnete man in Westfalen noch bis 1861 und in der Eifel bis 1900. Die letzten Tiere sollen alle Rüden gewesen sein, die Fernwanderungen durchführten.[83] In Pommern kam der Wolf bis in die 1850er Jahre vor.[84][85]

Im Gebiet der heutigen Bundesrepublik waren Wölfe bereits um 1750 weitgehend ausgerottet.[86] Doch wurden bis zur Wiederbesiedlung einiger Regionen Deutschlands um die Jahrtausendwende immer wieder einzelne Wölfe geschossen oder auf andere Weise getötet, in Niedersachsen beispielsweise 1872 ein Wolf im Becklinger Holz.[87] Auf einige dieser Wölfe richtete sich das besondere Interesse der Öffentlichkeit, etwa auf den 1904 in der Lausitz erschossenen „Tiger von Sabrodt“, den man zunächst für ein entkommenes Zirkustier gehalten hatte.[88] Als Würger vom Lichtenmoor wird ein fiktives Raubtier bezeichnet, das 1948 in Niedersachsen zahlreiche Haus- und Wildtiere rund um das Lichtenmoor nordöstlich von Nienburg/Weser gerissen haben sollte und dem später eine Wolfsidentität zugeschrieben wurde. Tatsächlich handelte es sich bei den vermeintlichen Angriffsopfern des „Würgers“ weitestgehend um Tiere, die gewildert oder illegal geschlachtet worden waren.[89]

Wolfsteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits seit dem 17. Jahrhundert werden in Deutschland Wolfsteine im Andenken an besondere Ereignisse mit Wölfen, besondere Jagden oder Abschüsse aufgestellt. In neuerer Zeit werden auch Steine angedenklich der Rückkehr von Wölfen gesetzt. Die folgende Liste führt einige der bekannteren Wolfsteine auf.

Datum Bundesland / Region zum Tier Anmerkungen Abbildung
20. April 1618 Sachsen / Friedewald, Weinböhla Erinnerung an eine Treibjagd auf einen Wolf Wolfssäule Friedewald mit Inschriften auf vier Seiten des Sockels und der Aufzählung aller 36 an der Jagd beteiligten Personen
Wolfssaeule friedewald gesamt sk.jpg
Januar 1724 Harz / Schwiederschwende Der letzte Wolf der Region Wolfsdenkmal mit der Inschrift: Unter der Regierung des Grafen Jost Christian zu Stolberg-Roßla wurde im Monat Januar 1724 der letzte Wolf allhier erlegt.
Wolfsdenkmal.jpg
20. November 1738 Friesland / Oestringfelde

→Lage

Ein verirrter Wolf aus der Heide bei Oestringfelde, geschossen von Anton Richter, Sohn des Wildschützen Der Wolfsgalgen ist ein Holzstamm mit ausladendem Ast, der an den an einem Baum zur Besichtigung aufgehängten Wolf erinnert. Er wurde im Laufe der Jahrhunderte regelmäßig erneuert, zuletzt 1998.[90]
Der Wolfsgalgen in Oestringfelde, 2017
1776 Ostfriesland / Coldinne

→Lage

der Letzte Wolf von Ostfriesland Im 1962 entworfenem Ortswappen soll ein silberner Wolf daran erinnern, dass „in der abgelegenen, fast nur von Schäfern bewohnten Heide der letzte Wolf Ostfrieslands erlegt wurde.“[91]
Wappen Menstede-Coldinne.png
27. Januar 1845 Rheinland-Pfalz / Birkenfelder Land Der letzte Wolf der Region erschossen von dem Gutsbesitzer Albert Lapointe, unterhalb der Nahequelle im Distrikt Kreuzwald[92]
10. März 1847 Württemberg / Stromberg Der letzte Wolf der Region, das Tier wurde ausgestopft und im Naturkundemuseum Stuttgart ausgestellt der Wolfstein wurde 1969 als Denkmal aufgestellt
Wolfsstein im Stromberg.JPG
12. Januar 1879 Rheinland-Pfalz / Hunsrück, Erbeskopf Der letzte Wolf im Hochwald von Rheinland-Pfalz geschossen vom Förster Teusch von Deuselbach[92]
24. März 1961 Brandenburg / Fläming, Mehlsdorf (heute Ortsteil von Ihlow) bei Dahme/Mark Der letzte Wolf im Fläming Findling mit der Inschrift: Am 24. März 1961 wurde im Mehlsdorfer Busch 404 m von diesem Stein entfernt in Richtung SSW ein Wolf erlegt.
2005 Brandenburg / Rochauer Heide

→Lage

Wolfsstein: Zur Erinnerung an die Rückkehr von Wölfen nach Brandenburg
um 2010 Wendland / Liepe

→Lage

Wolfsstein: Der Wolfspfad von Moskau bis in die Ardennen

Einwanderung seit 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon nach dem Zweiten Weltkrieg wanderten immer wieder Wölfe nach Deutschland ein. Bis 1990 wurden in Deutschland mindestens 21 Wölfe geschossen oder mit Fallen gefangen.[93] Auch nach 1990 sind immer wieder Wölfe über die polnische Grenze nach Deutschland eingewandert und hielten sich bevorzugt auf Truppenübungsplätzen auf. Im Jahr 2000 wurde im sächsischen Teil der Lausitz erstmals seit mindestens 100 Jahren wieder eine erfolgreiche Reproduktion (Welpenaufzucht) des Wolfes in Deutschland nachgewiesen, der Beginn einer nun einsetzenden Populationsdynamik. Seitdem hat der Bestand an Wölfen dort kontinuierlich zugenommen und das Verbreitungsgebiet hat sich beständig vergrößert. Ende Juli 2013 lebten in der Lausitz in Sachsen und Brandenburg 14 Rudel oder Paare.[94]

Außerhalb der Lausitz gibt es weitere territoriale Vorkommen: Drei reproduzierende Rudel in Brandenburg,[95] zwei reproduzierende Rudel in Sachsen-Anhalt,[96] ein reproduzierendes Rudel in Niedersachsen und mehrere stationäre Einzeltiere oder Paare in anderen Regionen Sachsen-Anhalts, Brandenburgs, Mecklenburg-Vorpommerns und Niedersachsens sowie in Schleswig-Holstein.[97][98] Nachdem die Regierung von Schleswig-Holstein 2007 die erste Wolfsichtung verzeichnet hatte, gab es bis 2012 bereits 22 nachgewiesene Sichtungen;[99] im Wildpark Eekholt wird ein landeseigenes Wolfsinformationszentrum betrieben.[100] In Thüringen wurde 2013 ein einzelner Wolf gesichtet.[101] In Hessen und Bayern wurden Einzeltiere beobachtet, deren Schicksal unbekannt ist.[102][103][104] Vieles deutet darauf hin, dass sich in einigen Landkreisen Bayerns Wölfe ansiedeln, die ursprünglich aus Norditalien stammen.[105] Aus Nordrhein-Westfalen gab es bis 2015 drei Nachweise.[106] Ende 2014 wurden in Ostwestfalen DNA-Spuren eines Wolfs nachgewiesen.[107][108] Seit Anfang 2015[109] und gehäuft im Frühjahr und Sommer 2016 tauchten auch im Westen Deutschlands umherwandernde Tiere auf, so im April 2016 in Rietberg-Mastholte [110][111] und in Haltern am See[112] und im Juni ein mehrfach gesichteter „schwarzer Wolf“ in der Resser Mark in Gelsenkirchen.

In Deutschland wurden 2014 insgesamt 34 Rudel nachgewiesen. Im Jahr 2016 gab es in Deutschland 69 nachgewiesene Wolfsrudel, davon zwei grenzüberschreitende mit Polen bzw. Tschechien. In Brandenburg und Berlin wurden 24 Rudel nachgewiesen, in Sachsen 21, in Sachsen-Anhalt 12, in Niedersachsen 9 und in Mecklenburg-Vorpommern 3.[113]

Politische Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rückkehr der Wölfe hat zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen Befürwortern und Gegnern dieser Entwicklung geführt. Von vielen Landesregierungen wurde ein sogenanntes Wolfsmanagement aufgelegt, das ein konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Wolf ermöglichen soll. Eine der damit verbundenen Maßnahmen war z. B. die Gründung des LUPUS – Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland und weitere Initiativen, die schon früher eine Aufklärung der Bevölkerung durch intensive Öffentlichkeitsarbeit zum Ziel hatten. Zu einem Ausgleich zwischen den gegensätzlichen Positionen konnten diese Bemühungen jedoch bislang kaum beigetragen und die Debatte ähnelt oft einem „Glaubenskrieg“ um das richtige Vorgehen, der von gegenseitigen Schuldzuweisungen begleitet wird. Besonders mit Beginn des Winterhalbjahrs wiederholen sich alljährlich Berichte über Nahkontakte zwischen Mensch und Wolf, die von der einen Seite eher als harmlos, von der anderen Seite als potenziell bedrohlich beurteilt werden.

Die Frage, inwiefern eine weitere Zunahme des Wolfsbestands wünschenswert ist, ist politisch sehr aufgeladen und wird häufig benutzt, um den jeweilig Verantwortlichen mangelndes oder falsches Handeln vorzuhalten. Der Streit geht quer durch alle betroffenen Gruppen – also Behörden, Parteien, Tierschützer, Viehzüchter, Naturschutz- und Jagdverbände.

Im November 2016 verfassten die umweltpolitischen Sprecher der Fraktionen von CDU und CSU im Bund und den Ländern die „Dresdner Resolution“. In diesem Papier wird die Rückkehr des Wolfes „als Ergebnis des Naturschutzes“ zumindest in Teilen als nicht unproblematisch dargestellt und die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht der Länder zur Prüfung vorgeschlagen.[114][115] Der Wildbiologe und Wolfsberater Ulrich Wotschikowsky, der in der Vergangenheit bereits die Wolfspolitik des NABU und anderer Verbände getadelt hatte, übte in einem offenen Brief heftige Kritik an den Unionspolitikern.[116][117]

Wölfe in Baden-Württemberg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juni 2015 wurde in der Nähe von Lahr an der Bundesautobahn 5 ein toter Wolfsrüde gefunden.[118] Ein zweiter toter Wolfsrüde wurde im November 2015 in der Nähe von Merklingen an der Bundesautobahn 8 gefunden.[119] Die beiden waren die ersten Wölfe, die rund 150 Jahre nach der Ausrottung auf dem Gebiet des heutigen Baden-Württembergs nachgewiesen wurden. Genetische Untersuchungen ergaben, dass die beiden Rüden Brüder waren. Sie waren im Schweizer Kanton Graubünden geboren worden und trugen in der Schweiz die Bezeichnungen M53 und M48.[120] Im Mai 2016 wurde ein Wolf auf der Baar gesichtet; die Sichtung wurde durch Wildtiermonitoring bestätigt.[121]

Wölfe in Niedersachsen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wolfsbüro im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz schätzte, dass es in Niedersachsen 2015 ungefähr 70 Wölfe gab.[122] Bei sechs von sieben Rudeln wurde in diesem Jahr Nachwuchs nachgewiesen. Die ersten Rudel mit Welpen wurden in der Lüneburger Heide auf dem Truppenübungsplatz Munster und später auch auf dem Truppenübungsplatz Bergen beobachtet, die als militärische Sperrgebiete ohne Spaziergänger einen besonders hohen Reichtum an Tierarten aufweisen.[123][124][125] Ende September 2015 wurde in der Lüneburger Heide ein ausgewachsener männlicher Wolf überfahren,[125] zwei weitere Tiere wurden im April 2015 Opfer des Autoverkehrs.[122] Seit November 2008 sind in Niedersachsen in 130 Fällen Schafe, Gatterwild oder Rinder von Wölfen gerissen worden. In 47 weiteren Fällen wurden Angriffe von Wölfen auf die genannten Tierarten zwar für möglich gehalten, konnten aber nicht nachgewiesen werden (Stand: 25. Mai 2016).[126][122] Am 27. April 2016 wurde ein Wolf, bei dem die Vergrämung fehlgeschlagen war, erschossen und ist damit der erste legal erschossene Wolf nach der Rückkehr der Tiere in Deutschland. Der niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel sowie die Umweltverbände wie der NABU bedauerten zwar die Entscheidung, begründeten sie aber damit, dass der Wolf (MT6) sich immer wieder Menschen genähert hatte.[127] Mitte Juli 2016 ist die Existenz eines neunten Rudels in Niedersachsen nachgewiesen worden. Es lebt mit sechs Jungen im Raum Göhrde des Landkreises Lüchow-Dannenberg. Damit ist nach Angaben der Landesjägerschaft Niedersachsen die Zahl der Wölfe in Niedersachsen auf 80 gestiegen.[128]

Wölfe in Sachsen-Anhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Truppenübungsplatz Altengrabow im östlichen Teil von Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2009 fünf Welpen geboren. Diese waren die ersten Welpen, die nachweislich außerhalb der Lausitz von frei lebenden Wölfen geboren wurden. 2011 wurden dem Nabu-Landesverband zwölf Wölfe angezeigt, die durch den Menschen zu Tode kamen. Trotzdem wurden 2013 sechs Rudel nachgewiesen. Durch DNA-Spuren wurde 2015 erstmals ein Angriff eines Wolfes auf ein Pferdefohlen nachgewiesen. Das Tier gehörte zu einer Konik-Herde, die vom NABU in der Oranienbaumer Heide bei Dessau zur Landschaftspflege eingesetzt wird. Die Pferde wehrten den Wolf ab, das nur leicht verletzte Fohlen erholte sich rasch.[129]

Der am 1. Februar 2017 veröffentlichte Wolfs-Monitoring-Bericht der Landesregierung zeigt, dass mit der Zunahme des Wolfsbestands in Sachsen-Anhalt auch der durch die Wölfe verursachte Schaden zunahm. Während es 2014 neun Übergriffe auf Nutztiere gab, waren es 2015 schon 23 und im vergangenen Jahr zählten die Experten 44 Angriffe. Dabei wurden 85 Schafe, 30 Rehe und anderes Gehegewild, 18 Rinder und eine Ziege getötet.[130] Im vergangenen Jahr zahlte das Land etwa 20.000 Euro an Entschädigungen sowie etwa 100.000 Euro für Präventionsmaßnahmen.

Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Zahl an Wölfen in Sachsen-Anhalt hat Umweltministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert angekündigt, ab 15. Februar in Iden (Altmark) ein Wolfskompetenzzentrum einzurichten. Dort sollen Nutztierhalter über einen effizienten Herdenschutz informiert werden; geplant sind unter anderem Lehrgänge und Workshops sowie Informationen über wolfssichere Zäune. Auch Schulen, Kitas und Vereine sollen stärker über den Wolf aufgeklärt werden.[131]

Auch der Landtag von Sachsen-Anhalt hat sich Anfang Februar 2017 in einer Aktuellen Debatte mit der Rückkehr des Wolfes und den daraus resultierenden Herausforderungen beschäftigt. Dabei waren sich die Fraktionen im Wesentlichen einig: Der Wolf soll nicht wieder ausgerottet, einzelne Problemwölfe aber zum Abschuss freigegeben werden. Die CDU-Fraktion forderte darüber hinaus, den Wolf langfristig in das Jagdrecht aufzunehmen.

Der Wolf in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Eiszeit waren Wölfe im Großteil des heutigen Staatsgebietes verbreitet. 1846 erlegte Erzherzog Franz Karl von Österreich den letzten im Wienerwald lebenden Wolf.[132] Das Hauptverbreitungsgebiet der Wölfe war die Steiermark, wo sie bis 1882 vorkamen; in diesem Jahr wurde der letzte Wolf in Österreich getötet. Seither konnte sich keine Population mehr dauerhaft etablieren, ein sich 1954 erfolgreich fortpflanzendes Paar in Osttirol blieb ein Einzelfall.[133]

Seit 1970 stieg die Zahl der Sichtungen im Grenzgebiet Österreich/Tschechien. Im oberösterreichischen Bezirk Rohrbach wurde bis 1989 nur ein Wolf gesichtet, zwischen 1990 und 2004 waren es zehn Tiere in derselben Region. Aus dieser Zeit sind Meldungen über Abschüsse im Bezirk Rohrbach, bei Eibeswald in der Steiermark und bei Eisenkappl in Kärnten bestätigt.[134]

Besonders seit 2009 nimmt die Zahl der Wolfsnachweise in Österreich zu. Für das Jahr 2010 schätzte der WWF, dass sich in Österreich drei bis fünf Tiere in den östlichen Bundesländern aufhalten.[76][77] Seit 2009 wurden zudem in Tirol mindestens drei Wölfe nachgewiesen. Die europäische Kommission gab 2013 für Österreich zwei bis acht Tiere an.[63] Bemerkenswert ist, dass diese Wölfe aus drei verschiedenen Populationen stammen: aus den Westalpen, dem Balkan und den Karpaten.[135] Im Jahr 2016 wurden auch Spuren eines einzelnen Wolfes im Waldviertler Truppenübungsplatz Allentsteig gefunden.[136] Im August 2016 registrierte hier eine Fotofalle vier Wölfe, darunter zwei Jungtiere, also eine Familie; damit wurde nach über hundert Jahren erstmals Nachwuchs gesichtet.

Gesetzlicher Schutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Europa ist der Wolf durch folgende Regelwerke geschützt:

  • Dem Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES, Convention on International Trade in Endangered Species of the Wild Fauna and Flora) vom 3. März 1973 gehören 152 Staaten an. Es stellt Richtlinien für den Handel mit geschützten Tieren und deren Erzeugnissen auf und schränkt die Ein- und Ausfuhr der Tiere oder ihrer Teile (Felle, Schädel, Knochen …) ein. Der Wolf ist hier in Anhang II (gefährdete Tierart) aufgeführt, einige vom Aussterben bedrohte Subpopulationen in Anhang I.
  • In der Berner Konvention haben sich 45 Staaten auf die Erhaltung und den Schutz wildlebender Pflanzen und Tiere und ihrer Lebensräume verständigt. Der Wolf ist in Anhang II der Konvention aufgeführt.
  • Die FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, 92/43/EWG) wurde 1992 von der Europäischen Union in Kraft gesetzt und soll EU-weit die Ausweisung und Erhaltung von Lebensräumen und Wildtieren regeln. Der Wolf ist hier in Anhang IV aufgeführt, sein Lebensraum in Anhang II. Diese Richtlinie ist von allen EU-Mitgliedsstaaten jeweils in nationales Recht umzusetzen.
  • In Deutschland setzt das Bundesnaturschutzgesetz die FFH-Richtlinie in bundesdeutsches Recht um und stellt den Wolf gem. § 7 (2) Nr. 14 a) bzw. b) unter strengen Schutz.[137] Er unterliegt außerhalb Sachsens nicht dem Jagdrecht, in Sachsen ist er ganzjährig geschont.[138]
  • In Österreich ist im Tierschutzgesetz die Haltung von Wölfen im Abschnitt 7.10.6 der 2. Tierhaltungsverordnung geregelt. Das Tierseuchengesetz regelt nach § 16 die Tötung und das Einfangen von Wölfen, bei denen die Wutkrankheit (Tollwut) ausgebrochen ist. Nach dem Wiener Naturschutzgesetz gilt der Wolf als streng geschützte Art. In verschiedenen Landesjagdgesetzen gilt er als nicht jagdbar oder ist ganzjährig geschont.[139]

Mensch und Wolf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tamaskan entspricht dem Wolf nur im Aussehen, nicht im Verhalten

Domestizierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Domestizierung (Haushund)

Der Wolf ist der alleinige Vorfahr des Haushundes. Wie Wölfe domestiziert wurden, ist unbekannt. Die Verwandtschaft zum Wolf zeigt sich recht deutlich bei einigen Hunderassen; Samojede, Siberian Husky, Alaskan Malamute, Kanaanhund oder der Shiba und Akita weisen einen ursprünglichen Typ mit spitzem Fang, spitzen Stehohren und quadratischem Körperbau auf; auch andere Rassen wie der Deutsche Schäferhund zeigen eine gewisse äußere Ähnlichkeit zum Wolf. Diese Rassen sind jedoch nicht enger mit dem Wolf verwandt als andere. Das Lautverhalten der Wolfs- und Schlittenhunde ähnelt dem der Wölfe; sie bellen kaum und wenn, dann nicht anhaltend, stattdessen jaulen und heulen sie in vielen Variationen.

Verhältnis des Menschen zum Wolf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Völker, die von der Jagd lebten, etwa in Nordeuropa und Nordamerika, sahen im Wolf einen ihnen ebenbürtigen oder überlegenen Konkurrenten, dessen Ausdauer und Geschick bewundert und begehrt waren. Der Wolf wurde auch als Beschützer oder als übernatürliches Wesen betrachtet und verehrt. Krieger identifizierten sich mit dem Wolf (Therianthropie); Vornamen wie Wolf, Adolf, Wolfgang oder Wolfhard erinnern an seine Wertschätzung. Verschiedene Teile des Wolfs galten auch in Deutschland als heilkräftig. So sollten Schuhe aus Wolfsfell Knaben zu tapferen Männern heranwachsen lassen. Während der Wolf von vorchristlichen europäischen Völkern verehrt wurde, nachweislich den Kelten der Eisenzeit und den Germanen[140] der Römerzeit, wurde die Beziehung des Menschen zum Wolf in Europa im Zuge der fortgeschrittenen Christianisierung, besonders ab dem Mittelalter und in der Frühen Neuzeit, zunehmend von Angst und Dämonisierung geprägt.[141]

Konflikte zwischen Mensch und Wolf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da der Wolf sowohl Nutztiere reißt als auch Menschen angreifen kann,[142] wird er von Vielen als bedrohlich angesehen. Zudem ernährt er sich vorrangig von Wild war deshalb in historischer Zeit ein bedeutsamer Nahrungskonkurrent des Menschen. Die starke Ausbreitung menschlicher Siedlungs- und Agrarflächen sowie die offene Viehhaltung, hier vor allem die bis ins 19. Jahrhundert verbreitete Waldweide von Rindern, Schafen, Schweinen und Pferden, führte zu zahlreichen Haustierverlusten durch Wölfe. Auch wenn die angegebenen Verluste in manchen Fällen übertrieben waren oder durch wildernde Hunde verursacht wurden, waren die wirtschaftlichen Schäden bei dieser Art der Viehhaltung für die Bauern häufig bedeutend. Zudem war der Wolf auch hinsichtlich der Nutzung von Wildbeständen zur Beschaffung von Fleisch und anderen Rohmaterialien wie Fellen Konkurrent des Menschen. Typisch waren Beschreibungen wie die im Grossen vollständigen Universal-Lexicon aus dem Jahr 1758.[143] Dort wird behauptet, der Wolf sei „gar sehr gefräßig, grausam, arglistig, und der gefährlichste Feind der wilden und zahmen Thiere, sonderlich der Schaafe“, ferner das „schädlichste Geschöpf Gottes“, welches „die Menschen angreiffet, zerreisset und frisset.“ Berichte und Geschichten über „Wolfsplagen“ und Angriffe auf Menschen (zum Teil mit Todesfolge) finden sich bis in die Neuzeit in zahlreichen schriftlichen Quellen. So wird schon 1197 von einer „Wolfsplage“ an der Mosel berichtet, die angeblich mehrere menschliche Opfer forderte.

Ziel der Verfolgung des Wolfs in West- und Mitteleuropa, vor allem durch große Treibjagden, war die völlige Ausrottung.[144] Mit so genanntem Wolfzeug (Seile, an welchen Lappen hingen) wurden die bekannten Rückzugsgebiete umspannt. Die Wölfe schlüpften nicht unter diesen Seilen mit Lappen hindurch, sondern blieben im abgesperrten Bereich. Die Treiber trieben die Wölfe auf eine Schützenkette zu, wo diese dann erschossen wurden. Zu den Treibjagden wurde das Jagd- und Forstpersonal, ferner die zu Jagdfrondiensten verpflichtete Bevölkerung aufgeboten. Diese Wolftreibjagden waren bei der Bevölkerung verhasst, da sie im Winter bei Neuschnee durchgeführt wurden. Denn nur bei Neuschnee konnte man den Spuren der Wölfe gut folgen und deren Rückzugsgebiete feststellen. Die Jagden dauerten viele Stunden, ja Tage. Bei der zu Jagdfrondiensten verpflichteten Bevölkerung handelte es sich meist um arme Tagelöhner und Bauern. Diese Treiber verfügten häufig nur über unzureichende Winterbekleidung, was immer wieder zu Erkrankungen führte. In der Oranienburger Region wurden zu Beginn des 18. Jahrhunderts zwischen 10 und 25 Jagden pro Jahr angesetzt. Gemeinden und Städte versuchten immer wieder, sich von der Stellung von Treibern zu befreien. Die Stadt Neu-Ruppin zahlte 1672 mehrere hundert Reichstaler, um die Verpflichtung loszuwerden.

Neben den Treibjagden gab es noch andere Jagdmethoden. Um den Anreiz der Wolfsjagd zu erhöhen, gab es hohe Fangprämien. Nach einer Verordnung in Preußen zahlte man für eine adulte Wölfin zwölf Taler, einen adulten Wolf zehn Taler, einen Jungwolf acht Taler und für einen ausgegrabenen Welpen vier Taler. Das Tragen von Schusswaffen war der normalen Bevölkerung aber verboten. Es wurden u. a. mit Strychnin vergiftete Köder eingesetzt. Auch Wolfsgärten und Wolfsgruben wurden angelegt. Eine weitere Methode waren aus Eisen geschmiedete Wolfsangeln.[145] Die mit Widerhaken versehenen Enden wurden mit Ködern bestückt und an einem Baum so hoch aufgehängt, dass der Wolf danach springen musste, um zuschnappen zu können. Der Wolf blieb mit dem Maul hängen und verendete in einem langen Todeskampf.

Schon im 18. Jahrhundert wurden westlich der Oder im Deutschen Reich nur noch Einzelwölfe festgestellt.[146] Nur in Ostpreußen konnte sich die Wolfspopulation noch halten. So betrug die Jagdstrecke in Ostpreußen im Winter 1747/48 noch immer 241 Wölfe, während in den drei westlich angrenzenden Provinzen zusammen nur noch 24 Wölfe zur Strecke kamen. Noch 1764 forderte die brandenburgische Provinzialregierung eine Erhöhung des Schussgelds, weil zehn Wölfe festgestellt wurden, die bald darauf (ohne Erhöhung des Schussgeldes) erschossen wurden. Der Wolf wurde nach und nach in immer mehr Gebieten ausgerottet.

Der Wolf wurde unter anderem in Großbritannien (letzte Erlegung 1743), Dänemark (1772), Luxemburg (1893)[147] und Deutschland (spätestens 1904) ausgerottet. In Süd- und Osteuropa gelang es in historischer Zeit nie, die Bestände bis zur annähernden Ausrottung zu dezimieren.

Schutzmaßnahmen gegen die Erbeutung von Nutztieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schutzmaßnahmen sind vor allem für Schafherden wichtig. Zum Schutz werden heute in erster Linie wolfssichere Nachtpferche, Elektrozäune und Herdenschutzhunde eingesetzt, des Weiteren auch Herdenschutzesel. Herdenschutzhunde sind von Hütehunden zu unterscheiden, die dem Schäfer helfen, die Herde zusammenzuhalten.

Angriffe auf Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesicherte Berichte über Wolfsangriffe auf Menschen sind selten und dabei spielen oft Tollwuterkrankungen eine Rolle. Zu Wolfsangriffen in neuerer Zeit existieren eine Reihe von Fallstudien: In Europa (ohne Russland/UdSSR) wird für die Jahre von 1952 bis 2001 von neun Fällen berichtet, bei denen Menschen durch frei lebende Wölfe getötet wurden, wobei bei fünf dieser Fälle bei den Tieren Tollwut nachgewiesen wurde. In Nordamerika untersuchte Mark McNay 80 Fälle zwischen 1970 und 2002, bei denen Wölfe Menschen mit wenig Scheu („little fear“) begegneten.[148] In 39 dieser Fälle zeigten gesunde Wölfe dem Menschen gegenüber aggressives Verhalten, wobei es in 16 Fällen zu einem Biss des Wolfs kam. Keine dieser Bissverletzungen war lebensbedrohlich, aber in sechs Fällen waren die Bissverletzungen ernst („severe“), vier davon betrafen Kinder. In sechs Fällen wurden die Menschen von Hunden begleitet; vermutlich war hier der Hund Auslöser der Attacke. In zwölf weiteren Fällen wurde eine Tollwutinfektion nachgewiesen oder vermutet. In den restlichen 29 Fällen kam es zu keinem aggressiven Verhalten, die Wölfe zeigten aber keine Scheu gegenüber Menschen.[148] Im März 2010 kam es in der Tundra Alaskas zu einem tödlichen Wolfsangriff auf eine Joggerin. Die forensische Untersuchung des Todesfalls durch die Behörden ergab, dass es sich um einen Angriff durch gesunde Wölfe handelte, die die Joggerin als Beute ansahen („predatory attack“). Allerdings hatten die Wölfe der Frau nicht nachgestellt, sondern waren ihr am Hang eines Hügels auf und neben einem Weg entgegen gekommen. Wissenschaftler des Alaska Department of Fish and Game halten es für möglich, dass sowohl die Frau als auch die Wölfe in der kaum einsehbaren Wegbiegung von der Begegnung überrascht wurden. Spuren ließen darauf schließen, dass die Joggerin beim Anblick der Wölfe abrupt wendete und zurück lief. Dies könnte das Jagdverhalten der Wölfe ausgelöst haben.[149] In der Türkei gab es zwischen 1995 und 2005 nach Angaben des Gesundheitsministeriums zwei Angriffe von Wölfen auf Menschen. In einem Fall konnte eine Tollwutinfektion des Wolfs nachgewiesen werden, in dem anderen Fall starben zwei der drei gebissenen Personen an Tollwut, aber es konnte nicht nachgewiesen werden, dass es sich bei dem tollwütigen Tier um einen Wolf gehandelt hat.[150]

Ein Wolf erbeutet ein Kind. Illustration in einer Ausgabe des Le Petit Journal von 1914.

Historische Aufzeichnungen berichten von häufigeren und schwerwiegenderen Angriffen. So wurde im Raum Viersen und Roermond in den Jahren 1810 und 1811 von tödlichen Angriffen auf zwölf Kinder berichtet[151] sowie auf 28 Kinder in den Jahren 1814/15 und 19 Kinder und Erwachsene im Jahr 1820 in Posen.[152] Nach 1825 wurde in Frankreich nur noch sehr selten über Angriffe gesunder Wölfe berichtet, der Großteil der Angriffe wurde seitdem an Tollwut erkrankten Wölfen zugeschrieben.[153] Eine weitere Sammlung historischer Berichte stammt vom Norwegischen Institut für Naturforschung (NINA, veröffentlicht 2002 vom Autorenkollektiv Linnell et al.), das Eintragungen in Kirchenbüchern und andere schriftliche Zeugnisse, die auch auf mündlichen Berichten basierten, ausgewertet hat. Linnell et al. registrierten für das 18. bis 20. Jahrhundert weltweit pro Jahrhundert Angriffe wahrscheinlich tollwutfreier und separat davon tollwütiger Wölfe in jeweils niedriger bis hoher dreistelliger Zahl. Die europäischen Wolfsangriffe betrafen teilweise Wölfe, die aus Gefangenschaftshaltung entkommen waren. So wurden in den Jahren 1820/21 in Gästrikland und Dalarna (Schweden) elf Kinder und eine Frau von einem Wolf getötet; der Wolf war offenbar als Welpe gefangen worden und nach jahrelanger Gefangenschaft entkommen. Auch in Estland und Finnland waren im 19. Jahrhundert angreifende Wölfe beziehungsweise zu Jagdzwecken gezüchtete Wolfshybriden in mindestens zwei Fällen sicher (denn sie trugen Halsbänder), in anderen Fällen möglicherweise Gefangenschaftsflüchtlinge.[154] Viele der historischen Berichte sind umstritten oder werden massiv angezweifelt. So ist bis heute ungeklärt, ob es sich bei der Bestie des Gévaudan tatsächlich um einen oder mehrere Wölfe handelte. Nach Linnell et al. wurde vermutet, dass Hybriden zwischen Wölfen und großen Hütehunden für die damaligen Angriffe verantwortlich waren.[154] Diese Vermutung lässt sich jedoch weder durch die zahlreichen aus der damaligen Zeit überlieferten Dokumente noch durch Opferstatistiken stützen; insbesondere steht sie im Widerspruch zu Beschreibungen des angreifenden Tieres hinsichtlich Erscheinungsbild, Verhalten, Lautäußerungen und Trittsiegeln, die einem von National Geographic veröffentlichten Beitrag zufolge auf einen aus der Gefangenschaft entkommenen subadulten Löwen schließen lassen.[155] Zu russischen Berichten über angebliche Wolfsopfer unter Landpolizisten zitiert D. Bibikow (1990) den „große(n) Wolfskenner Kaverznev“, der 1933 schrieb: „Ich muss sagen, dass vor der Revolution (in Russland) in jedem Winter in den Zeitungen über Angriffe auf Menschen und Tötungen von Menschen durch Wölfe berichtet wurde. Die Opfer der Räuber waren nicht nur vorwiegend, sondern fast ausschließlich Landpolizisten und Wachtmeister. Man bekommt den Eindruck, als würden Wölfe Polizistenfleisch allem anderen vorziehen. Alle diese Nachrichten hielten in keinem Falle einer Überprüfung stand … Derartige Zeitungsnachrichten und nicht überprüfte Gerüchte bildeten dann oft die Grundlage für die vorrevolutionären Statistiken, die von Polizeiwachtmeistern und Gemeindeschreiben ‚fabriziert‘ wurden. Die Zahlen über durch Wölfe getötete Menschen wurden somit offenbar aus der Luft gegriffen.“[156]

Wirtschaftliche Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Wolfsfell

Pelze aus Wolfsfell sind vielseitig nutzbar. Ihre Bedeutung in Europa hat mit dem Rückgang der Wolfspopulationen abgenommen. Wolfsfelle wurden für Bekleidungszwecke und in den Wohn- und Schlafstätten verwendet; sie galten als umso wertvoller, je weißer sie waren. Die Wolfshaut wurde auch zu Leder gegerbt und zu Handschuhen, Pauken- und Trommelfellen verarbeitet.

Der Wolf in der Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wolf spielt als Motiv in den Mythologien, Sagen und Märchen sowie in der Literatur und Kunst zahlreicher Völker eine zentrale Rolle. Dabei spiegelt sich die ambivalente Einstellung des Menschen gegenüber dem Wolf wider. Einerseits verehrt er ihn als starkes und überlegenes Tier, zum anderen projiziert er auf das Raubtier vielfältige Ängste.

Mythologische Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Totem-Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In etlichen Kulturen erscheint der Wolf als Totem, etwa bei dem Indianerstamm der Tlingit, bei den Irokesen, bei Turkmenen und den Mongolen. Die Usbeken und die Hunnen leiteten ihre Herkunft vom Wolf ab, ebenso galt die Wölfin als Urmutter der alten Türken. Der nordamerikanische Indianerstamm der Schoschonen glaubte, Kojoten und Wölfe hätten die Welt geschaffen und die Toten ihres Stammes würden in deren Reich einkehren. Die Seelen der Toten würden zuvor von Kojoten in einem Fluss gewaschen und könnten erst dann die ewigen Jagdgründe betreten.[157]

Bibel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Bibel wird der Wolf mehrfach als ein herdenreißendes, gefährliches Tier dargestellt, so etwa in (Gen 49,27 LUT); (Jer 5,6 LUT); (Joh 10,12 LUT). Wenn „der Wolf beim Lamme“ liegt, so bedeutet dies dementsprechend die Verbindung von Ungleichem und wird daher von Jesus Sirach als Gleichnis für den Umgang zwischen Sündern und Gerechten gebraucht (Sir 13,17 EIN). Jesaja indes verwendet das utopische Bild als Metapher für den Anbruch des Reiches Gottes (Jes 65,25 LUT). Im deutschen Sprachgebrauch gibt es die der Bibel entlehnte Redewendung vom Wolf im Schafspelz.

Griechische Mythologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die griechische Göttin Hekate, die mit dunkler Hexerei und Zauberei in Verbindung stand, wurde in der bildenden Kunst häufig in der Begleitung von drei Wölfen dargestellt. Der griechische König Lykaon wurde von Zeus in einen Wolf verwandelt.

Die säugende Wölfin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kapitolinische Wölfin mit Romulus und Remus

Die legendären Gründer der Stadt Rom, Romulus und Remus, sollen von einer Wölfin gesäugt und aufgezogen worden sein. Vergleichbare Überlieferungen gibt es aus dem indischen Raum; auch die slowakischen Recken Waligor und Wyrwidub sowie der Gründer des altpersischen Reiches, Kyros II., sollen von Wölfen aufgezogen worden sein. Auch das moderne Motiv der Wolfskinder hat hier seine Ursprünge.

Germanische Mythologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der germanischen bzw. nordischen Mythologie werden dem Siegesgott Odin neben zwei Raben auch die Wölfe Geri und Freki beigesellt, die als streitlustige und tapfere Tiere den Kampf verfolgen und sich auf die gefallenen Leichen stürzen. Sonne und Mond werden von den Wolfsbrüdern Skoll bzw. Hati gejagt.[158] Beide haben noch einen weiteren Bruder namens Managarm, der sich vom Fleisch der Toten ernährt. Der Fenriswolf spielt beim Weltuntergang Ragnarök eine entscheidende Rolle. Er verschlingt zu Beginn der Götterdämmerung zunächst den Mond, später Odin. Der Wolf Ysengrin des Mythos hat viele Wesensmerkmale des verschlagenen Fuchses. Germanischen Ursprungs ist auch die Figur des Werwolfs, der ungeachtet seines Lebens in der bürgerlichen Gesellschaft zeitweilig Wolfsgestalt annimmt. Ein Korndämon und Kinderschreck der deutschen Sage, der auch in Frankreich, Polen, Lettland und Estland Entsprechungen hat, ist der Roggenwolf.[159][160]

Mythologien sonstiger Kulturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Chinesen galt der Wolf als Symbol für Grausamkeit, Gefräßigkeit und Gier. Die nordamerikanischen Ureinwohner kennen mit dem Waheela eine Art Geist in der Gestalt eines riesigen Wolfes.

Der Wolf in der Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wolf an der Seite Rotkäppchens

In Fabeln antiker Autoren wie Äsop und Phädrus, deren Stoffe später insbesondere Jean de Lafontaine und Gotthold Ephraim Lessing aufgriffen, werden negative menschliche Charaktereigenschaften wie Habgier, Streitlust, Heimtücke und Verschlagenheit auf den Wolf projiziert. In Das Lamm und der Wolf etwa sucht der Wolf mit aller Macht einen Vorwand, um das mit ihm am Fluss trinkende Lamm zu zerreißen. In Löwe, Wolf und Fuchs fällt eine vom Wolf angezettelte Intrige auf ihn zurück. In Der Wolf und der Kranich betrügt er einen hilfsbereiten Vogel um seinen Lohn. In Der Wolf und der Hund steht er als Vertreter des gefährdeten, aber freien Lebens im Gegensatz zum unter dem Joch lebenden Haushund. Bekannt ist auch Der Junge, der Wolf schrie, eine Fabel über einen Hirtenjungen, der so oft um Hilfe wegen angeblicher Wölfe rief, bis ihm niemand half, als eines Tages wirklich ein Wolf seine Herde riss.

Mann befreit ein von einem Wolf verschlungenes Mädchen

Im lateinischen Mittelalter ist der Wolf als Ysengrimus, eingedeutscht Isegrim, Fabelwesen des Tierepos Reineke Fuchs, für das sich später die Brüder Grimm interessierten. In mehreren ihrer Tiermärchen kommt den Wolf seine Gier teuer zu stehen: Der Wolf und der Mensch, Der Wolf und der Fuchs, Der Fuchs und die Frau Gevatterin. Er wird Opfer des schlauen Fuchses oder menschlicher Überlegenheit, so auch in Der wunderliche Spielmann und Daumesdick. In Die zwei Brüder ist er einem Hund gleich Gefährte des Menschen, in Der alte Sultan ist der Wolf sogar schlauer. Allgemein kennt man ihn in Märchen als meist bösartige Figur. In Rotkäppchen etwa erschleicht er sich das Vertrauen eines kleinen Mädchens, frisst dann dessen Großmutter und am Ende auch Rotkäppchen. In Der Wolf und die sieben jungen Geißlein verschafft er sich mit durch Kreide verfälschter Stimme Zutritt zum Haus einer Ziegenfamilie und verschlingt alle deren Kinder bis auf eines. Doch werden die Opfer gerettet und der Wolf wird getötet. Aus dem angelsächsischen Bereich schließlich stammt das Märchen vom Wolf und den drei Schweinchen.

In der modernen Weltliteratur findet sich das Wolfsmotiv insbesondere in Rudyard Kiplings Das Dschungelbuch und bei Jack London (Ruf der Wildnis, White Fang). Die Beschreibung einer Wolfsjagd in Russland findet sich in Krieg und Frieden. Eine wichtige Rolle spielt der Wolf auch in Erzählungen über Vampire, die sich, wie etwa Dracula, in Wölfe verwandeln können, um ihrer Opfer habhaft zu werden. Auch Hermann Hesse vergleicht in seiner Erzählung Der Wolf den Überlebenskampf eines Wolfsrudels im harten Winter mit den Menschen. Sein Roman Steppenwolf schließlich benutzt das Wolfmotiv als Metapher für die animalische, die triebgesteuerte Seite des einsamen und menschenscheuen Protagonisten Harry Haller. Käthe Recheis bekannter Fantasy-Roman Der weiße Wolf betont mythologische Züge. In Alison Croggons Fantasy-Roman Das Rätsel helfen die freien, wilden Tiere dem Schamanen. Ein weiterer moderner Roman ist Isegrim von Antje Babendererde (2013).

Wanders Deutsches Sprichwörter-Lexikon (Band 5) bietet zum Thema Wolf (inklusive Wortzusammensetzungen) etwa 700 Sprichwörter.

Comic und Zeichentrickfilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch in Comics und Zeichentrickfilmen tauchen vielfach Wölfe auf. In der sowjetischen Zeichentrickserie Hase und Wolf spielen ein böser, tollpatschiger Wolf sowie ein guter Hase mit. In Walt Disneys Zeichentrickfilm Die drei kleinen Schweinchen will ein schlaksiger, schwarzfelliger Wolf mit bunter Latzhose und Schlapphut die Häuschen der drei Schweinchen umblasen. Bei jenen aus Stroh und Holz gelingt ihm dies, nicht so indes bei dem aus Stein. Verkleidet wie in Rotkäppchen nähert er sich den Schweinchen im Aufzug einer alten Frau. Der Kurzfilm beinhaltete auch den von Frank Churchill geschriebenen berühmt gewordenen Song Who’s Afraid of the Big Bad Wolf. Im Disney-Comic Lil’ Bad Wolf versucht ein böser Wolf namens Zeke (deutsch: Ede) erfolglos seinen Jungen nach seinem Bilde zu formen: Stattdessen schließt der Kleine enge Freundschaft mit den kleinen Schweinchen. Ein weiterer schurkenhafter Wolf tritt im Disney-Film The big bad wolf auf. Er hat auch ein Gastspiel im Micky-Maus-Cartoon Mickey’s Polo Team von 1936, in dem Disney-Figuren gegen Zeichentrick-Versionen berühmter Schauspieler dieser Zeit Polo spielten. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang auch die Wolfs-Figuren Lupo, Lupinchen und Eusebia aus Rolf Kaukas Serie Fix und Foxi von 1953.

Auch in der auf Runer Jonssons Büchern beruhenden Zeichentrickserie Wickie und die starken Männer von 1974 kommen häufig Wölfe vor, ausgehungerte Tiere von grotesk-zottiger Magerkeit, die den ängstlichen Wikingerjungen Wickie jagen. In Hayao Miyazakis Anime Prinzessin Mononoke von 1997 lebt die Protagonistin mit Wölfen zusammen, die je nach Perspektive der Figuren eine positive oder eine negative Rolle spielen. Des Weiteren stellen Wölfe einen Großteil der Protagonisten in der Anime-Serie Wolf’s Rain des Animationsstudios Bones von 2003. Dort sollen die Wölfe die Wegbereiter in das Paradies sein, gelten aber als ausgestorben. Dabei können sie eine menschliche Form vorgaukeln und unerkannt unter Menschen leben. Das Motiv des Wolfskinds erscheint in Rudyard Kiplings Erzählung Das Dschungelbuch, die 1942 zuerst als Spielfilm „Das Dschungelbuch“ verfilmt und dann 1964 von Walt Disney für seinen Zeichentrickfilm „Das Dschungelbuch“ aufgegriffen wurde. Es folgten weitere Verfilmungen und Animationsfilme auf dieser Basis.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor Schmidt: Der Wolf. In: Baltische Studien. Band 24, Stettin 1872, S. 65–154.
  • Dmitrij Iwanowitsch Bibikow: Der Wolf. Canis lupus (Die Neue Brehm-Bücherei. Bd. 587). 3. Auflage, unveränderter Nachdruck der 2. Auflage 1990. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben 2003, ISBN 3-89432-380-9.
  • Patrick Masius, Jana Sprenger: Die Geschichte vom bösen Wolf – Verfolgung, Ausrottung und Wiederkehr. In: Natur und Landschaft. Jg. 87, Nr. 1, 2012, S. 11–16, Abstract.
  • L. David Mech, Luigi Boitani (Hrsg.): Wolves. Behaviour, Ecology, and Conservation. The University of Chicago Press, Chicago IL u. a. 2003, ISBN 0-226-51696-2.
  • Henryk Okarma: Der Wolf. Ökologie, Verhalten, Schutz. Parey, Berlin 1997, ISBN 3-8263-8431-8.
  • Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen. Leitfaden für den Umgang mit einer konfliktträchtigen Tierart in Deutschland (BfN-Skripten. 201, ZDB-ID 1476341-2). Bundesamt für Naturschutz (BfN), Bonn 2007, Digitalisat (PDF; 3,3 MB).
  • Erik Zimen: Der Wolf. Verhalten, Ökologie und Mythos. Das Vermächtsnis des bekannten Wolfsforschers. Neuauflage. Kosmos, Stuttgart 2003, ISBN 3-440-09742-0.
  • Shaun Ellis, Monty Sloan (Fotos): Der Wolf – wild und faszinierend. Parragon Books Ltd, 2012, ISBN 978-1-4454-8426-6.
  • Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Bericht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zur Lebensweise, zum Status und zum Management des Wolfes (Canis lupus) in Deutschland. zum Fachgespräch am 4.11.2015. Hrsg.: Deutscher Bundestag. Ausschussdrucksache 18(16)313. Berlin 28. Oktober 2015 (Digitalisat (PDF)).

Zum Umgang mit Wölfen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Canis lupus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Wolf – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Wikiquote: Wolf – Zitate
 Wikinews: Wolf – in den Nachrichten

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. [1] Wolfsregion Lausitz: Geschichte Wolf und Mensch. Abgerufen am 7.  Dezember 2016.
  2. [2] Claudio Sillero-Zubiri, Michael Hoffmann, David W. Macdonald: Canids: Foxes, Wolves, Jackals and Dogs. Status Survey and Conservation Action Plan. UCN/SSC Canid Specialist Group. 2004, S. 125 ff. Abgerufen am 7.  Dezember 2016.
  3. Kuijper, Sahlén et al.:Paws without claws? Ecological effects of large carnivores in anthropogenic landscapes [3]
  4. Wolfsnachweise in Deutschland 2016/2017 (Stand 29. September 2016) bei lausitz-wolf.de, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  5. H. Okarma: Der Wolf. 1997, S. 11 ff.
  6. a b c d W. Chris Wozencraft: Wolf. In: Andrew T. Smith, Yan Xie: A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, Princeton NJ 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 416–418.
  7. H. Okarma: Der Wolf. 1997, S. 11–12 und dort zitierte Literatur.
  8. Peter Aldhous: Handsome wolves stole dogs’ black coat. In: New Scientist. Bd. 199, Nr. 2675, 2008, S. 12, doi:10.1016/S0262-4079(08)62402-1.
  9. [4] Wolfsregion Lausitz: Wolf oder Hund? Abgerufen am 7.  Dezember 2016.
  10. Dorit Urd Feddersen-Petersen: Ausdrucksverhalten beim Hund. Mimik und Körpersprache, Kommunikation und Verständigung. Kosmos, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-09863-9.
  11. Joachim Jenrich, Paul-Walter Löhr, Franz Müller, Henning Vierhaus: Mittel- und Großsäuger. Bildbestimmungsschlüssel anhand von Schädelmerkmalen. Beiträge zur Naturkunde in Osthessen, Band 53, Supplement 1. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2016, ISBN 978-3-7319-0448-9, S. 84 ff.
  12. Canis lupus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016.2. Eingestellt von: L. D. Mech, L. Boitani, 2010. Abgerufen am 7. Dezember 2016
  13. Canis lupus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016.2. Eingestellt von: L. D. Mech, L. Boitani, 2010. Abgerufen am 7. Dezember 2016
  14. http://www.wolfsongnews.org/news/Alaska_current_events_3015.html
  15. a b c d e f g h i j k l L. David Mech, Luigi Boitani: Wolf Social Ecology. In: L. David Mech, Luigi Boitani (Hrsg.): Wolves. Behavior, Ecology, and Conservation. The University of Chicago Press, Chicago und London 2003, ISBN 978-0-226-51697-4, S. 1–34 und dort zitierte Literatur.
  16. a b c d e f g Jane M. Packard: Wolf Behavior: Reproductive, Social, and Intelligent. In: L. David Mech, Luigi Boitani (Hrsg.): Wolves. Behavior, Ecology, and Conservation. The University of Chicago Press, Chicago and London 2003, ISBN 978-0-226-51697-4, S. 35–65 und dort zitierte Literatur.
  17. H. Okarma: Der Wolf. 1997, S. 61.
  18. [5] Claudio Sillero-Zubiri, Michael Hoffmann, David W. Macdonald: Canids: Foxes, Wolves, Jackals and Dogs. Status Survey and Conservation Action Plan. UCN/SSC Canid Specialist Group. 2004, S. 128. Abgerufen am 7.  Dezember 2016.
  19. a b c d e f g Fred H. Harrington, Cheryl S. Asa: Wolf Communication. In: L. David Mech, Luigi Boitani (Hrsg.): Wolves. Behavior, Ecology, and Conservation. The University of Chicago Press, Chicago and London 2003, ISBN 978-0-226-51697-4, S. 66–103 und dort zitierte Literatur.
  20. Konrad Lorenz: Er redete mit dem Vieh, den Vögeln und den Fischen. ISBN 3-423-20225-4
  21. Konrad Lorenz: Vergleichende Verhaltensforschung oder Grundlagen der Ethologie. Springer 1978, ISBN 978-3-211-81500-7
  22. Dorit Urd Feddersen-Petersen: Ausdrucksverhalten beim Hund. Mimik und Körpersprache, Kommunikation und Verständigung. Kosmos, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-440-09863-9.
  23. L. David Mech: Alpha status, dominance, and division of labor in wolf packs. Canadian Journal of Zoology 77, 1999: S. 1196–1203. (Volltext).
  24. L. David Mech: Whatever happened to the term Alpha wolf?. International Wolf, Winter 2008(Volltext)
  25. Günther Bloch, Elli H. Radinger: Wölfisch für Hundehalter. Von Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern. Kosmos, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-440-12264-8, S. 7 sowie S. 20 ff.
  26. [6] Claudio Sillero-Zubiri, Michael Hoffmann, David W. Macdonald: Canids: Foxes, Wolves, Jackals and Dogs. Status Survey and Conservation Action Plan. UCN/SSC Canid Specialist Group. 2004, S. 128. Abgerufen am 7.  Dezember 2016.
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  43. [8] Claudio Sillero-Zubiri, Michael Hoffmann, David W. Macdonald: Canids: Foxes, Wolves, Jackals and Dogs. Status Survey and Conservation Action Plan. UCN/SSC Canid Specialist Group. 2004, S. 128. Abgerufen am 7.  Dezember 2016.
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  49. [9] Claudio Sillero-Zubiri, Michael Hoffmann, David W. Macdonald: Canids: Foxes, Wolves, Jackals and Dogs. Status Survey and Conservation Action Plan. UCN/SSC Canid Specialist Group. 2004, S. 128. Abgerufen am 7.  Dezember 2016.
  50. H. Okarma: Der Wolf. 1997, S. 44 f.
  51. a b Klaus-Peter Koepfli, John Pollinger, Raquel Godinho, Jacqueline Robinson, Amanda Lea, Sarah Hendricks, Rena M. Schweizer, Olaf Thalmann, Pedro Silva, Zhenxin Fan, Andrey A. Yurchenko, Pavel Dobrynin, Alexey Makunin, James A. Cahill, Beth Shapiro, Francisco Álvares, José C. Brito, Eli Geffen, Jennifer A. Leonard, Kristofer M. Helgen, Warren E. Johnson, Stephen J. O’Brien, Blaire Van Valkenburgh und Robert K. Wayne: Genome-wide Evidence Reveals that African and Eurasian Golden Jackals Are Distinct Species. Current Biology 25, 2015, doi:10.1016/j.cub.2015.06.060.
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  53. Eli Knispel Rueness, Maria Gulbrandsen Asmyhr, Claudio Sillero-Zubiri, David W. Macdonald, Afework Bekele, Anagaw Atickem, Nils Chr. Stenseth: The Cryptic African Wolf: Canis aureus lupaster Is Not a Golden Jackal and Is Not Endemic to Egypt. In: PLoS ONE. Bd. 6, Nr. 1, 2011, e16385, doi:10.1371/journal.pone.0016385.
  54. Robert K. Wayne, Carles Vilà: Molecular Genetic Studies of Wolves. In: L. David Mech, Luigi Boitani (Hrsg.): Wolves. Behavior, Ecology, and Conservation. The University of Chicago Press, Chicago und London 2003, ISBN 978-0-226-51697-4, S. 218–231.
  55. Claudio Sillero-Zubiri: Family Canidae (Dogs). In: Don E. Wilson, Russell A. Mittermeier (Hrsg.): Handbook of the Mammals of the World. Band 1: Carnivores. Lynx Edicions, Barcelona 2009, ISBN 978-84-96553-49-1, S. 352–446, hier S. 413.
  56. R. K. Aggarwal, T. Kivisild, J. Ramadevi, L. Singh: Mitochondrial DNA coding region sequences support the phylogenetic distinction of two Indian wolf species. In: Journal of Zoological Systematics and Evolutionary Research. Bd. 45, Nr. 2, 2007, S. 163–172, doi:10.1111/j.1439-0469.2006.00400.x.
  57. Dinesh K. Sharma, Jesus E. Maldonado, Yadrendradev V. Jhala, Robert C. Fleischer: Ancient wolf lineages in India. In: Proceedings of the Royal Society of London. Series B: Biological Sciences. Bd. 271, Suppl. 3, 2004, S1–S4, doi:10.1098/rsbl.2003.0071.
  58. Małgorzata Pilot, Michał J. Dąbrowski, Vahram Hayrapetyan, Eduard G. Yavruyan, Natia Kopaliani, Elena Tsingarska, Barbara Bujalska, Stanisław Kamiński und Wiesław Bogdanowicz: Genetic Variability of the Grey Wolf Canis lupus in the Caucasus in Comparison with Europe and the Middle East: Distinct or Intermediary Population?. PLoS ONE 9 (4), 2014, e93828 doi:10.1371/journal.pone.0093828
  59. Canis lupus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2014.1. Eingestellt von: L. D. Mech, L. Boitani, 2008. Abgerufen am 27. Januar 2015
  60. Canis lupus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2016.3. Eingestellt von: L. D. Mech, L. Boitani, 2008. Abgerufen am 17. Februar 2017
  61. H. Okarma: Der Wolf. 1997, S. 3 f.
  62. Wolf getötet: WWF setzt Belohnung aus. WWF: 25.000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise. WWF Deutschland, 14. Juli 2016, abgerufen am 18. Juli 2016.
  63. a b c d e f European Commission: Status, management and distribution of large carnivores in Europe. März 2013 (PDF; 6,3 MB, S. 44 f.).
  64. a b c Euronatur: Projekt Wolf. Projektbericht 2010–2012. (PDF; 1,6 MB).
  65. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen. 2007, S. 21.
  66. Landtag Brandenburg: Antwort der Landesregierung auf die kleine Anfrage Nr. 2935 des Abgeordneten Dombrowski vom 6. Juni 2013. In: parldok.brandenburg.de. Abgerufen am 1. Juli 2015 (PDF)
  67. Sylwia Czarnomska, Bogumiła Jedrzejewska, Henryk Okarma u. a.: Concordant mitochondrial and microsatellite DNA structuring between Polish lowland and Carpathian Mountain wolves. Conservation Genetics 14 (3). Juni 2013, abgerufen am 1. Juli 2015 (PDF; S. 573–588).
  68. Liselotte Wesley Andersen, Morten Elmeros u. a.: DNA-baseret bestandsovervågning afslører ulve (Canis lupus) i Danmark, Institut for Bioscience – Kalø, Aarhus Universitet, 2015, abgerufen am 31. August 2015 (PDF).
  69. Wolfnachweise Deutschland. Freundeskreis Freilebender Wölfe e. V. Abgerufen am 27. Januar 2015.
  70. Wolfsbestand im westlichen Polen weiter gewachsen
  71. Wolfsnachweise in Deutschland 2016/2017 (Stand 29. September 2016) bei lausitz-wolf.de, abgerufen am 2. Oktober 2016.
  72. LUPO IN ITALIA (Canis lupus italicus). Abgerufen am 27. Januar 2015.
  73. Regina Kerner: Italien: Ärger über den italienischen Wolf. Frankfurter Rundschau, 10. Januar 2014, abgerufen am 31. Mai 2016.
  74. P. T.: Le loup dans les Alpes franco-italienne. In: La gazette des grands prédateurs. Nr. 43, Februar 2000, ISSN 1639-8777, S. 25–29, Digitalisat (PDF; 489 KB).
  75. KORA: Wolf Alpen. Abgerufen am 27. Januar 2015.
  76. a b WWF Hintergrundinformation Wolf. Juni 2012. Abgerufen am 27. Januar 2015.
  77. a b Der Wolf kommt – und Österreich ist schlecht vorbereitet. In: Der Standard, vom 10. August 2010, abgerufen am 28. Januar 2015.
  78. Sonja Huhndorf: Zu enge Familienbande unter skandinavischen Wölfen. In: bild der wissenschaft. 2. März 2005, abgerufen am 27. Januar 2015.
  79. Olof Liberg: Genetic aspects of viability in small wolf populations with special emphasis on the Scandinavian wolf population with special emphasis on the Scandinavian wolf population (= National Swedish Environment Protection Board. Report. Nr. 5436). Report from an international expert workshop at Färna Herrgård, Sweden 1st – 3rd May 2002. Swedish Environmental Protection Agency (Naturvårdsverket) , Stockholm 2006 (2005), ISBN 91-620-5436-8, Digitalisat (PDF; 1,5 MB).
  80. Petter Wabakken, Linn Svensson, Ilpo Kojola, Erling Maartmann, Thomas H. Strømseth, Øystein Flagstad, Mikael Åkesson, Andreas Zetterberg: Ulv i Skandinavia og Finland. Sluttrapport for bestandsovervåking av ulv vinteren 2012–2013 (= Høgskolen i Hedmark Oppdragsrapport. Nr. 5). Rovdata u. a., Trondheim u. a. 2013, ISBN 978-82-7671-903-1, Digitalisat (PDF; 5,5 MB). (norwegisch).
  81. censo y distribucion del lobo en españa (spanisch)
  82. Manuel A. M. Nunes: O Lobo Ibérico Em Portugal.
  83. Rüdiger Schröpfer, Reiner Feldmann, Henning Vierhaus (Hrsg.): Die Säugetiere Westfalens (= Abhandlungen aus dem Westfälischen Museum für Naturkunde. Jg. 46, H. 4 = Veröffentlichung der Arbeitsgemeinschaft für Biologisch-ökologische Landeserforschung. 68). Westfälische Vereinsdruckerei Münster, Münster 1984, ISBN 3-924590-04-4, S. 269–271.
  84. Theodor Schmidt: Jubelschrift zur vierhundertjährigen Stiftungsfeier der Universität Greifswald. Zur naturgeschichtlichen Statistik der in Pommern ausgerotteten Säugetiere. Gentzensohn, Stettin 1856, S. 27–100.
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  86. Geschichte Wolf und Mensch. Website des Kontaktbüros Wölfe in Sachsen. Abgerufen am 11. Februar 2017.
  87. Matthias Blazek: Die Jagd auf den Wolf. Isegrims schweres Schicksal in Deutschland. Beiträge zur Jagdgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Ibidem-Verlag, Stuttgart 2014, ISBN 978-3-8382-0647-9, S. 46–54.
  88. Walther Fournier (Der wilde Jäger): Am Lagerfeuer. Jagdliche Mixed Pickles aus zwei Welten. Rudolf Möhring, Schwerin in Mecklenburg 1913.
  89. Hans Stuhlmacher: Der Würger vom Lichtenmoor. Der Wolfstöter von Eilte, Hermann Gaatz, erzählt. s. n., Eilte 1949.
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  91. Homepage Menstede-Coldinne, abgerufen am 31. Oktober 2013
  92. a b Erik Zimmermann: Der letzte Wolf starb am Erbeskopf. Hunsrück-Zeitung vom 16. Mai 2012, abgerufen am 25. Oktober 2013
  93. Ilka Reinhardt, Gesa Kluth: Leben mit Wölfen. 2007, S. 156–157.
  94. Aktuelles zum Lausitzer Wolfsvorkommen. In: Wolfsregion Lausitz. Kontaktbüro „Wolfsregion Lausitz“, 31. Juli 2013, abgerufen am 20. August 2013.
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  97. Volksstimme-Artikel Erste Daten zum Wolfs-Telemetrieprojekt
  98. Naturschutzbund Deutschland e. V. – Nachweis über neue Wolfsfamilie in der Lausitz
  99. Wolfsmanagement in Schleswig-Holstein. Landesportal Schleswig-Holstein, 19. Mai 2015. Abgerufen am 29. April 2016.
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  106. Ingrid Hucht-Ciorga und Henning Vierhaus: Wolf. Atlas der Säugetiere Nordrhein-Westfalens, 2015, abgerufen am 1. Februar 2016 (php).
  107. Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 23. Januar 2015 [10], abgerufen am 30. September 2015
  108. Mindener Tageblatt vom 23. Januar 2015, Onlineausgabe[11], abgerufen am 30. September 2015
  109. Noch ein Wolf in NRW? Meldung im Landwirtschaftlichen Wochenblatt vom 2. Februar 2015, abgerufen am 19. Juni 2016.
  110. http://www.derpatriot.de/Isegrims-Heimkehr-ecf15cb8-a574-446c-984b-b7d2c352eba9-ds
  111. Rietberg: Der Wolf war tatsächlich ein Wolf. WDR-Bericht vom 4. April 2016, abgerufen am 19. Juni 2016.
  112. Daniel Winkelkotte: Experte ist sicher „Tier auf dem Foto ist ein Wolf“. Bericht in der Halterner Zeitung vom 20. April 2016, abgerufen am 19. Juni 2016.
  113. Wolfsnachweise in Deutschland 2016/2017 (Stand 29. September 2016). In: lausitz-wolf.de. Abgerufen am 2. Oktober 2016 (PDF).
  114. Die „Dresdner Resolution“ vom 14. November 2016 (Link zum vollständigen Papier am Ende der Seite). Archiviert vom Original am 7. Januar 2017. Abgerufen am 7. Januar 2017.
  115. Kommentierte Zusammenfassung der „Dresdner Resolution“ von Ulrich Wotschikowsky. Abgerufen am 7. Januar 2017.
  116. Offener Brief an den NABU-Wolfexperten Markus Bathen. Abgerufen am 7. Januar 2017. Ulrich Wotschikowskys Replik auf diese Meldung (Memento vom 27. Februar 2011 im Internet Archive)
  117. Die Dresdner Resolution: Wo bleibt das Positive?. Ulrich Wotschikowsky. Abgerufen am 7. Januar 2017.
  118. [12]
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  122. a b c Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 30. September 2015, S. 6
  123. https://www.bundesimmobilien.de/7619362/naturschutz-landschaftspflege
  124. https://www.bundesimmobilien.de/7627746/forstliche-produkte#
  125. a b [16], Information des Nieders. Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, abgerufen am 30. September 2015
  126. Wildtiermanagement Niedersachsen: Wolfsnachweise in Niedersachsen
  127. Ohne Name: Toter „Kurti“ soll in Berlin untersucht werden, https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/lueneburg_heide_unterelbe/Toter-Kurti-soll-in-Berlin-untersucht-werden,wolf2460.html, Abgerufen am 29. April 2016
  128. Hannoversche Allgemeine Zeitung, Nr. 165 vom 16. Juli 2016, S. 5
  129. NABU-Landesverband Sachsen-Anhalt
  130. [17] Monitoringbericht für den Wolf in Sachsen-Anhalt 2015/2016
  131. [18], Pressemitteilung vom 1. Februar 2017, „Umweltministerin Prof. Dr. Dalbert stellt Verbesserungen im Wolfsmanagement vor“
  132. Zur Geschichte der Siedlungen auf dem Wolfersberg und dem Bierhäuselberg
  133. Friederike Spitzenberger: Die Säugetierfauna Österreichs (= Grüne Reihe des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Bd. 13). Austria Medien-Service, Graz 2001, ISBN 3-85333-063-0.
  134. Klaus Michalek, Udo Trummer: Heutige Verbreitung und Populationsgrößen. In: Jürgen Auer, Hans Winkler, Bubna-Littitz (Hrsg.): Wölfe. Studie im Auftrag der Stadt Wien. Bohrmann, Wien 2011, ISBN 978-3-99015-014-6, S. 34–39.
  135. Folien zum Referat Georg Rauer: Der Wolf in Österreich. Rückeroberung eines Lebensraums und mögliche Auswirkungen. „Wolf, Luchs & Co.“. 2011, online (PDF; 3,4 MB).
  136. Mögliche Wolfsspuren in Allentsteig entdeckt auf ORF Niederösterreich vom 2. Februar 2016 abgerufen am 3. Februar 2016
  137. Wortlaut des Gesetzes
  138. § 3 Sächsische Jagdverordnung vom 27. August 2012 (SächsGVBl. S. 518)
  139. Jürgen Auer: Wolfsschutz: Gesetzliche Grundlagen. In: Jürgen Auer, Hans Winkler, Hermann Bubna-Littitz (Hrsg.): Wölfe. Studie im Auftrag der Stadt Wien. Bohrmann, Wien 2011, ISBN 978-3-99015-014-6, S. 72–78.
  140. https://www.welt.de/print-welt/article354665/Wolf-Bei-den-Germanen-war-das-Raubtier-hochangesehen.html
  141. http://www.waldwissen.net/wald/tiere/saeuger/wsl_raubtiere_mythologie/index_DE
  142. The fear of wolfes: A review on wolf attacks on humans, John D. C. Linell, Norsk institutt for naturforskning, 2002 (aufgerufen am 14. Juni 2015; PDF; 1,3 MB).
  143. Patrick Masius, Jana Sprenger: Die Geschichte vom bösen Wolf. In: Natur und Landschaft. Jg. 87, Nr. 1, 2012, S. 11–16, hier S. 11.
  144. Patrick Masius, Jana Sprenger: Die Geschichte vom bösen Wolf. In: Natur und Landschaft. Jg. 87, Nr. 1, 2012, S. 11–16, hier S. 12.
  145. Kurt Lindner: Geschichte und Systematik der Wolfs- und Fuchsangeln (= Förutvarande Institutionen för Allmän och Jämförande Etnografi. Occasional Papers. 3, ZDB-ID 1097262-6). Institutionen för Allmän och Jämförande Etnografi vid Uppsala Universitet, Uppsala 1975.
  146. Patrick Masius, Jana Sprenger: Die Geschichte vom bösen Wolf. In: Natur und Landschaft. Jg. 87, Nr. 1, 2012, S. 11–16, hier S. 11.
  147. J. A. Massard: Wölfe in Luxemburg (PDF; 3,1 MB). In: Lëtzebuerger Almanach. Luxemburg 1987, S. 353–374, hier S. 372. Siehe auch: J. A. Massard: Zum hundertsten Jahrestag der ersten Tollwutimpfung (II): Von Hunden und Wölfen. (PDF; 782 kB) Tageblatt 1985, Nr. 159 (13. Jul.): 9.
  148. a b McNay M. E.: A case history of Wolf – Human encounters in Alaska and Canada. Wildlife Technical Bulletin, 2002.
  149. L. Butler et al. Findings Related to the March 2010 Fatal Wolf Attack near Chignik Lake, Alaska. Alaska Department of Fish and Game, Dezember 2011.
  150. Senem Tuğ: Conflicts between humans and wolf: a study in Bozdağ, Konya province, Turkey. 2005, S. 36 (PDF; 2,9 MB).
  151. Karl-Heinz Achten: Wolfstreiben im Elmpter Wald und in den benachbarten Grenzwaldregionen. In: Heimatbuch des Kreises Viersen 2002. S. 116–121
  152. Alfred E. Brehm: Brehm’s Tierleben. Allgemeine Kunde des Tierreichs. 3. Auflage. Leipzig und Wien, Bibliographisches Institut, 1890
  153. Jean-Marc Moriceau: The Wolf Threat in France from the Middle Ages to the Twentieth Century. 2014 (PDF)
  154. a b The fear of wolfes: A review on wolf attacks on humans, John D. C. Linnell, Norsk institutt for naturforskning, 2002 (aufgerufen am 14. Juni 2015; PDF; 1,3 MB).
  155. [19] Karl-Hans Taake: Solving the Mystery of the 18th-Century Killer “Beast of Gévaudan”. National Geographic, 27. September 2016. Abgerufen am 24. November 2016.
  156. Dmitrij Iwanowitsch Bibikow: Der Wolf. Canis lupus (Die Neue Brehm-Bücherei. Bd. 587). 3. Auflage, unveränderter Nachdruck der 2. Auflage 1990. Westarp Wissenschaften, Hohenwarsleben 2003, ISBN 3-89432-380-9; S. 109
  157. Shaun Ellis, Monty Sloan: Der Wolf. Parragon Books Ltd, S. 20. ISBN 978-1-4454-8426-6.
  158. Gylfaginning 12.
  159. Wilhelm Mannhardt: Roggenwolf und Roggenhund im germanischen Brauchtum. Leipzig 2010 (Danzig, 1865), S. 16 und 19.
  160. Wilhelm Mannhardt: Wald- und Feldkulte: Band II. 2005 (Danzig, 1876/Jena, 1905), S. 319.