Wüstenkängururatte

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Wüstenkängururatte
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Familie: Taschenmäuse (Heteromyidae)
Gattung: Kängururatten (Dipodomys)
Art: Wüstenkängururatte
Wissenschaftlicher Name
Dipodomys deserti
Stephens, 1887

Die Wüstenkängururatte (Dipodomys deserti) ist eine häufige Art aus der Gattung der Taschenmäuse, welche in Wüstengebieten der USA wie dem Tal des Todes vorkommt.

Merkmale[Bearbeiten]

Sie ist mit einer Körperlänge von 30 bis 38 Zentimetern, wovon der Schwanz zwei Drittel ausmacht, eine der größten Arten ihrer Gattung. Wie alle Kängururatten scheidet sie sehr hoch konzentrierten Urin aus, daher genügt ihr eine einmalige Wasseraufnahme alle 2-3 Wochen. In ihren Backentaschen transportiert sie ihre Nahrung in den Bau. Ihre großen Ohren dienen vor allem der Ortung potenzieller Feinde wie Klapperschlangen oder dem Kaninchenkauz.

Verbreitung und Lebensraum[Bearbeiten]

Ihr Verbreitungsgebiet sind die Trockengebiete im Südwesten der Vereinigten Staaten (Kalifornien, New Mexiko, Nevada, Utah) sowie die Baja-California-Wüste und die Sonora-Wüste in Mexiko.

Lebensweise[Bearbeiten]

Sie lebt in Gruppen von 6 bis 12 Mitgliedern in selbstgegraben, unterirdischen Bauen, welche sie nur zur Suche nach Nahrung,vor allem Samen, nachts verlässt.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Diese Art hat eine ganzjährige Fortpflanzungsperiode. Der Wurf des Weibchens umfasst bis zu 5 Junge, welche nach einer Tragzeit von 30 Tage geboren werden.

Bestand und Gefährdung[Bearbeiten]

Die Bestände der Wüstenkängururatte sind saisonal sehr stark schwankend, je nach Nahrungs- und Wasserangebot. Von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) wird die Art als nicht gefährdet (LC, Least Concern) eingestuft.

Quelle[Bearbeiten]

  • David Burnie (Hrsg.): Tiere - Die große Bild-Enzyklopädie mit über 2000 Arten. Dorling Kindersley, Starnberg 2006, ISBN 3-831-00956-2
  • Jiři Felix: Tierwelt Amerikas in Farbe. Ins Deutsche übertragen von Jaroslav Konšal. Karl Müller, Erlangen 1989, S. 242–243.

Weblinks[Bearbeiten]

Dipodomys deserti in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2012.2. Eingestellt von: A.V. Linzey, R. Timm, S.T. Álvarez-Castañeda, I. Castro-Arellano, T. Lacher, 2008. Abgerufen am 22.Dezember 2012