WOLKE-Schema

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Das WOLKE-Schema ist ein einheitliches Vorgehen, um die Einsatzbereitschaft eines Fahrzeuges zu erhalten oder wiederherzustellen. Dabei stehen die Buchstaben in dem Wort WOLKE für 5 zu überprüfende Punkte.[1]

Gebräuchlich ist das WOLKE-Schema als Eselsbrücke vor allem im Bereich der Bundeswehr/Bundesheer sowie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (Feuerwehr, THW, Hilfsorganisationen, Polizei). Im zivilen Bereich setzt sie sich mittlerweile langsam durch. Manche Fahrschulen vermitteln ihren Fahrschülern das WOLKE-Schema bereits praktisch, damit auch technisch weniger versierte Fahrer das Schema nachvollziehen können und stets ein verkehrstüchtiges Fahrzeug führen.

In den Fahrschulen der DDR war die Verwendung der WOLKE zur Überprüfung der Verkehrstauglichkeit des Kraftfahrzeuges fester Bestandteil in der zivilen und beruflichen Führerscheinausbildung.

Für Gefahrguttransporte kann das Schema auf WOLKEN erweitert werden.

Diese Punkte können alle ohne Werkzeug – lediglich etwas technisches Verständnis vorausgesetzt – überprüft werden. Bestehende Mängel sollen schnellstmöglich behoben werden. Stellt man einen Mangel fest und kann diesen nicht beheben, so ist der nächste Vorgesetzte (Wachführer, Ortsbrandmeister, Gerätewart o. Ä.) zu informieren. Wichtig ist, dass ein bestehender Mangel am Fahrzeug dem nächsten Fahrer bekannt wird: Eine Notiz am Lenkrad oder der Frontscheibe sorgt dafür, dass Folgeschäden vermieden werden.

Im Rahmenplan für den klassenspezifischen Zusatzstoff in den Klassen B und S (2 Doppelstunden) der Fahrschüler-Ausbildungsordnung (FahrschAusbO) findet sich das Thema als verpflichtender Stoff im Themenbereich Betriebs- und Verkehrssicherheit. Hier wird das WOLKE-Schema von den Fahrschulen verwendet.

Als weitere Ergänzung/Variante existiert das WOLKE-AMA-Schema[2]

Die Punkte im Einzelnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

W Wasser Kühlwasserstand / Scheibenwischwasserstand in Ordnung? Feuerwehr: Löschwasser in Fahrzeugtank?
O Öl Motorölstand in Ordnung? Pumpenschmierungsintervalle eingehalten?
L Luft Reifenluftdruck in Ordnung? Reifen ohne Beschädigung nach Geländeeinsatz? LKW: Luftfilter sauber?
K Kraftstoff Hat das Fahrzeug genug Kraftstoff im Tank? Sind vorhandene Reservekanister voll?
E Elektrik Fahrzeugbeleuchtung in Ordnung? Ladegeräte für medizinisches Gerät, Handscheinwerfer, Funkgeräte in Betrieb?
 
N Notfallausrüstung Ist Notfallausrüstung für den Fall eines Unfalles vorhanden (Verbandkasten, Warndreieck, Warnweste, Bordwerkzeug, Abschleppseil, Starterkabel, Abdichtmaterial, Sicherheitsdatenblätter)?
 
A Ausrüstung Sind Fahrzeugheber, Ersatzrad, Erste-Hilfe-Kasten, Warndreieck vorhanden und funktionstüchtig?
M Mitfahrer Sind alle Mitfahrer dabei? Bundeswehr / Hilfsorganisationen: Ist die Mannschaft vollzählig?
A Anhänger Ist der Anhänger in Ordnung, korrekt angekuppelt und angeschlossen?

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Merkregeln im Bereich der „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ (BOS): Liste der Merkhilfen im Feuerwehrwesen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WOLKE - eine Gedankenstütze für Maschinisten und Gerätewarte, U. Schmidt, BRANDschutz, Ausgabe 2/2005, Kohlhammer-Verlag
  2. MILIZ info (Seite 19) (PDF; 3,0 MB), Bundesministerium für Landesverteidigung, Ausgabe 4/2006