Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 1954

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Die Wahl zum Senat der Vereinigten Staaten 1954 fand am 2. November statt. Sie war Teil der Wahlen in den Vereinigten Staaten an diesem Tag und gehörte zu den Halbzeitwahlen (engl. midterm elections) zwischen zwei Präsidentschaftswahlen, in der Mitte der ersten Amtszeit von Präsident Dwight D. Eisenhower.

Zur Wahl standen die 32 Sitze der Klasse II, außerdem fanden 6 Nachwahlen für vorzeitig aus dem Amt geschiedene Senatoren statt. Eine dieser Nachwahlen wurde durch eine Besonderheit des Wahlgesetzes von Nebraska nötig: Eva Kelly Bowring, die im April zur Nachfolgerin des verstorbenen Senators Dwight Griswold ernannt worden war, durfte nur bis zur nächsten allgemeinen Wahl amtieren. Da der Sitz von Griswold zur Klasse II gehörte, fanden am 2. November Wahlen sowohl für den Rest von Griswolds Amtszeit als auch für die neue sechsjährige Amtszeit statt. Für die siebenwöchige Übergangszeit wurde Hazel Hempel Abel gewählt, die damit die erste gewählte Senatorin von Nebraska wurde sowie die erste Senatorin überhaupt, die als Nachfolgerin einer Frau gewählt wurde.[1] Für die anschließende Amtszeit, für die Abel nicht gleichzeitig hatte kandidieren dürfen, wurde dann Carl Curtis gewählt. Da außerdem der Senatssitz der Klasse I von Nebraska zur Wahl stand, fanden in Nebraska drei Senatswahlen gleichzeitig statt.

Von den 37 Sitzen, die für den neuen Kongress zur Wahl standen, waren 22 von Demokraten besetzt, 15 von Republikanern. 24 Amtsinhaber wurden wiedergewählt bzw. bestätigt, davon 17 Demokraten und 7 Republikaner. Die Republikaner konnten drei bisher von Demokraten gehaltene Sitze erobern, die Demokraten eroberten 5 Sitze. Damit verloren die Republikaner einen ihrer 48 Sitze, während die Demokraten einen zu ihren 47 hinzugewannen. Der ursprünglich republikanische Senator Wayne Morse, der seit 1952 als Unabhängiger im Senat saß, gehörte ab 1955 der Fraktion der Demokraten an. Vor der Wahl lag das Verhältnis bei 48 zu 48, mit der bei Stimmengleichheit ausschlaggebenden Stimme des republikanischen Vizepräsidenten Richard Nixon hatten die Republikaner damit eine knappe Mehrheit gehabt. Nach der Wahl hatten die Demokraten mit 49 zu 47 Sitzen die Mehrheit.

blau: Demokraten, rot: Republikaner, hellerer Farbton: Gewinne
blau: Demokraten
rot: Republikaner

Ergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Staat Amtierender Senator Partei Nachwahl Ergebnis Neuer Senator
Alabama John Sparkman Demokrat wiedergewählt John Sparkman
Arkansas John L. McClellan Demokrat wiedergewählt John L. McClellan
Colorado Edwin C. Johnson Demokrat Zugewinn Republikaner Gordon L. Allott
Delaware J. Allen Frear Demokrat wiedergewählt J. Allen Frear
Georgia Richard B. Russell Demokrat wiedergewählt Richard B. Russell
Idaho Henry Dworshak Republikaner wiedergewählt Henry Dworshak
Illinois Paul H. Douglas Demokrat wiedergewählt Paul H. Douglas
Iowa Guy Gillette Demokrat Zugewinn Republikaner Thomas E. Martin
Kalifornien Thomas Kuchel Republikaner Klasse III bestätigt Thomas Kuchel
Kansas Andrew Schoeppel Republikaner wiedergewählt Andrew Schoeppel
Kentucky John Sherman Cooper Republikaner Zugewinn Demokraten Alben W. Barkley
Louisiana Allen J. Ellender Demokrat wiedergewählt Allen J. Ellender
Maine Margaret C. Smith Republikaner wiedergewählt Margaret C. Smith
Massachusetts Leverett Saltonstall Republikaner wiedergewählt Leverett Saltonstall
Michigan Homer S. Ferguson Republikaner Zugewinn Demokraten Patrick V. McNamara
Minnesota Hubert H. Humphrey Demokrat wiedergewählt Hubert H. Humphrey
Mississippi James Eastland Demokrat wiedergewählt James Eastland
Montana James Edward Murray Demokrat wiedergewählt James Edward Murray
Nebraska Samuel W. Reynolds Republikaner Klasse I von Republikanern gehalten Roman Hruska
Nebraska Eva Kelly Bowring Republikaner von Republikanern gehalten Hazel H. Abel[1]
Carl Curtis
Nevada Ernest S. Brown Republikaner Zugewinn Demokraten Alan Bible
New Hampshire Robert W. Upton Republikaner Klasse III von Republikanern gehalten Norris Cotton
New Hampshire Styles Bridges Republikaner wiedergewählt Styles Bridges
New Jersey Robert C. Hendrickson Republikaner von Republikanern gehalten Clifford P. Case
New Mexico Clinton P. Anderson Demokrat wiedergewählt Clinton P. Anderson
North Carolina Sam Ervin Demokrat Klasse III bestätigt Sam Ervin
North Carolina Alton Asa Lennon Demokrat von Demokraten gehalten W. Kerr Scott
Ohio Thomas A. Burke Demokrat Klasse III Zugewinn Republikaner George H. Bender
Oklahoma Robert S. Kerr Demokrat wiedergewählt Robert S. Kerr
Oregon Guy Cordon Republikaner Zugewinn Demokraten Richard L. Neuberger
Rhode Island Theodore F. Green Demokrat wiedergewählt Theodore F. Green
South Carolina Charles E. Daniel Demokrat von Demokraten gehalten Strom Thurmond
South Dakota Karl Earl Mundt Republikaner wiedergewählt Karl Earl Mundt
Tennessee Estes Kefauver Demokrat wiedergewählt Estes Kefauver
Texas Lyndon B. Johnson Demokrat wiedergewählt Lyndon B. Johnson
Virginia A. Willis Robertson Demokrat wiedergewählt A. Willis Robertson
West Virginia Matthew M. Neely Demokrat wiedergewählt Matthew M. Neely
Wyoming Edward D. Crippa Republikaner Zugewinn Demokraten Joseph C. O’Mahoney
  • wiedergewählt: ein gewählter Amtsinhaber wurde wiedergewählt
  • bestätigt: ein als Ersatz für einen ausgeschiedenen Senator ernannter Amtsinhaber wurde bestätigt

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b ABEL, Hazel Hempel, Kurzbiographie auf der Website des Repräsentantenhauses, abgerufen 12. Oktober 2016