84. Kongress der Vereinigten Staaten

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Der 84. Kongress der Vereinigten Staaten, bestehend aus dem Repräsentantenhaus und dem Senat, war die Legislative der Vereinigten Staaten. Seine Legislaturperiode dauerte vom 3. Januar 1955 bis zum 3. Januar 1957. Alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der Senatoren (Klasse II) waren im November 1954 bzw. im September im Bundesstaat Maine bei den Kongresswahlen gewählt worden. In beiden Kammern ergab sich eine Mehrheit für die Demokratische Partei. Der Republikanischen Partei blieb nur die Rolle in der Opposition. Allerdings stellten sie mit Dwight D. Eisenhower den Präsidenten. Im Senat kam es aber nur zu einer Demokratischen Mehrheit weil zwei Unabhängige mit den Demokraten stimmten. Im Verlauf der Legislaturperiode kam es durch Rücktritte und Todesfälle zu kleineren personellen Änderungen, die aber die Mehrheitsverhältnisse nicht veränderten. Der Kongress tagte in der amerikanischen Bundeshauptstadt Washington, D.C. Die Vereinigten Staaten bestanden damals aus 48 Bundesstaaten. Die Sitzverteilung im Repräsentantenhaus basierte auf der Volkszählung von 1950.

Wichtige Ereignisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch 1955 und 1956

  • 3. Januar 1955: Beginn der Legislaturperiode des 84. Kongresses
  • 28. Januar 1955: Der Kongress bevollmächtigt den Präsidenten zum Schutz von Formosa (Taiwan) militärische Maßnahmen zu ergreifen.
  • 12. Februar 1955: Präsident Eisenhower schickt erste amerikanische Berater nach Südvietnam.
  • 5. November 1955: Die Rassentrennung in Zügen und Bussen wird verboten.
  • 1. Dezember 1955: Rosa Parks wird verhaftet weil sie sich weigerte in einem Bus für eine weiße Person aufzustehen.
  • 5. Dezember 1955: Die Gewerkschaften American Federation of Labor (AFL) und Congress of Industrial Organizations (CIO) fusionieren zur AFL-CIO.
  • 12. März 1956: 96 Kongressmitglieder unterschreiben das Southern Manifesto, ein Protestschreiben gegen die Rassenintegration an den öffentlichen Einrichtungen in den Vereinigten Staaten.
  • 6. November 1956: Präsidentschafts- und Kongresswahlen. Präsident Eisenhower wird wiedergewählt. Die Demokraten sichern sich die Mehrheit in beiden Kongress Kammern.

Diese Zeit war von den Ereignissen der Bürgerrechtsbewegung und des Kalten Kriegs bestimmt.

Die wichtigsten Gesetze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Sitzungsperioden des 84. Kongresses wurden unter anderem folgende Bundesgesetze verabschiedet (siehe auch: Gesetzgebungsverfahren):

  • 29. Januar 1955: Formosa Resolution
  • 31. März 1955: Career Incentive Act
  • 28. Juni 1955: Flood Control and Coastal Emergency Act
  • 11. Juli 1955: Das Gesetz das die Inschrift In God We Trust auf allen offiziellen Banknoten und Münzen der amerikanischen Währung vorschreibt.
  • 14. Juli 1955: Air Pollution Control Act
  • 23. Juli 1955: Multiple Surface Use Mining Act
  • 9. August 1955: Reserve Forces Act
  • 11. August 1955: National Housing Act of 1955
  • 12. August 1955: Poliomyelitis Vaccination Assistance Act
  • 29. Juni 1956: Federal-Aid Highway Act of 1956
  • 30. Juli 1956: Health Research Facilities Act
  • 8. August 1956: Fish and Wildlife Act of 1956

Zusammensetzung nach Parteien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Demokratische Partei: 47 (Mehrheit)
  • Republikanische Partei: 47
  • Sonstige: 2 (stimmten mit den Demokraten)

Gesamt: 96

Repräsentantenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Demokratische Partei: 232 (Mehrheit)
  • Republikanische Partei: 203

Gesamt: 435

Außerdem gab es noch drei nicht stimmberechtigte Kongressdelegierte

Amtsträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Mehrheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Minderheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Repräsentantenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Mehrheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Führung der Minderheitspartei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Senatsmitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 84. Kongress vertraten folgende Senatoren ihre jeweiligen Bundesstaaten:

Alabama

Arizona

Arkansas

Kalifornien

Colorado

Connecticut

Delaware

Florida

Georgia

Idaho

Illinois

Indiana

Iowa

Kansas

Kentucky

Louisiana

Maine

Maryland

Massachusetts

Michigan

Minnesota

Mississippi

Missouri

Montana

Nebraska

Nevada

New Hampshire

New Jersey

New Mexico

New York

North Carolina

North Dakota

Ohio

Oklahoma

Oregon

Pennsylvania

Rhode Island

South Carolina

South Dakota

Tennessee

Texas

Utah

Vermont

Virginia

Washington

West Virginia

Wisconsin

Wyoming

Mitglieder des Repräsentantenhauses[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Kongressabgeordnete vertraten im 84. Kongress die Interessen ihrer jeweiligen Bundesstaaten:

Alabama 9 Wahlbezirke

Arizona 2 Wahlbezirke

Arkansas 6 Wahlbezirke.

Kalifornien 30 Wahlbezirke.

Colorado 4 Wahlbezirke

Connecticut 5 Wahlbezirke. Außerdem wurde ein Abgeordneter staatsweit gewählt

Delaware Staatsweite Wahl

Florida 8 Wahlbezirke

Georgia 10 Wahlbezirke

Idaho 2 Wahlbezirke

Illinois 25 Wahlbezirke

Indiana 11 Wahlbezirke

Iowa 8 Wahlbezirke

Kansas 6 Wahlbezirke.

Kentucky 8 Wahlbezirke


Louisiana 8 Wahlbezirke

Maine 3 Wahlbezirke

Maryland 7 Wahlbezirke.

Massachusetts 14 Wahlbezirke

Michigan 18 Wahlbezirke


Minnesota 9 Wahlbezirke

Mississippi 6 Wahlbezirke

Missouri 11 Wahlbezirke

Montana 2 Wahlbezirke

Nebraska 4 Wahlbezirke

Nevada Staatsweite Wahl

New Hampshire 2 Wahlbezirke

New Jersey 14 Wahlbezirke

New Mexico Staatsweite Wahl für zwei Abgeordnete

New York 43 Wahlbezirke

North Carolina 12 Wahlbezirke

North Dakota 2 Abgeordnete die staatsweit gewählt wurden

Ohio 23 Wahlbezirke

Oklahoma 6 Wahlbezirke

Oregon 4 Wahlbezirke

Pennsylvania 30 Wahlbezirke

Rhode Island 2 Wahlbezirke

South Carolina 6 Wahlbezirke.

South Dakota 2 Wahlbezirke

Tennessee 9 Wahlbezirke

Texas 21 Wahlbezirke. Außerdem wurde ein Abgeordneter staatsweit gewählt

Utah 2 Wahlbezirke

Vermont 1 Wahlbezirk (staatsweit)

Virginia 10 Wahlbezirke

Washington 6 Wahlbezirke. Außerdem wurde ein Abgeordneter staatsweit gewählt

West Virginia 6 Wahlbezirke

Wisconsin 10 Wahlbezirke

Wyoming Staatsweite Wahlen

Nicht stimmberechtigte Mitglieder im Repräsentantenhaus:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: 84. Kongress der Vereinigten Staaten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • bioguide.congress.gov (durch Eingabe von 84 unter Year OR Congress: erhält man eine Liste der Mitglieder des 84. Kongresses mit Verlinkung zu den offiziellen Biografien; englisch)