Walbeck (Geldern)

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Walbeck
Stadt Geldern
Wappen von Walbeck
Koordinaten: 51° 29′ 49″ N, 6° 14′ 29″ O
Höhe: 34 m ü. NN
Fläche: 16,39 km²
Einwohner: 4649 (31. Mai 2018)
Bevölkerungsdichte: 284 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 47608
Vorwahl: 02831
Karte
Lage von Walbeck in der Stadt Geldern

Walbeck gehört seit der kommunalen Neugliederung 1969 zu der Stadt Geldern (7 km entfernt). Der Ort hat 4.561 Einwohner (Stand: 31. Januar 2013)[1] Walbeck besitzt abgesehen von drei Kindergärten und einer Grundschule seit 1973 ein Freibad. Im Jahr 2003 ging das Bad in den Besitz des Bädervereins Walbeck e.V. über.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ältesten Funde belegen, dass schon zur Gräberzeit um 800 bis 500 v. Chr. Menschen in Walbeck gelebt haben. Das nächste belegte Ereignis in Walbeck ist die Abspaltung der Pfarre Walbeck vom Pfarrverband Straelen um 1064. Der Name Walbeck wurde 1250 erstmals urkundlich erwähnt.

Der Bau der Pfarrkirche St. Nikolaus wurde 1329 begonnen, 1432 wurde sie um einen Kirchturm ergänzt. Im 16. Jahrhundert wurde die Luzia-Kapelle errichtet.

Im März 1945 besetzten englische und kanadische Truppeneinheiten Walbeck und errichteten ihren Stützpunkt in Walbeck. Unter ihnen war als Befehlshaber auch der britische General Bernard Montgomery.

Am 1. Juli 1969 wurde Walbeck in die Stadt Geldern eingegliedert.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen der ehemaligen Gemeinde Walbeck

Blasonierung: Geteilt; oben in Schwarz wachsend ein linksgerichteter rotbewehrter und ‑gekrönter goldener (gelber) Löwe; unten in Blau ein goldenes (gelbes) „W“.

Bedeutung: Der Löwe steht für die Zugehörigkeit zu Geldern (geldrischer Löwe) und das „W“ für Walbeck. Das Wappen basiert auf einem Siegel von 1468.[3]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spargel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Spargel gewidmete Skulptur in Walbeck

Walbeck ist überregional vor allem durch seinen Spargel bekannt. Dies lockt in der alljährlichen Spargelzeit viele Besucher in das Dorf am linken Niederrhein.

Die ersten Anbauversuche mit Spargel hat Major Walter Klein-Walbeck auf den Ländereien des Ritterguts Walbeck gemacht [4]. Man bemerkte schnell, dass der leichte Sandboden der vor Millionen von Jahren angeschwemmten Maas-Niers-Düne bestens für den Spargelanbau geeignet ist. Somit taten es ihm die benachbarten Bauern nach und gründeten 1929 die erste und bis heute einzige Spargelbaugenossenschaft.

Spargelbearbeitung in Walbeck am Niederrhein

Heute ist auf vielen Wochenmärkten in nahezu ganz Deutschland das Gemüse von der niederländischen Grenze erhältlich. Die Erntemengen werden auf den Höfen bearbeitet und auf der Versteigerung in Straelen vermarktet.

Am letzten Wochenende der Spargelzeit findet an zwei Tagen auf dem Schulhof der örtlichen Grundschule das Spargel- und Dorffest statt.

Waldfreibad Walbeck[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1970er Jahren wurde die Freizeitstätte Walbeck erbaut, Ferienhäuser, ein Trimm-dich-Pfad, Wanderwege und ein großes Waldfreibad mit Schwimmerbecken, Nichtschwimmerbecken und Sprungbecken, Liegewiesen so groß wie acht Fußballplätze, einer Gaststätte und seit 2013 dem "Tippi-Dorf", in dem bis zu 50 Personen in Indianerzelten übernachten können. Das Freibad wurde 2003 von einem neu gegründeten Bäderverein in eigener Regie von der Stadt Geldern übernommen. Ehrenamtliche haben seitdem das Bad betrieben, gepflegt und die Technik erneuert. Für die Beheizung des Bades wird Sonnenenergie genutzt. Die Gaststätte wird immer öfter auch für Vereinsfeiern und Familienfeste genutzt.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Sehenswürdigkeiten zählen:

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am ersten Sonntag im Mai findet der alljährliche Umzug der Walbecker Spargelprinzessin statt. Am gleichen Tag findet auch der Spargel- und Handwerkermarkt im Dorfkern statt, bei dem es neue und alte Handwerke zu bewundern gibt.
  • Am ersten Sonntag im Oktober findet das Schützenfest statt. Die beiden Bruderschaften des Orts, die St. Sebastianus & St. Antonius Gilde, und die St. Aloysius Jungschützen, wechseln sich bei der Ausrichtung ab. Da die Jungschützen alle zwei Jahre das Schützenfest feiern, die Gilde aber nur alle vier, wird alle vier Jahre kein Schützenfest gefeiert. Die Walbecker sprechen dann von einer „stillen Kirmes“, da lediglich ein paar Fahrgeschäfte aufgebaut werden, jedoch kein Festzelt[6]
  • Vorweihnachtlicher Markt und Verkaufsoffener Sonntag: Ende November jedes Jahres findet auf dem Walbecker Markt ein vorweihnachtlicher Markt statt. Viele interessante Buden verbreiten dabei Weihnachtstimmung mit den bekannten Düften von Glühwein, frischem Gebäck und Tannen. Begleitet von dem verkaufsoffenen Sonntag, an dem es in den örtlichen Geschäften viel Interessantes zu bestaunen gibt.
  • Hallabalooza[7]: Am 13. Juni 2009 fand erstmals das Hallabalooza-Festival im Waldfreibad Walbeck statt. Auf dem eintägigen Musikfestival treten sieben regionale Bands in den Musikrichtungen Punk´n´Roll bis Elektropop auf.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Weeze, der auf einem 16 km entfernten alten Militärgelände in Weeze ansässig ist.

Der nächstgelegene Bahnhof ist in Geldern. Von dort aus pendelt der Niers-Express zwischen Düsseldorf und Kleve.

Mit dem Auto erreicht man Walbeck über die A 40 und A 57.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Walbeck (Geldern) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Stadt Geldern. Abgerufen am 20. März 2013.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 78.
  3. Wappenbeschreibung „Heraldry in the World“
  4. Sonja Raimann: Das Vermächtnis des Spargelmajors. Abgerufen am 19. Juli 2012.
  5. http://www.walbeck.net/seiten/das-dorf/pfarrkirche-st-nikolaus/
  6. Jungschützen Walbeck
  7. Hallabalooza