Walter Leimgruber

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Walter Leimgruber (* 1959) ist ein Schweizer Kulturwissenschaftler, Historiker und Ausstellungsmacher. Er ist Ordinarius und Leiter des Seminars für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität Basel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walter Leimgruber stammt aus dem Fricktal und studierte Geschichte, Volkskunde und Geographie an der Universität Zürich. 1985–1990 war er Assistent am dortigen Lehrstuhl für Geschichte der Neuzeit und promovierte mit einer Untersuchung zur Afrikapolitik der USA unter Präsident John F. Kennedy. Nach Forschungsaufenthalten in den USA, Frankreich und Deutschland war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Nationalen Forschungsprogramm „Kulturelle Vielfalt und nationale Identität“. Daneben arbeitete er als Ausstellungsmacher, Journalist, Redaktor beim Schweizer Fernsehen, Kurator für das 20. Jahrhundert im Schweizerischen Landesmuseum sowie als Projektleiter beim Bau des Forums der Schweizer Geschichte. Ab 1995 wirkte er als Oberassistent am Volkskundlichen Seminar der Universität Zürich, wo er sich 2001 habilitierte. Heute ist er ordentlicher Professor für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie an der Universität Basel. Seit 2003 ist er Präsident der Kommission „Sprachen und Kulturen“ der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften. Er wirkt auch als Gutachter und Evaluator für Ministerien, Stiftungen und Universitäten in verschiedenen Ländern und nimmt in zahlreichen kulturellen und wissenschaftlichen Gremien Einsitz.

Seine Forschungsschwerpunkte sind die Migration, gesellschaftliche Mechanismen der Integration und Ausgrenzung, Kulturkonzepte und Kulturpolitik, visuelle Anthropologie und materielle Kultur/Museologie.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]