Walterwerke

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Walterwerk GmbH und Co. KG

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Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1956
Sitz Kiel
Leitung Andreas A. Eule
Uwe S. Schröder
Branche Anlagenbau
Website www.walterwerk.com

Das Walterwerk Kiel ist ein 1935 als Ingenieurbüro Hellmuth Walter gegründetes Kieler Familienunternehmen. Bekannt ist das Walterwerk durch den zwischen 1935 und 1945 produzierten Walter-Antrieb, einen thermodynamischen Antrieb für U-Boote und Flugzeuge. Heute produziert das Unternehmen als Walterwerk GmbH und Co. KG nach erfolgreicher Rüstungskonversion verschiedene Anlagen zur Herstellung von Waffeln.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Walterwerk wurde 1935 als Ingenieurbüro Hellmuth Walter von Hellmuth Walter in Kiel gegründet. Zunächst wurden dort die von Walter erfundenen thermodynamischen Antriebe für U-Boote und Flugzeuge gefertigt, anfänglich mit einem Mitarbeiter, im Jahr 1936 bereits mit 300 Mitarbeitern.[1] 1939/1940 zog man in neue Werksräume am Tannenberg in direkter Nachbarschaft zum Nord-Ostsee-Kanal.[1] Im Jahr 1945 waren in den Werken einschließlich Zwangsarbeiter 5.000 Personen beschäftigt.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Werk unter britische Kontrolle gestellt und Hellmuth Walter im Oktober 1946 mit einem Teil seiner Mitarbeiter nach England gebracht, um dort weiter am Walter Antrieb zu arbeiten.[1] 1949 kehrte er zurück nach Deutschland und das Werk wurde wieder seiner Leitung übergeben.[1] Doch wenige Monate später übersiedelte er in die USA. Dort arbeitete er bei der Worthington Corporation in Harrison (New Jersey).

Ab 1951 baute man auf dem Gelände nach erfolgreicher Konversion schließlich die erste Maschine für Presswaffeln; im Jahr 1958 wurde die erste JUPITER-Süßwaffelbackmaschine ausgeliefert.[2] 1956 gründete Hellmuth Walter in Kiel die Hellmuth Walter GmbH, in der 1967 ein ziviles U-Boot mit Walter-Antrieb mit der Bezeichnung „STINT“ entworfen wurde.

Heute bietet Walter insgesamt 50 verschiedene Anlagen zur Produktion von Süßwaffeln in verschiedenen Größen, Waffelbechern, Monaka-Waffeln oder auch Käse-Waffeln. Das Betriebsgelände umfasst 2,5 ha.

Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anlagen lassen sich in drei Kategorien aufteilen: JUPITER Anlagen, MARS Anlagen und Teigmischanlagen.[3]

JUPITER Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

JUPITER ist die erste Serie der von Walter hergestellten Anlagen, die seit den 1960er Jahren produziert wird. Sie eignen sich zur Produktion von Süßwaffeln, Waffelröllchen, Waffelbechern, Oblaten oder Snackwaffeln. Die drei verschiedenen Baureihen der JUPITER Anlagen (JUPITER X, JUPITER XP und JUPITER IC) zeichnen sich durch unterschiedliche Endprodukte und Produktionsleistung aus.[4]

MARS Anlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Des Weiteren bietet Walter mit den MARS-IC-Anlagen die Möglichkeit, Monaka-Waffeln herzustellen. Diese Anlagen werden in Asien nachgefragt.[5]

Teigmischanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Ergänzung zu den Waffelanlagen konstruiert Walter auch Teigmischanlagen in mehreren Varianten und Automatikstufen.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Günther Strecker: Vom Walter-U-Boot zum Waffelautomaten. Die Geschichte eines großen deutschen Ingenieurs und der erfolgreichen Konversion seiner Rüstungsfirma. Köster, Berlin 2001, ISBN 3-89574-438-7 (Beiträge zur Friedensforschung und Sicherheitspolitik 2).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Kiel, Mai 1945: Britische Truppen besetzen die Kriegsmarinestadt. Von Renate Dopheide, Band 83 der Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, ISBN 978-3-93771-958-0, Seiten 74 bis 83
  2. http://www.walterwerk.com/de/ueber-walter/historie.html
  3. http://www.walterwerk.com/de/anlagen.html
  4. http://www.walterwerk.com/de/anlagen/jupiter-anlagen.html
  5. http://www.walterwerk.com/de/anlagen/mars-anlagen.html
  6. http://www.walterwerk.com/de/anlagen/teigmischanlagen.html