Web Based Training

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Web Based Training (WBT) oder Webbasiertes Lernen (WbL) sind Oberbegriffe, unter denen sich auf Internet-Technologie basierte Lernprogramme einordnen lassen.

Begriffsabgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Web Based Training (WBT) stellt eine spezielle Form des E-Learning dar. Dabei wird WBT durch die Verwendung von netzbasierten Diensten als Weiterentwicklung des Computer Based Training (CBT) verstanden. Sowohl das WBT und das CBT lassen sich unter dem Konzept des Computer Assisted Learning (CAL) aus der Perspektive des Lernenden subsumieren. Dagegen werden unter dem Konzept des Computer Assisted Teaching (CAT) die Lehrprozesse aus der Perspektive des Lehrenden betrachtet und die Fokussierung auf webbasierte Medien als Web Based Lecture (WBL) bezeichnet.[1]

Im Gegensatz zum Computer Based Training werden Lerneinheiten nicht auf einem Datenträger verbreitet, sondern von einem Webserver online mittels Internet oder Intranet abgerufen. Die Einbettung ins Netz bietet vielfältige weiterführende Möglichkeiten der Kommunikation und Interaktion des Lernenden mit den Mitlernern. Wenn das WBT von einem Dozenten/Tutor moderiert wird, liegt moderiertes WBT (mWBT) vor. Im mWBT werden E-Mail, News, Chats, Materialarchive und Diskussionsforen vom Dozenten mit dem WBT verknüpft und Lernende werden durch den Dozenten zur Nutzung angeleitet und motiviert. Zusätzlich können datenintensive Audio- und Videosignale live gestreamt über synchrone Konferenzplattformen verbreitet werden.

Möglichkeiten webbasierten Lernens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WBT ermöglicht dem Lernenden eine räumliche, zeitliche und inhaltliche Flexibilisierung seines Lernprozesses. Neben dem selbstgesteuerten Lernprozess ermöglicht das WBT eine stärkere Interaktivität zwischen Lernenden und Lehrenden sowie der Lernenden untereinander als in klassischen Massenveranstaltungen oder im herkömmlichen Fernunterricht (Grob 2012).

Web-2.0-Ansätze eignen sich dazu, den selbstgesteuerten Lernprozess durch die Möglichkeit der Community-Bildung und die Erstellung von User-Generated-Content zu unterstützen (z. B. durch Wikis, Weblogs oder Tagging). Lernende erhalten die Möglichkeit, die angebotenen Lehrinhalte online mit Fragen, Kommentaren und Tags zu versehen, um diese von anderen Lernenden beantworten, bewerten und gegebenenfalls korrigieren zu lassen (Dahl et al. 2008).

Lernform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Webbasiertes Lernen funktioniert am besten nach dem Prinzip des Schwarmlernens. Der Erfolg hängt im Wesentlichen davon ab, wie die Gruppe miteinander agiert. Bei Bienenvölkern konnten fünf Verhaltensweisen beobachtet werden, welche eine erfolgreiche Zusammenarbeit gewährleisten. Die nachfolgenden Punkte beschreiben diese Verhaltensweisen.

Schwarmlernen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erinnern Sie die Mitglieder der Gruppe an ihre gemeinsamen Interessen und fördern Sie gegenseitige Rücksicht, so arbeiten sie produktiv zusammen.
  2. Erforschen Sie verschiedene Lösungen zum Problem, um die Wahrscheinlichkeit der Gruppe zu maximieren, eine ausgezeichnete Auswahl zu treffen.
  3. Sammeln Sie die Kenntnisse der Gruppe in einer offenen Debatte
  4. Minimieren Sie den Einfluss des Führers auf das Denken der Gruppe.
  5. Ausgleich zwischen gegenseitiger Abhängigkeit (Teilen aller Informationen) und Unabhängigkeit (kein Gruppendruck) unter den Mitgliedern der Gruppe.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • D. Mair: E-Learning - das Drehbuch. Handbuch für Medienautoren und Projektleiter. Berlin und Heidelberg, 2005
  • Rolf Schulmeister: Zur Didaktik des Einsatzes von Lernplattformen. Erschienen in: Maike Franzen (Hrsg.): Lernplattformen. Web-based Training. Empa-Akademie: Dübendorf. Schweiz 2005, S. 11–19. ISBN 3-905594-45-5
  • Daniel Dahl, Jens Lechtenbörger, Jens Sieberg, Gottfried Vossen: LEARNR – WEB 2.0-driven learning. In: Proceedings of the 7th International Conference on Web-based Education. Innsbruck 2008

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Grob, 2000, siehe Weblinks