Wedge Tomb

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Idealtypisches Wedge tomb Island (County Cork)
Clooneen - der Kammerrest im Burren
Parknabinnia im Burren
Glantane East im County Cork

Wedge Tomb (dt. „Keilgrab“, früher auch wedge-shaped gallery grave genannt) ist eine ganglose, mehrheitlich ungegliederte Megalithanlage der späten Jungsteinzeit und der frühen Bronzezeit und neben Court Tombs, Portal Tombs und Passage Tombs typisch für die Westhälfte Irlands.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Irland sind 505 (erhaltene) Wedge Tombs bekannt. Sie kommen vor allem in Munster (etwa 50 %) und der Westhälfte der Insel vor, besonders in den Countys Cork und Clare, wo allein im Burren etwa 120 bekannt sind. In Leinster sind es etwa 15, im County Waterford im Südosten der Insel finden sich nur 2 Exemplare (Carrickavrantry und Munmahoge). Einige liegen in Nordirland nicht jedoch in den Countys Armagh und Down.

Im restlichen Großbritannien, finden sich etwa 50 auf den Scilly-Inseln und 20 in Cornwall und Wales (Parc-y-Cromlech bei Fishguard in Pembrokeshire).

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wedge Tombs sind hauptsächlich aus senkrecht gestellten Kalksteinplatten erstellt und durch eine Galerie aus gerichteten seitlichen Tragsteinen charakterisiert, deren Höhe vom westlichen zum östlichen Ende hin abnimmt. Die Galerie ist im Grundriss mitunter rechteckig, zumeist aber keilförmig mit einer Endplatte versehen und selten mannshoch. Platten, die auf den Tragsteinen liegen, bedecken den Innenraum. Die Bauten wurden von einem Steinhügel aus etwa kopfgroßen Steinen bedeckt, der von einer parallel zur Kammerwand verlaufenden, aber niedrigeren Mauer gefasst wird, aber oft nicht erhalten ist. Die noch wenig untersuchten Anlagen haben nirgendwo im kontinentalen Megalithgebiet Parallelen und sind in Irland regional unterschiedlich gestaltet. Sie werden grob in einen nördlichen und einen südlichen Typ unterteilt, wobei der Übergang fließend ist. Das Keilgrab kann am Eingang eine niedrige Fassade (wie Island im County Cork) haben. Üblicherweise sind Wedge Tombs niedrig und West-Ost orientiert. Der zumeist im Osten liegende Eingang wird in der Regel von einem einzelnen großen Stein verschlossen.

Bei den Anlagen von Baurnadomeeny im County Tipperary, Labbacallee im County Cork, der größten Anlage dieses Typs, Loughmacrory III im County Tyrone und Boviel im County Londonderry wurde ein kleiner Vorraum festgestellt. Anlagen wie Ballyedmonduff im County Dublin, Loughash und Cashelbane im County Tyrone haben Vor- und Endkammern, wie sie ansonsten auch bei Anlagen anderen Typs in der Bretagne vorkommen. Einige Wedge Tombs sind sehr kurz. Reananiree im County Cork ist nur wenig mehr als einen Meter lang. Andere sind von einem Steinkreis eingefasst oder haben einen gepflasterten Vorhof und niedrige Steinsäulen vor dem Zugang (sh. Bild). Bei Knockoneill im County Londonderry könnte es sich um ein nachträglich in ein Wedge Tomb umgebautes Court Tomb handeln.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Elizabeth Shee Twohig: Irish Megalithic tombs. Shire, Princes Risborough 1990, ISBN 0-7478-0094-4 (Shire archaeology 63).
  • Jürgen E. Walkowitz: Das Megalithsyndrom. Europäische Kultplätze der Steinzeit. Beier & Beran, Langenweißbach 2003, ISBN 3-930036-70-3 (Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. 36).
  • Michael J. O'Kelly: A wedge-shaped gallery grave at Baurnadomeeny, C. Tipperary. In: Journal of the Cork Historical and Archaeological Society. 65, 2, 1960, ISSN 0010-8731, S. 85–115.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]