Weißrandfledermaus

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Weißrandfledermaus
Weißrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii)

Weißrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii)

Systematik
Unterordnung: Fledermäuse (Microchiroptera)
Überfamilie: Glattnasenartige (Vespertilionoidea)
Familie: Glattnasen (Vespertilionidae)
Unterfamilie: Eigentliche Glattnasen (Vespertilioninae)
Gattung: Zwergfledermäuse (Pipistrellus)
Art: Weißrandfledermaus
Wissenschaftlicher Name
Pipistrellus kuhlii
Kuhl, 1817

Die Weißrandfledermaus (Pipistrellus kuhlii) gehört innerhalb der Fledermäuse zu der Familie der Glattnasen. Der wissenschaftliche Artname ehrt den deutschen Zoologen Heinrich Kuhl (1797–1821).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei einer Größe von bis zu 4,7 Zentimeter ist sie nur unwesentlich größer als die Schwesterart Zwergfledermaus. Ihre Flügelspannweite beträgt um die 22 Zentimeter bei einem Gewicht von 5-10 Gramm. Ihre Ultraschallrufe liegen bei einer Frequenz von etwa 36 bis 40 Kilohertz.

Bei ausgebreiteten Flügeln ist gut zu erkennen, dass sich am hinteren Flughautrand zwischen dem letzten Fingerglied und dem Fuß auf beiden Seiten ein ca. 1-2 mm breiter, hell abgesetzter Saum befindet, der der Weißrandfledermaus ihren Namen gab.

Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Nahrung besteht aus kleinen Insekten.

Ruheplätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie bevorzugt Spaltenquartiere an Gebäuden und Bäumen.

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbreitungsgebiet der Weißrandfledermaus

Die Weißrandfledermaus gehört zur Gattung der Zwergfledermäuse (Pipistrellus), die weltweit rund 35 Arten umfasst. In Europa leben vier weitere Arten, die Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii), die Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus), die Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus) und die Madeira-Fledermaus (Pipistrellus maderensis).

Bedrohung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Weißrandfledermaus steht unter Naturschutz. Bei dieser gebietstreuen Art sind sowohl Einzeltiere als auch Kolonien besonders durch lokale Quartierverluste, beispielsweise aufgrund von Sanierungen, bedroht.

In der Roten Liste der IUCN gilt sie als least concern (geringste Besorgnis).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Dietz, Otto von Helversen, Dietmar Nill: Handbuch der Fledermäuse Europas und Nordwestafrikas. Biologie, Kennzeichen, Gefährdung, Seiten 301 - 305 (1. Auflage), Verlag Kosmos, Stuttgart 2007 (neues Standardwerk, wissenschaftliche Forschung), ISBN 3-440-09693-9, ISBN 978-3-440-09693-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weißrandfledermaus – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien