Werden (Philosophie)

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Das Werden ist ein Grundbegriff der dialektischen Logik, der das Prozesshafte der Welt, das Entstehen und Vergehen von Wesen, Dingen und Zuständen beschreiben soll. Im Gegensatz zur Veränderung bezeichnet Werden ein aus sich selbst entwickelndes Geschehen. Von diesem Begriff ausgehend, versucht philosophisches Denken, Prozesshaftigkeit und Veränderlichkeit zu deuten.

In der Philosophie der Antike befasste sich bereits Heraklit mit der Frage des Werdens (Panta rhei).

Hegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werden ist in Hegels dialektischer Logik die Einheit von Sein und Nichts.

„Das Nichts ist als dieses unmittelbare, sich selbst gleiche, ebenso umgekehrt dasselbe, was das Sein ist. Die Wahrheit des Seins sowie des Nichts ist daher die Einheit beider; diese Einheit ist das Werden.“

Bei der Beschreibung von Sein und Nichts arbeitet Hegel Folgendes heraus:

  • Attribute des Seins:
    • reiner Gedanke,
    • ein Unmittelbares,
    • einfach und unbestimmt,
    • der Anfang.
  • Attribute des Nichts:
    • reine Abstraktion,
    • unmittelbar,
    • sich selbst gleich,
    • das Absolut-Negative.

Beide Denkbestimmungen fasst er nun zur Einheit des Werdens zusammen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]