Werkzeugmaschinenfabrik Zerbst

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Die EMAG Zerbst Maschinenfabrik GmbH hat eine lange Tradition im Werkzeugmaschinenbau und gehört seit 1994 EMAG-Gruppe.

Innerhalb der EMAG ist die EMAG Zerbst Maschinenfabrik GmbH der zentrale Produktionsstandort sowohl für Standardmaschinen als auch für kundenspezifische Maschinen und liefert direkt an Endkunden (bei Standardmaschinen) als auch an EMAG Technologieunternehmen aus. In den EMAG Technologieunternehmen erfolgt das Einrichten auf den Kundenprozess bzw. die Kundenbauteile.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk Franz Braun
Franz-Braun-Aktie

Das unter dem heutigen Namen EMAG Zerbst Maschinenfabrik GmbH bekannte Unternehmen ging aus der 1867 gegründeten Franz Braun Werkzeugmaschinenfabrik und Eisengießerei hervor, das 1870 die erste Drehmaschine mit einem 12 Meter langen Bett an die Firma Henschel in Kassel lieferte.

Zwischen 1927 und 1945 baute das Unternehmen die Maschinen mittlerer Größe der „VDF-Einheitsdrehbank“, einer kompletten Maschinenreihe, die zusammen mit drei weiteren in Göppingen, Hannover und Hamburg ansässigen Unternehmen entwickelt wurde.

Ab 1950 bis 1994 wurden vorwiegend Groß- und Plandrehmaschinen mit bis 12.000 mm Planscheibendurchmesser und mit entsprechend langem Planungshorizont von mehreren Jahren hergestellt.

Im August 1994 wurde die damalige WEMA Werkzeugmaschinenfabrik Zerbst von der EMAG-Gruppe zur Erweiterung der Fertigungskapazitäten übernommen und zum zentralen sowie bedeutenden Produktionsstandort ausgebaut. Dazu wurde der Betrieb in Zerbst komplett umstrukturiert.

Seit der Übernahme der damaligen WEMA Werkzeugmaschinenfabrik Zerbst durch EMAG wurden neue Arbeitsplätze geschaffen. Waren anfangs 160 Mitarbeiter beschäftigt, sind auf dem Firmengelände heute insgesamt über 500 Mitarbeiter tätig, zusätzlich werden 10 bis 12 Auszubildende pro Jahrgang ausgebildet.

1995 wurden dazu zwei zusätzliche Hallen gebaut, zwei weitere mit je 2500 m² folgten 2000 und eine weitere Halle im Jahr 2004. Damit stehen nun acht Hallen mit einer Produktionsfläche von 36.000 m² zur Verfügung.

Firmengelände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte 1997 entstand auf dem Gelände das Unternehmen Blechverarbeitung & Montage Zerbst GmbH (vormals: SIRO – Blechbearbeitung & -lackierung GmbH) mit damals sieben Mitarbeitern, das heute mit mehr als 240 Mitarbeitern Blechkonstruktionen für die Grundkörper-Herstellung, die Energiecontainer sowie das komplette und funktionsgerechte Gehäuse für Maschinen herstellt.

Es entstand außerdem die Firma KmB Technologie Gesellschaft für rationelle Fertigung mbH mit derzeit ca. 200 Mitarbeitern als Zulieferer für die Automobilindustrie.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Brockmeier, Dirk Hackenholz: Aufstieg, Fall & Neubeginn. Mitteldeutscher Verlag 2010, ISBN 3-89812-714-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 57′ 17,5″ N, 12° 5′ 36,2″ O