Westernreitabzeichen

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Das Westernreitabzeichen (kurz: WRA) ist ein Leistungsabzeichen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Zusammenarbeit mit der Ersten Westernreiterunion Deutschland e.V. (EWU). Wie bei allen Leistungsabzeichen der FN ist auch beim WRA der Basispass Pferdekunde Voraussetzung.

Erwerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Westernreitabzeichen wird in vier Klassen unterschieden:

  • Kleines Westernreitabzeichen (Klasse IV)
  • Westernreitabzeichen Bronze (Klasse III)
  • Westernreitabzeichen Silber (Klasse II)
  • Westernreitabzeichen Gold (Klasse I)

Es kann an den Reiter durch Ablage einer theoretischen (mündlich und schriftlich) und praktischen Prüfung vergeben, oder durch herausragende Leistungen und positive Repräsentation des Westernreitsports verliehen werden.

Abgehalten wird eine solche Prüfung von einem Richterteam bestehend aus einem EWU- und einem FN-Richter.

Die Klassen VI bis II werden mit Ablage einer Prüfung erworben. Das Abzeichen der Klasse II kann zudem auch aufgrund besonderer sportlicher Leistungen verliehen werden. Das Abzeichen der Klasse I wird nur aufgrund herausragender sportlicher Leistungen, positiver Repräsentation und Vorbildfunktion des Westernreitsports verliehen.

Kleines Westernreitabzeichen (Klasse IV)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Westernreitabzeichen der Klasse IV schließt die Lücke zwischen dem Hufeisen Westernreiten und dem WRA III (Bronze). Es werden in der Theorie die Fachbereiche Pferdekunde (Fütterung, Haltung, Pflege und Gesundheit/Krankheiten), sowie Ausrüstung des Westernreiters und Grundlagen der Westernreitlehre vermittelt. Im praktischen Teil ist eine Pattern (vorgeschriebene Aufgabe) in der Western Horsemanship sowie Trail zu absolvieren, sowie das Reiten in der Gruppe (Abteilung). Beurteilt werden in allen Reit-Teilprüfungen Einwirkung und Sitz des Reiters.

Bronze (Klasse III)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Einstieg in den Turniersport bietet das WRA III (Bronze), da es den direkten Ein- bzw. Aufstieg in die Leistungsklasse 3 ermöglicht. Weiterhin ist es Voraussetzung zur Ausbildung zum Trainer C Westernreiten. Theoretische Fachbereiche sind Pferdekunde (Fütterung, Haltung, Pflege und Gesundheit/Krankheiten), Ausrüstung des Westernreiters, Grundlagen der Westernreitlehre, Gelände- und Turnierreiten sowie der Tierschutz und Erste Hilfe. Im praktischen Bereich wird eine Pattern (vorgeschriebene Aufgabe) in der Western Horsemanship, Trail sowie ein Geländeritt durchgeführt. Auch hier werden die Einwirkung und Sitz des Reiters, sowie die Kontrolle über das Pferd maßgeblich beurteilt. Zur Teilnahme an einem Kurs zum WRA III (Bronze) muss ein Erste-Hilfe-Schein vorgelegt werden. Das WRA III (Bronze) kann seit 2010 nur in Ausnahmefällen ohne den Besitz des WRA IV sofort absolviert werden, im Normalfall ist das WRA IV Voraussetzung für das WRA III.

Silber (Klasse II)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Voraussetzung zur Teilnahme am WRA II (Silber) ist das WRA III (Bronze). Das WRA II (Silber) kann nicht nur durch Ablegen einer Prüfung erreicht werden, sondern kann auch aufgrund besonderer sportlicher Leistungen verliehen werden. Es ist zudem Voraussetzung zur Ausbildung zum Trainer A Western. In der Theorie werden tiefere Kenntnisse über das Pferd, Pferdehaltung und Zubehör, das EWU-Regelbuch, die einschlägigen Bestimmungen des Tierschutzgesetzes und das reiterliche Verhalten im Feld, Wald und auf den Straßen vermittelt. In der Praxis muss eine Pattern (vorgeschriebene Aufgabe) in der Western Horsemanship, Trail sowie Superhorse (Letzteres mit einem Score von mind. 70) absolviert werden.

Gold (Klasse I)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das WRA I (Gold) kann nicht durch Ablage einer Prüfung erreicht werden, sondern wird ausschließlich durch den Vorstand der EWU für besondere, sportliche Leistungen verliehen. Maßgeblich sind hier Punkte, die der Reiter auf A- und B-Turnieren der EWU und auf Deutschen und Europäischen Meisterschaften sammelt. Der Reiter muss eine Vorbildfunktion in allen Bereichen des Westernreitsports darstellen und diesen positiv repräsentieren. Weiterhin ist das Verhalten zwischen dem Reiter und dem Pferd entscheidend.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]