Westick

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Westick ist ein Ortsteil von Kamen in Nordrhein-Westfalen. Es war zuvor eine selbständige Gemeinde im damaligen Landkreis Hamm.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Römerzeit existierte in Westick eine Siedlung am Körnebach, deren Reste 1910 entdeckt wurden und die in den 1920er, 1930er Jahren und von 1998 bis 2001 teilweise ausgegraben wurden. Archäologische Funde, darunter viele römische Importe und über 1000 Münzen, datieren aus dem 1. bis 6. Jahrhundert mit Schwerpunkt im 4./5. Jahrhundert. Hier wurden u. a. Römische Buntmetalle verarbeitet und recycelt.[1]

Als das im Landkreis Hamm liegende Westick bei Fröndenberg am 1. April 1902 in die Stadt Fröndenberg eingemeindet wurde, konnte der Zusatz bei Kamen entfallen. Am 17. Oktober 1930 änderte sich für Westick die Kreiszugehörigkeit; der Name des Landkreises Hamm wurde in Kreis Unna geändert. Bis zur kommunalen Neuordnung von 1967 blieb Westick eine selbständige Gemeinde. Am 1. Januar 1967 wurde aus den Gemeinden Methler, Westick und Wasserkurl die neue Gemeinde Methler[2], die bereits ein Jahr später, am 1. Januar 1968, ein Ortsteil der Stadt Kamen wurde.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1849[4] 0274
1910[5] 2615
1931[6] 2598
1956[7] 2829
1987[8] 0776

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. G. Eggenstein: Vom Gold der Germanen zum Salz der Hanse. Bönen 2008, S. 45–51.
  2. Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 295.
  3. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 64.
  4. M. F. Essellen: Beschreibung und kurze Geschichte des Kreises Hamm und der einzelnen Ortschaften in demselben. Verlag Reimann GmbH & Co, Hamm 1985, ISBN 3-923846-07-X, S. 179.
  5. www.gemeindeverzeichnis.de: Einwohnerzahlen 1910
  6. Handbuch der Ämter und Landgemeinden in der Rheinprovinz und in der Provinz Westfalen. Preußischer Landgemeindetag West, Berlin 1931.
  7. Otto Lucas: Kreis-Atlas Unna. Unna/Münster 1957.
  8. Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (Hrsg.): Bevölkerung und Privathaushalte sowie Gebäude und Wohnungen. Ausgewählte Ergebnisse für Gemeindeteile. Regierungsbezirk Arnsberg. Düsseldorf 1990, S. 272.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 51° 35′ N, 7° 38′ O