Wikipedia:Pressemitteilungen/Biospecial

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Diese Pressemitteilung wurde heute an > 70 Fachredaktionen aus dem Bereich Wissenschaft und Forschung versendet. -- Achim Raschka 16:52, 3. Nov 2005 (CET)

Ob Vogelgrippe oder Fuchsbandwurm: Wikipedia liefert Hintergründe[Bearbeiten]

Während in den Massenmedien derzeit die Vogelgrippe und vor allem die Ausbrüche der Seuche in Europa für Schlagzeilen sorgen, arbeiten Fachleute in dem Enzyklopädieprojekt Wikipedia an der verständlichen und ausführlichen Aufbereitung der Hintergründe. Am Beispiel der aktuellen Vogelgrippe-Pandemie ist derzeit nachvollziehbar, zu welcher Qualität dies gerade auch bei tagesaktuellen Ereignissen führt. So finden Sie in den Artikeln der Wikipedia neben allgemeinen Informationen zu den Influenzatypen bei Geflügel auch eine detaillierte Charakterisierung des besonders pathogenen Erregers A/H5N1, zur Übertragung des Virus und zu seiner Ausbreitung in den vergangenen Monaten sowie zur Gefährdung des Menschen - aktuell und zugleich fachlich distanziert und fundiert.

Vom Riesenbärenklau bis zum Schnabeltier[Bearbeiten]

Ob Riesen-Bärenklau oder Affenbrotbaum, ob Fuchsbandwurm oder Schnabeltier: Mehr als 120 Porträts von Tieren und Pflanzen sowie viele weitere Artikel zu biologischen Themen der freien Enzyklopädie Wikipedia wurden inzwischen mit dem Prädikat "exzellent" ausgezeichnet. Anders als in vielen oberflächlichen Darstellungen im Internet wird etwa im Wikipedia-Artikel zum Fuchsbandwurm darauf hingewiesen, dass das Hauptrisiko für eine Infektion mit diesen Erregern keineswegs von Waldfrüchten ausgehe; wissenschaftlichen Studien zufolge sind nämlich Hunde- und Katzenbesitzer besonders gefährdet.

Im Wikipedia-Artikel zum gleichfalls gefährlichen Riesen-Bärenklau (er ist auch als "Herkulesstaude" bekannt) werden sowohl die von ihm ausgehenden Gesundheitsgefahren präzise erläutert als auch die Methoden seiner Bekämpfung. Ausführlich werden ferner seine Ausbreitungsmechanismen geschildert und die durch ihn verursachte Erosion der Böden. Zugleich weisen die Wikipedia-Autoren aber auch darauf hin, dass eine vollständige Ausrottung der ursprünglich aus dem Kaukasus eingeschleppten Pflanze in Mitteleuropa nicht mehr möglich sei. Vielmehr müsse man "mit dieser Pflanze langfristig leben und zu einem realistischen Umgang mit der Gefährdung kommen".

Ähnlich sauber recherchiert und durch die fachliche Kontrolle einiger Dutzend Freiwilliger faktensicher sind auch die Wikipedia-Artikel zu Flugsauriern und zum legendären Rattenkönig, zu Schlauchpilzen und zu Moltebeeren. Auch wer sich allgemeinverständlich über Desoxyribonukleinsäure, Chromosomen, die Polymerase-Kettenreaktion oder andere Themen aus dem Gebiet der Gentechnik informieren möchte, wird in der Online-Enzyklopädie Wikipedia auf fundierte Artikel stoßen.

Hintergrund[Bearbeiten]

Wikipedia hat sich in den vergangenen vier Jahren über einer Million Artikeln weltweit und mit über 300.000 Artikeln in der deutschsprachigen Version nicht nur zur größten kostenlosen Online-Enzyklopädie entwickelt. Sie ist zugleich mit einigen tausend Artikeln auch die umfangreichste Sammlung frei zugänglichen biologischen Wissens in deutscher Sprache im Internet. Die Artikel wurden von einer großen Anzahl freiwilliger Autoren verfasst, deren Beiträge anhand einer vollständigen Dokumentation von jedem Nutzer nachvollzogen werden können. So wird sichergestellt, dass einerseits aufgrund der Offenheit des Wikipedia-Systems jedermann am Ausbau der Enzyklopädie mitarbeiten und sein Wissen einbringen kann. Zugleich können die als fachlich qualifiziert bekannten Autoren aber von vorsätzlich unseriösen Beiträgern leicht unterschieden werden.

Lebewesen und Grundlagenbiologie[Bearbeiten]

Vor allem die Säugetiere sind in Wikipedia besonders ausführlich erfasst, aber auch einige andere Tiergruppen können bereits als sehr vollständig angesehen werden. Hierzu gehören etwa die Dipteren (die Zweiflügler, zu denen die Fliegen gehören), die Krokodile, die Pflanzen der Alpenflora und die für den Menschen gefährlichen Mikroorganismen. Einen besonderen Schwerpunkt bilden jeweils die in Mitteleuropa heimischen Arten. Koordiniert wird die Vervollständigung der Themenbereiche in einem eigens dafür ins Leben gerufenen Wikipedia-Projekt und dem dazu gehörenden Wikipedia-Portal "Lebewesen".

Sehr umfangreich und qualifiziert sind ferner u.a. die Gebiete Ökologie und Verhaltensbiologie, Molekularbiologie und Genetik. Gleichwohl fehlen auf einigen Gebieten noch umfassende Überblicksartikel über diverse Fachrichtungen der Biologie: Gerade für solche Themen werden von der deutschen Wikipedia noch Experten als Mitschreiber gesucht.

Illustrationen[Bearbeiten]

Wikipedia besteht jedoch nicht nur aus Artikeln; auch die Illustrierung der Texte sehen die Wikipedianer als eine wichtige Aufgabe an. Hier setzen die aktiven Autoren u.a. auch auf neue Mitarbeiter, die Lust am Fotografieren haben und ihre Aufnahmen zur Nutzung durch jedermann zur Verfügung stellen. Da alle Bilder ebenso wie die Texte der Wikipedia von jedem Urheberrecht freigestellt sein müssen, gestaltet sich der Rückgriff auf bereits vorhandene Bilder als äußerst schwierig. Um die Bildersammlung und -verwaltung international zu erleichtern, wurde vor einem Jahr mit den "Wikimedia Commons" ein System geschaffen, das mittlerweile über 100.000 Bilddateien aus allen Themenbereichen enthält, auch hier viele aus dem Bereich der Biologie.

Exzellente Biologieartikel[Bearbeiten]

"Exzellente Artikel" sind Texte, die von den Autoren und Lesern der Online-Enzyklopädie Wikipedia als besonders ausgereift erkannt wurden. Die Auszeichnung erfolgt jeweils nach einer qualifizierten Abstimmung, bei der die Artikel sowohl von Fachleuten als auch von Laien gründlich überprüft werden. Während die Fachleute die Korrektheit der biologischen Inhalte überprüfen, achten die Laien vor allem auf die Verständlichkeit für den Durchschnittsleser. Mittlerweile entstammt etwa ein Viertel aller auf diese Weise ausgezeichneter Artikel der Biologie. Das Spektrum in dieser Sammlung reicht von ökologischen Themen wie "Totholz" über eine umfassende Beschreibung der Fachbegriffe "Taxon" und "Nesselzelle" bis hin zu einer Biographie des Phylogenetikers Willi Hennig, an der sogar dessen Sohn mitgewirkt hat. Besonders umfassend ist die Themenvielfalt der Artikel zu bestimmten Lebewesen.

Über Wikipedia[Bearbeiten]

Wikipedia ist ein internationales Projekt zum Aufbau von Enzyklopädien in allen Sprachen der Welt. Bei dem offenen Projekt kann jeder Benutzer über das Internet nicht nur Artikel lesen, sondern auch ohne Anmeldung schreiben und bearbeiten. Wikipedia-Artikel sind kostenlos abrufbar und dürfen unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für Freie Dokumentation auch bearbeitet und weiterverbreitet werden. Diese aus der Open-Source-Software-Bewegung heraus entstandene Lizenz stellt sicher, dass jeder Artikel in beliebiger Weise verwendet werden darf, auch kommerziell, solange dieses Recht auch weiterhin eingeräumt wird. Besonders die uneinschränkbare Weiterverwendbarkeit reizt viele Teilnehmer, selbst Artikel beizusteuern. Ein Abbruch des Projekts ist nahezu ausgeschlossen, da sowohl die verwendete Software als auch die Artikel frei verfügbar sind.

Über Wikimedia[Bearbeiten]

Die gemeinnützige Wikimedia Foundation, welche es seit Juni 2004 auch in Deutschland gibt, betreibt neben der Wikipedia noch weitere Projekte, darunter das Wörterbuch Wiktionary, die Zitatesammlung Wikiquote, die Lehrbuchsammlung Wikibooks und die jüngst gestartete Nachrichtenquelle Wikinews. Der Betrieb dieser Projekte wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Die gesamte Organisation kommt ohne feste Mitarbeiter aus, auch die Administration der über 40 Server wird komplett durch freiwillige Helfer erledigt. Der Verein Wikimedia Deutschland Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V. ist vom Finanzamt als besonders förderungswürdig eingestuft worden und berechtigt, Spendenquittungen auszustellen.

Weitere Informationen[Bearbeiten]

Kontakt[Bearbeiten]

Für weitere Informationen, Interviews oder tiefergehende Hintergrundberichte stehen wir Ihnen gern zur Verfügung

Themenbereich Biologie:

  • Achim Raschka, Kopernikusstrasse 34, D-10243 Berlin, Telefon +49 (0)30 - 29 77 46 04
  • Mirko Thiessen, Hellkamp 76, D-20255 Hamburg, Telefon +49 (0)40 - 3 89 36 27

Wikipedia/Wikimedia Deutschland:

  • Kurt Jansson, Wiener Str. 7, D-10999 Berlin, Telefon +49 (0)30 - 610 74 581
  • Arne Klempert, Grüner Weg 6, D-61462 Königstein i.Ts., Telefon +49 (0)175 - 93 542 93

Wikipedia Schweiz:

  • Nando Stöcklin, Chratzernstr. 33, CH-4803 Vordemwald, Telefon +41 (0)62 751 39 42

Wikipedia Österreich:

  • Christoph Breitler, Schinitzhof 7, AT-8605 Kapfenberg, Telefon +43 (0)650 75 49 848