Wilhelmsplatz (Görlitz)

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Wilhelmsplatz
Wappen Görlitz he.png
Platz in Görlitz
Wilhelmsplatz
Blick auf den Wilhelmsplatz in Richtung Jakobstraße
Basisdaten
Ort Görlitz
Ortsteil Innenstadt
Angelegt 1849
Neugestaltet 1939,[1] 1956
Einmündende Straßen Augustastraße, Blumenstraße, Gartenstraße, Hospitalstraße, Jakobstraße, Konsulstraße
Bauwerke Joliot-Curie-Gymnasium, Straßburg-Passage
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr
Platzgestaltung Denkmal für die Opfer des Faschismus
Technische Daten
Platzfläche ca. 22.000 m²

Der rechteckig angelegte Wilhelmsplatz in der südlichen Innenstadt ist mit einer Ost-West-Ausdehnung von über 200 m und einer Nord-Süd-Ausbreitung von rund 100 m der größte Görlitzer Stadtplatz.[1] Die Platzmitte ist eine große Rasenfläche umrahmt von Blumenbeeten als Pflanzbänder. Eine Hecken- und eine Baumreihe trennt den begrünten Platz von der viel befahrenen Jakobstraße im Westen.[1] Der Wilhelmsplatz befindet sich zwischen Innenstadt und Bahnhof Görlitz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wilhelmsplatz trägt seinen heutigen Namen erst seit dem Jahr 1871, angelegt wurde er jedoch im Rahmen der Stadterweiterung in Richtung Süden im Jahr 1849. Dieser Platz wurde 1849 für Marktzwecke angelegt und man gab ihm den Namen „Neumarkt“. 1860 wurde er geebnet und mit der Konsulstraße in Verbindung gebracht.

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Jahren 1872/73 wurde das Schulgebäude am Platz errichtet, später wurde noch ein Stockwerk aufgestockt. Die seit 1852 bestehende Gewerbeschule bezog den Bau als erste Bildungseinrichtung. Als diese 1878/81 aufgelöst wurde, zog eine Höhere Mädchenschule, die „Luisenschule“ ein.[2] In der DDR-Zeit war es die einzige Schule, an der Görlitzer Schüler, mittlerweile auch Jungen, das Abitur ablegen konnten. Seit der DDR-Zeit trägt sie als Joliot-Curie-Gymnasium den Namen des Physikers und Chemikers Frédéric Joliot-Curie. Heute ist die Schule eines von zwei allgemeinbildenden Gymnasien.

Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1895 stellte hier die Stadt ein Denkmal für den preußischen Generalfeldmarschall Albrecht von Roon auf. 1939 wurde vom Obermarkt das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. auf den Wilhelmsplatz an die Stelle des Roondenkmals umgesetzt. Dort blieb es jedoch nur für eine kurze Zeit, denn während des Zweiten Weltkrieges wurde es eingeschmolzen. Nach dem Krieg wurde stattdessen 1948 auf der Ostseite ein Mahnmal errichtet, das an die Opfer des Faschismus erinnert. Es trägt auf der Nordseite die Inschrift „DEN OPFERN DES FASCHISMUS“ und auf der südlichen Seite „DIE TOTEN MAHNEN DIE LEBENDEN“. Jährlich am 8. Mai findet an dem Denkmal die offizielle Kranzniederlegung zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und dem Ende des Zweiten Weltkrieges statt. In der DDR-Zeit wurde auch der an Preußen erinnernde Name geändert. Von nun an hieß der Platz bis 1990 Karl-Marx-Platz.

Park[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der städtische Gartenbaudirektor Henry Kraft realisierte die letzte große Umgestaltung des Platzes 1956. Kraft unterbrach die langen Pflanzbänder mit Sitznischen und Bänken. Bis 1990 waren die beleuchteten Hochbeete auf der breiten Wegefläche an der Jakobstraße ein beliebter Treffpunkt.[1] Seit den 2010er-Jahren werden die Görlitzer „Schmuckplätze“ mit farblich abwechslungsreichen Blumenbeeten bepflanzt.[3]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wilhelmsplatz (Görlitz) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Wilhelmsplatz. (Memento vom 9. November 2011 im Internet Archive). In: Stadt Görlitz, 2011.
  2. Richard Jecht: Geschichte der Stadt Görlitz. Band 1, Halbband 2. 1. Auflage. Verlag des Magistrates der Stadt Görlitz, 1934, S. 704.
  3. Blütenzauber auf Görlitzer Plätzen. In: Stadt Görlitz, 27. Juli 2017.

Koordinaten: 51° 8′ 58″ N, 14° 59′ 10″ O