Wiljutschinsk

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Stadt
Wiljutschinsk
Вилючинск
Flagge Wappen
Föderationskreis Ferner Osten
Region Kamtschatka
Stadtkreis Wiljutschinsk
Bürgermeister Alexander Markman (suspendiert)
Gegründet 1968
Stadt seit 1968
Fläche 404 km²
Bevölkerung 22.905 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 57 Einwohner/km²
Höhe des Zentrums 10 m
Zeitzone UTC+12
Telefonvorwahl (+7) 41535
Postleitzahl 684090–684093
Kfz-Kennzeichen 41
OKATO 30 535
Website viluchinsk-city.kamchatka.ru
Geographische Lage
Koordinaten 52° 56′ N, 158° 24′ OKoordinaten: 52° 56′ 0″ N, 158° 24′ 0″ O
Wiljutschinsk (Russland)
Lage in Russland
Wiljutschinsk (Region Kamtschatka)
Lage in der Region Kamtschatka
Liste der Städte in Russland

Wiljutschinsk (russisch Вилючинск) ist eine geschlossene Stadt (SATO) in der russischen Region Kamtschatka mit 22.905 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiljutschinsk liegt im Fernen Osten Russlands auf der Halbinsel Kamtschatka, rund 20 km von der Oblasthauptstadt Petropawlowsk-Kamtschatski entfernt, auf der gegenüberliegenden Seite der Awatscha-Bucht. Eine weitere nahe gelegene Stadt ist Jelisowo, 27 km nördlich von Wiljutschinsk entfernt. Wiljutschinsk bildet einen gleichnamigen Stadtkreis.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde am 16. Oktober 1968 aus drei vormaligen Siedlungen gebildet, die als Stützpunkte der sowjetischen Marine und als Standort einer U-Boot-Werft dienten.

Zu Sowjetzeiten wechselte der Ort mehrfach seinen Namen: Zunächst hieß er Sowetski (Советский), von 1970 bis 1994 dann Petropawlowsk-Kamtschatski-50 (Петропавловск-Камчатский-50). Als geschlossener Ort war er lange Zeit nicht auf sowjetischen Landkarten verzeichnet. Der heutige Name Wiljutschinsk wurde der Stadt in Anlehnung an den nahe gelegenen Vulkan Wiljutschinskaja Sopka (auch Wiljutschinski) gegeben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2002 24.166
2010 22.905

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haupterwerbszweig der Stadt ist neben dem Bau von U-Booten der Fang und die Verarbeitung von Fisch. In dem Vorort Rybatschi, einer der drei Siedlungen aus denen die Stadt gebildet wurde, befindet sich eine U-Boot-Basis, wo ein Geschwader russischer Atom-U-Boote der Akula-Klasse, Oscar II-Klasse und Projekt 667BDR stationiert ist. Diese Basis besteht seit 1938.

Nach der vom Generalstab 2003 angekündigten Schließung des Stützpunkts in Wiljutschinsk wegen fehlender Finanzierung wurde allerdings doch deren Weitererhalt beschlossen. Das Stabsgebäude, der Seemannsklub und das Offiziershaus sind renoviert worden. Zudem sind eine neue Sporthalle mit Aquapark, ein Schwimmbad, zwei Trainingshallen, ein Café und eine Bowlingbahn errichtet worden. Neubauten sind u. a. eine Schule und ein Krankenhaus. Außerdem ist die Küsteninfrastruktur des Stützpunktes 2006 fast komplett mit neuen Anlegestellen und Überwachungssystemen wiederaufgebaut worden. Für die Militärangehörigen entstehen einige Neubau-Siedlungen.

Die öffentliche Infrastruktur von Wiljutschinsk besteht außerdem aus vier allgemeinbildenden und zwei Musikschulen, einem Berufskolleg und fünf Kindergärten. In den 1990er-Jahren wurden in der Stadt erstmals zwei russisch-orthodoxe Kirchen erbaut.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi VPN-2010. Administrativno-territorialʹnoe delenie kraja. (Ergebnisse der Volkszählung 2010. Administrativ-territoriale Gliederung der Region.) Tabelle 2 (Download von der Website des Territorialorgans Region Kamtschatka des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]